Kames High Yield Global Bond Fund: 2018 wird zu einem Schlüsseljahr für Hochzinsanleihen - Fondsanalyse


02.01.18 10:30
Kames Capital

London (www.fondscheck.de) - Es sieht ganz danach aus, als würde 2018 zu einem Schlüsseljahr für Hochzinsanleihen werden, so David Ennett, Head of High Yield und Co-Manager des Kames High Yield Global Bond Fund (ISIN IE00B2496081 / WKN A0N9XU, EUR (hedged) A Inc; ISIN IE00B296WY05 / WKN A1J1C5, USD A Acc) bei Kames Capital.

2017 sei der Markt mühelos vom Erholungsmodus im Anschluss an die Schieferenergie-Krise 2015/16 in eine Rally im Zusammenhang mit dem allseits zu beobachtenden globalen Aufschwung umgeschwenkt. Folglich würden die Anleger 2018 damit beschäftigt sein, die Einflüsse der angespannten Bewertungsniveaus gegen die sich aufhellenden makroökonomischen Fundamentaldaten (die auch die der Unternehmen seien) auszugleichen.

Wie würden sich diese wettstreitenden Faktoren 2018 entwickeln? Nach Erachten der Experten seien die großen betabasierten Entwicklungen von 2016 und Anfang 2017 inzwischen passé. Die Experten würden 2018 mit einer moderaten Verengung der Renditespreads rechnen, die aktuellen Bewertungen aber insgesamt für adäquat und gerechtfertigt halten. Dennoch sollten Anleger nicht vergessen, dass die Erträge in der Anlageklasse weitestgehend dem Zinseszinseffekt hoher Einkommen oder dem Carry-Effekt zuzuschreiben seien und nicht etwa den stärker auffallenden Beta-Entwicklungen der letzten Zeit. Daher würden die Experten davon ausgehen, dass sich die Volatilität im Hochzinssegment angesichts des weltweit günstigen Klimas weiter in engen Grenzen bewegen werde und der High Yield-Sektor folglich ausgezeichnete Erträge generieren werde.

Darüber hinaus veranlasse die Experten die negative Korrelation des Hochzinsmarktes mit den Staatsanleihemärkten zu der Schlussfolgerung, dass die Möglichkeit, in diesem Bereich solide Einkommen zu erzielen, ohne dabei bedeutendes Durations- oder Zinsrisiko einzugehen, verlockend sei.

Insgesamt würden die Marktprognosen 2018 jedoch weniger aufschlussreich sein. "Was" man in seinem Portfolio halte, werde dabei wesentlich wichtiger sein als wie hoch die Risiken seien. Eine der zentralen Erwartungen der Experten für 2018 seien die potenziell größeren Marktunterschiede oder "Dispersion" im Fachjargon. Mit anderen Worten werde an einem weitgehend stabilen aber bereits weit vorangeschrittenen Kreditmarkt die Bandbreite der Ergebnisse innerhalb jedes Abschnitts des Risikospektrums größer sein, da titelspezifische Faktoren wichtiger würden.

Erste Anzeichen dafür seien bereits sichtbar, allen voran in den USA. Dort hätten bestimmte Emittenten im Telekommunikations-, Einzelhandels- und Gesundheitssektor massive Ausverkäufe hinnehmen müssen, da ihre individuellen Risiken steigen würden und eine rettende Beta-Rally fehle. So günstig das gesamtwirtschaftliche Klima auch sein möge, bei Hochzinsanleihen seien die spezifischen Merkmale eines Unternehmens letztlich entscheidend, im Guten wie im Schlechten. Dieses Thema werde sich 2018 weiter entfalten.

Die Experten seien der Ansicht, dass ihr Ansatz einer sorgfältigen Titelauswahl mit Schwerpunkt auf erstklassigen Cashflows aus robusten Unternehmen im aktuellen Umfeld besonders gut geeignet sei. (02.01.2018/fc/a/f)





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