LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 02/2018-Bericht, Wertrückgang von 4,97% - Fondsanalyse


13.03.18 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien führender deutscher Unternehmen (Blue Chips) aus dem DAX, so die Experten von LBBW Asset Management.

Aussichtsreiche Papiere mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) aus dem MDAX und dem SDAX würden beigemischt. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die Auswahl der Aktien erfolge nach dem Bottom-Up-Ansatz: Das bedeute, dass die Chancen des einzelnen Unternehmens genau analysiert würden. Die Aktie werde jedoch nur dann erworben, wenn auch die Aussichten der entsprechenden Branche und Marktregion positiv beurteilt werden könnten.

Die Aktienmärkte hätten im Februar kräftig im Minus geschlossen. Noch im Januar hätten die ersten drei Wochen im Zeichen der Rekordflut gestanden. Der Dow Jones habe eine Tausendermarke nach der anderen geknackt. Gleichzeitig habe der japanische Nikkei-Index mit knapp über 24.000 Punkten den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht. Im Sog dieser Rekordjagd habe auch der DAX kräftig zugelegt und Ende Januar mit 13.596 Punkten ein neues Allzeithoch geschafft.

Kurz darauf habe sich die Stimmung allerdings merklich eingetrübt. Der starke Euro habe eine Stimmungsschwankung eingeleitet, als er mit einem Kursniveau über 1,25 US-Dollar ein neues Dreijahreshoch markiert habe. Auch die deutlich gestiegenen US-Lohnstückkosten hätten dem DAX gleich zu Beginn des Monats einen weiteren Tiefschlag versetzt. Sie hätten bei Investoren Befürchtungen geschürt, dass die Notenbanken rund um den Globus ihre Geldpolitik schneller als erwartet straffen könnten. Als Brandbeschleuniger für den Ausverkauf hätten die seit längerem recht hohen Bewertungen, insbesondere in den USA, die historisch niedrigen Volatilitäten und nicht zuletzt technische Faktoren fungiert. Der DAX sei nach Kursverlusten von in der Spitze über 10% seit dem Allzeithoch abgerutscht.

Gegen Mitte des Monats hätten sich die Indices von den Tiefkursen wieder erholen können. Allerdings sei die Erholung auch schnell wieder ins Stocken geraten. Die Euro-Konjunktur habe nach schwachen Frühindikatoren einen Stimmungsdämpfer erhalten Zu allem Übel seien von der US-Regierung die Sorgen vor mehr Protektionismus in der Weltwirtschaft neu entfacht worden. Damit gehe der Februar für den DAX mit einem Minus von 5,7% tiefrot zu Ende.

So gut der Jahresstart auch gewesen sei; der Februar habe mit einer starken Korrektur überrascht und die Erklärungen seien vielschichtig. Der DAX sei mit knapp -6% auch noch der schwächste Index der wichtigsten Börsen gewesen. Der LBBW Aktien Deutschland habe zwar "nur" 4,97% abgegeben, aber trotzdem deutlich verloren.

Unter den DAX-Werten sei die Deutsche Börse AG mit +5,9% am stärksten gestiegen; hier sei der Fonds leicht übergewichtet. Noch besser hätten sich mit Dialog Semiconductor (+8,6%) und Vapiano (+7,6%) die Werte aus der zweiten Reihe entwickelt. So hätten am Ende die Schwergewichte wie Bayer oder Volkswagen den Index deutlich ins Minus gezogen; das Untergewicht in diesen Aktien sei der Performance folglich zuträglich gewesen. Enttäuschend sei die Entwicklung von thyssenkrupp gewesen, die mit fast -12% das Schlusslicht im DAX und im Fonds gebildet hätten.

Das Fondsmanagement habe die Software AG, die interessante Kursniveaus erreicht habe, neu ins Portfolio genommen. Außerdem sei eine erste Position in Brenntag erworben worden; hier würden demnächst gute (Jahres-)Zahlen erwartet. Zudem habe das Fondsmanagement Aumann via Placement nochmals aufgestockt und sich am IPO von Instone beteiligt.

Die Kasse betrage aktuell ca. ein halbes Prozent. (Stand vom 28.02.2018) (13.03.2018/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
181,44 € 180,83 € 0,61 € +0,34% 20.06./13:10
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008484650 848465 193,63 € 168,24 €