LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 02/2020-Bericht, Wertrückgang von 8,2% - Fondsanalyse


24.03.20 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Deutschland haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Derzeit liege der Anlageschwerpunkt des Fonds in deutschen Blue Chips (Standardwerte). Aussichtsreiche Aktien mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und SmallCaps) könnten beigemischt werden. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus und die Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur hätten die Börsen Ende des Monats auf Talfahrt geschickt. Weltweit hätten so gut wie alle Aktienmärkte deutlich im Minus geschlossen. Der DAX sei zum Monatsende um 8,4% auf 11.890 Punkte gefallen, während er am 19. Februar - einen Tag vor Beginn der Talfahrt - noch einen Rekordschlusskurs von 13.789 Punkten markiert habe. Somit seien sämtliche Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate innerhalb weniger Tage ausgelöscht worden.

Die wachsende Verunsicherung erkläre sich durch die stark steigenden Infektionszahlen außerhalb Chinas, weil hiervon neben Südkorea inzwischen auch Europa in erheblichem Maße betroffen sei. Immer mehr Notenbanken, Regierungen und internationale Organisationen würden überlegen, mit welchen Beiträgen sie die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus eindämmen könnten.

Die Sorgen der Marktteilnehmer hätten in einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten und damit einhergehenden Zulieferengpässen sowie dem Aufschieben nicht dringender Ausgaben von Unternehmen und Konsumenten bestanden. Dies könnte im Jahresverlauf zu einer Rezession in Deutschland und im Euroraum führen.

Gefragt geblieben sei weiterhin der "sichere Hafen" der Staatsanleihen. So habe sich der Renditeabwärtssog der 10-jährigen Bundesanleihen aufgrund der großen Nachfrage bis auf -0,61% fortgesetzt. Die US-amerikanischen Pendants hätten sogar erstmals unter +1,20% rentiert. Auch der US-Dollar sei Ende des Monats unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro auf 1,10 US-Dollar je Euro abgewertet. Begründet gelegen habe die Abwertung in der, aus Sicht der Marktteilnehmer, hohen Wahrscheinlichkeit einer US-Zinssenkung im März.

Der weitere Verlauf der Corona-Krankheitswelle bleibe ungewiss und damit auch die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. Die hohen Schwankungen dürften zunächst anhalten. In diesem Umfeld seien weiterhin die Risiken genau im Blick zu behalten und die sich immer wieder bietenden Chancen kurzfristig zu nutzen.

Die Angst vor der Ausbreitung des "Corona-Virus" habe im Februar alles andere überlagert. In der letzten Woche des Monats hätten die europäischen Aktienmärkte so starke Einbrüche verzeichnet, wie zuletzt in der Finanzkrise gesehen. In diesem stürmischen Umfeld sei dem Fonds die etwas defensivere Ausrichtung zugute gekommen. Zwar habe er 8,17% verloren, damit jedoch weniger als seine Benchmark, der DAX.

Auf Branchenebene seien insbesondere diejenigen Sektoren abgestraft worden, die direkt bzw. indirekt (Konjunkturabkühlung) von den Auswirkungen des Virus betroffen gewesen seien. So hätten u.a. Transport, Industrie oder Bau die Schlusslichter im Monatsvergleich gebildet. Defensive Branchen wie Versorger, Telekom oder Finanzdienstleister hätten dagegen eine positive relative Wertentwicklung gehabt.

Auf Einzeltitelebene seien Gewinner rar gesät gewesen; im Portfolio seien dies u.a. E.ON oder die Deutsche Telekom gewesen. Dagegen seien viele Werte wie beispielsweise MTU oder Deutsche Post deutlich zweistellig in den Keller gerauscht. Auf erhöhte Volatilitäten werde man sich in den kommenden Wochen einstellen müssen. Zum Monatsende sei der Fonds fast vollständig investiert gewesen. (Stand vom 28.02.2020) (24.03.2020/fc/a/f)






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136,691 € 131,021 € 5,67 € +4,33% 07.04./15:22
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008484650 848465 178,40 € 105,44 €