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K2 Advisors: Ausblick Hedgefonds-Strategie 3. Quartal 2018


01.08.18 10:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Ausblick für das dritte Quartal 2018 erläutert das Team von K2 Advisors seine Einschätzungen zu steigenden US-Zinsen und anderen makroökonomischen Faktoren, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringen können, so K2 Advisors.

Das Team von K2 Advisors sei der Ansicht, dass derartige Einblicke Anlegern helfen könnten, die Argumente für den Erwerb von Alternativen Anlagestrategien besser zu verstehen.

Wohl eine der beliebtesten Ausgaben der "K2 Perspectives" sei im Juni 2014 veröffentlicht worden. Damals habe sich das Team von K2 Advisors auf das unvergessliche Zitat Roy Schneiders aus dem Blockbusterfilm "Der weiße Hai" von 1975 bezogen. Angesichts des aktuellen Zustands der Märkte habe das Team von K2 Advisors dies für einen guten Zeitpunkt gehalten, um noch einmal auf das Thema zurückzukommen.

Das berühmt-berüchtigte Zitat aus "Der weiße Hai" (übrigens eine brillante Improvisation des Schauspielers) erinnert uns sinnbildlich an unsere heutige Situation, so K2 Advisors. Während sich die Rally bei Risikoanlagen fortsetze, würden Anleger - ganz ähnlich wie ihre geplagten Pendants auf der fiktiven Insel Amity - vorsichtig bleiben und sähen sich womöglich gleichzeitig nach einem größeren, oder zumindest besseren Boot um. Vermutlich würden sie nach einem Schiff suchen, das etwas robuster gebaut sei, um so den potenziellen makroökonomischen Risiken zu widerstehen, die knapp unter der trügerisch ruhigen Oberfläche des Marktes ihre Kreise ziehen würden - das sei zumindest das, was das Team von K2 Advisors zweifellos tun würde.

Während die Lage an der Oberfläche weiterhin relativ ruhig bleibe, würden makroökonomische Bedenken (etwa über geopolitische Krisenherde, die zunehmende politische Unsicherheit in Europa, Handelskriege und die gegenläufige Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken) legitime Probleme für die Stabilität der Märkte darstellen. Hinzu komme wohl eines der heute am häufigsten übersehenen Probleme: Die Bedrohung durch kontinuierlich steigende Zinsen in den USA. Da könne man im Hintergrund schon fast die unvergessliche Filmmusik von John Williams hören. Ein dauerhafter und potenziell dramatischer Anstieg der Zinsen könnte sich aus makroökonomischer Sicht als metaphorischer weißer Hai für Portfolios erweisen, die nicht optimal positioniert seien.

Sollten die steigenden Zinsen letztlich in der Tat zuschnappen und am Wachstum knabbern, könnten einige Anleger feststellen, dass sie allmählich vom Markt in die Tiefe gezogen würden. Glücklicherweise brauche die Geschichte an dieser Stelle nicht zu enden und Portfolios seien nicht dazu verdammt, dem Schicksal der USS Indianapolis zu folgen. Nach Ansicht von K2 Advisors gebe es ein besseres Boot: Eines, das nicht nur aus Aktien-Beta und Anleihen-Beta zusammengestellt, sondern auch im Hinblick auf Alpha errichtet worden sei. Wir sind davon überzeugt, dass es diesem Alpha-Boot in einem Umfeld steigender Zinsen recht gut ergehen könnte, sodass es (um unsere Film-Metaphern einmal ein wenig durcheinander zu wirbeln) womöglich lange und in Frieden leben kann, so K2 Advisors.

Das Team von K2 Advisors sehe die Lage folgendermaßen: Wenn die Zinsen deutlich steigen würden, würden Anleihen hierdurch naturgemäß in Mitleidenschaft gezogen, während es Aktien nicht unbedingt allzu schlecht ergehen dürfte. Allerdings sei das Team von K2 Advisors davon überzeugt, dass sich die echte Stärke bei Strategien zeigen werde, die Alpha erzeugen würden, etwa bei Hedgefonds. Eine statistische Analyse des historischen Zusammenhangs zwischen den Renditen auf US-Staatsanleihen und Alpha stütze diese Auffassung.

Wie sich klar erkennen lasse, seien die durchschnittlichen Alpha-Niveaus immer dann besonders niedrig gewesen, wenn die durchschnittlichen Zinssätze ihre Tiefststände erreicht hätten. Während wir uns über die fünf Quintile hinweg jedoch von niedrigen Renditeniveaus hin zu höheren Durchschnittswerten bewegen, sehen wir auch einen entsprechenden Anstieg des Alphas, so K2 Advisors.

Im Durchschnitt seien höhere nominale Renditen auf US-Staatsanleihen (z.B. auf fünfjährige Schatzanleihen) in der Vergangenheit stets mit einer verstärkten durchschnittlichen annualisierten Alpha-Erzielung durch Hedgefonds einhergegangen. Nach Erfahrung von K2 Advisors sei die überwiegende Mehrheit der Hedgefonds im Hinblick auf Zinsrisiken defensiv aufgestellt, während einige Makro-Manager diese als spekulative Chance ansähen.

Die Konsequenzen stark steigender Zinsen auf private und institutionelle Portfolios, insbesondere auf Rentenwertportfolios, könnten unangenehm sein: Neben rückläufigen Renditen würden auch - je nach Durationsrisiko sowie Ausmaß und Geschwindigkeit der Zinsanhebungen - potenziell erhebliche Verluste drohen.

Das Team von K2 Advisors sei davon überzeugt, dass ein Alpha-Boot die beste verfügbare Option biete, um sich gegenüber einem früher oder später zu erwartenden Angriff abzusichern.

Die Unternehmenstätigkeit sei seit Jahresbeginn robust, und K2 Advisors gehe aufgrund des starken Optimismus der Firmenchefs, der Steuersenkungen und der Rückführung von Liquidität davon aus, dass dies so bleiben werde. Die Spreads bei Fusionsarbitragen seien im Vergleich zu den Renditen von US-Staatsanleihen nach wie vor attraktiv, während Sondersituationen und Aktivismus stärker vom Aktienmarkt abhängen würden.

Das Thema einer zwischen den großen Industrie- und Schwellenländern gegenläufigen Zentralbankpolitik sei nach wie vor intakt. In Kombination mit einem prall gefüllten globalen politischen Kalender könnten diese Maßnahmen potenziell für erhebliche Marktvolatilität sorgen - insbesondere an den Zins- und Devisenmärkten (d.h. in Bereichen, an denen Makro-Manager üblicherweise aktiv teilnähmen).

Insbesondere der Ausblick für die Schwellenländer sei eher verhalten, da diese Märkte nach Einschätzung von K2 Advisors gegenüber ausländischen Kapitalströmen (häufig als Reaktion auf die jüngste Wertentwicklung) besonders anfällig seien. Diese Schwäche dürfte früher oder später attraktive Kaufchancen eröffnen. Noch sind wir jedoch nicht an dem Punkt angelangt, an dem wir den Abschwung des Schwellenländerzyklus für beendet erklären würden, so K2 Advisors.

Einen Großteil des Schwellenländer-Engagements erhalte K2 Advisors jedoch über Manager, die entweder äußerst defensiv aufgestellt seien oder aktiv handeln würden. Angesichts des aktuellen Umfelds sind unserer Ansicht nach beide Ansätze einer umfangreichen Netto-Long-Position vorzuziehen, so K2 Advisors.

Unser Ausblick auf Long-Short-Equity-Manager bleibt positiv - insbesondere im Fall von Managern mit globaler Perspektive, so K2 Advisors. Während US-Aktien nach wie vor vom starken Rückenwind aus der Wirtschaft profitieren würden, kämen den Long-Short-Equity-Managern zusätzlich der Volatilitätsanstieg und die zunehmende Streuung zugute, die auf das unvorhersehbare makroökonomische Umfeld, die ständige Präsenz des Themas Handelskrieg in den Schlagzeilen und die anstehenden Zwischenwahlen in den USA zurückzuführen seien. Im Ergebnis erwarte das Team von K2 Advisors, dass die Manager in ihren Long- und Short-Books weiterhin Alpha generieren würden. (Ausgabe vom 31.07.2018) (01.08.2018/fc/a/f)