Jupiter Flexible Income Fonds: Ein neues Gleichgewicht finden - Rückkehr zur Normalität? Fondsanalyse


08.01.19 14:12
Jupiter AM

London (www.fondscheck.de) - Mit Blick auf 2019 werden wir genau beobachten, ob es den globalen Märkten gelingt, ein neues Gleichgewicht zu finden, so Talib Sheikh, Fondsmanager des Jupiter Flexible Income SICAV (ISIN LU1846714258 / WKN A2JQBF) bei Jupiter Asset Management.

Dabei gehe es darum, die Akzeptanz höherer Zinsen und den Rückgang der enormen Liquidität gegen die relativ guten Aussichten auf ein beständiges, wenn auch unspektakuläres globales Wirtschaftswachstum auszubalancieren. Nach den letzten vier Monaten des Jahres 2018 zu urteilen, sollten sich Anleger auf eine holprige Phase an den Märkten einstellen.

In den letzten zehn Jahren hätten die Zentralbanken die Märkte gestützt, indem sie die Zinsen auf historischen Tiefständen gehalten und durch die quantitative Lockerung rund 15 Billionen US-Dollar in die Weltwirtschaft gepumpt hätten, um das Wachstum nach der Finanzkrise von 2007 bis 2008 wieder anzukurbeln. Diese Maßnahmen hätten zu erheblichen Marktverzerrungen geführt: Allein am Anleihemarkt würden aktuell Staatsanleihen im Wert von rund 8,5 Billionen US-Dollar mit einer Negativrendite rentieren; in der Eurozone seien es 27,5 Prozent der Staatsanleihen (Quelle: J.P. Morgan, 11. August 2018). Das bedeute, dass Investoren dafür bezahlen, diese Papiere zu halten.

Die Notenbanken, allen voran die FED, würden wissen, dass eine derartige Situation langfristig nicht haltbar sei. Nicht umsonst sei ja immer die Rede von einer unkonventionellen Geldpolitik gewesen. Dass die Zinsen seit zwei Jahren wieder steigen würden, liege daran, dass die FED - wie auch die Experten von Jupiter Asset Management - das globale Wirtschaftswachstum inzwischen für ausreichend stark halte, um höhere Kreditkosten verkraften zu können. Der Übergang zu einer Normalisierung der Geldpolitik habe den Märkten sichtbar zu schaffen gemacht und sich in einer hohen Marktvolatilität und negativen Renditen im Verlauf des letzten Jahres für die meisten Anlageklassen außer Barmitteln niedergeschlagen. Die Schwellenländer hätten dies besonders zu spüren bekommen und die Länder und Unternehmen in der Region hätten erhebliche US-Dollar-Schulden angehäuft. Mit der durch den Zinsanstieg bedingten Aufwertung des US-Dollar werde die Rückzahlung dieser Darlehen für sie immer teurer.

Daher stelle sich die Frage: Würden sich die Märkte auf die höheren Zinsen einstellen, wenn die Wirtschaft weiter wachse?

Angesichts der anhaltenden Volatilität an den Märkten würden die Experten von Jupiter Asset Management mit ihrem Fonds weiter auf hochwertige Vermögenswerte wie US-Anleihen und US-Aktien setzen, die beide vom außergewöhnlich starken Wachstum der US-Wirtschaft profitieren würden. Die Experten würden eine breite Diversifikation und einen agilen Ansatz verfolgen. Darüber hinaus würden sie Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern und finanzbezogene Schuldtitel präferieren. Insgesamt sei die Aktienquote in ihrem Portfolio aufgrund des aktuellen Marktklimas aber geringer als sie es normalerweise vielleicht wäre. Nach dem heftigen Ausverkauf der letzten Monate sähen die Experten von Jupiter Asset Management jetzt wieder mehr Potenzial für Wertsteigerungen. Natürlich gebe es einen Punkt, an dem Anlagewerte so günstig seien, dass die Experten versucht sein könnten, mit ihren Portfolios wieder etwas stärker ins Risiko zu gehen. Diesen Punkt hätten sie aber noch nicht erreicht. Doch wenn es so weit sei, dürfte das signalisieren, dass sich die Märkte auf ein neues Gleichgewicht zwischen Liquidität und Wirtschaftswachstum eingependelt hätten. (08.01.2019/fc/a/f)






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