Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained Fund: Handelskrieg unwahrscheinlich? Fondsanalyse


04.04.18 11:00
Jupiter AM

London (www.fondscheck.de) - Trump bellt lauter als er beißt: Trotz jüngster Meldungen ist ein Handelskrieg auf breiter Front zwischen den USA und China unwahrscheinlich, so Ross Teverson, Fondsmanager des Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV (ISIN LU1148012757 / WKN A12GH4) bei Jupiter Asset Management.

Zwar beobachte man derzeit viel protektionistische Rhetorik, aber letztlich dürfte sich ein vernünftiges Handelsabkommen zwischen beiden Ländern durchsetzen.

Die von der Trump-Administration veranschlagten Zölle im Wert von 60 Milliarden US-Dollar auf chinesische Importe und die darauf folgende Retourkutsche Chinas gegenüber US-Produkten hätten viele Investoren aufgeschreckt. Trotzdem halten die Experten Jupiter Asset Management es für eher unwahrscheinlich, dass es zu einem fundamentalen Handelskrieg kommt, der sich für Aktien auf beiden Seiten des Pazifiks deutlich negativ auswirken dürfte.

Mehrfach sei zu beobachten gewesen, dass bei Trump nichts so heiß gegessen wie es gekocht werde. Bei zahlreichen Gelegenheiten sei zu beobachten gewesen, dass die Trump-Regierung mit einer Extremposition in Verhandlungen gehe - vermutlich um so viel Handlungsspielraum wie möglich zu haben - und sich letztlich mit dem Gegenüber in der Mitte einige. Vor ungefähr einem Jahr hätten Investoren Trump beim Wort genommen und das Ende des nordamerikanischen Freihandelsabkommens ("NAFTA") befürchtet. Heute würden wohl die meisten Beobachter zustimmen, dass an dem vierundzwanzig Jahre alten Abkommen höchst wahrscheinlich nur kleine Anpassungen vorgenommen würden.

Tatsächlich sehe es so aus, dass China und die USA mitnichten Handelsfeinde seien. Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden scheinen weitaus besser zu sein, als es die jüngsten Ankündigungen und die politische Rhetorik vermuten lassen, so die Experten Jupiter Asset Management. Wir haben Grund zu dieser Annahme nicht nur aus der Erfahrung aus NAFTA, so die Experten Jupiter Asset Management. Hinzu komme, dass chinesische Vertreter bereits im Vorfeld der Schlagzeilen-Schlacht der letzten Wochen gegenüber den USA und anderen großen Volkswirtschaften mögliche Konzessionen angedeutet hätten.

Zu Beginn des Jahres habe Chinas Vizepremier Liu He in Davos ins Spiel gebracht, dass sich die chinesische Volkswirtschaft gegenüber Produkten und Dienstleistungen aus Übersee weiter öffnen könnte. Dies würde auch den Schutz des geistigen Eigentums jener Firmen aus dem Ausland beinhalten. Dieser Aspekt sei von Chinas Premier Li Keqiang zuletzt noch einmal wiederholt worden. Es seien solche Entwicklungen, die im sich anbahnenden Konflikt zwischen China und den USA beiden Seiten die Möglichkeit einräumen würden, das Gesicht zu wahren. Es böte für beide Länder die Chance, die negativen Auswirkungen eines eskalierenden Handelskriegs zu vermeiden.

Zu guter Letzt sei noch Folgendes anzumerken: Wie so oft, wenn es um Donald Trump gehe, würden sich die jüngsten Schlagzeilen zum USA/China-Handelskonflikt auf das Wort-Case-Szenario konzentrieren. Aktieninvestoren sollten es allerdings vermeiden, kurzfristige Entscheidungen zu treffen, wenn es zu negativer Berichterstattung bei globalen Handelsbeziehungen komme. (04.04.2018/fc/a/f)





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