Janus Henderson Horizon Strategic Bond Fund: Strategische Festzinsanlagen - Ende des Zyklus ... Sind wir schon da?


03.12.18 12:30
Janus Henderson Investors

London (www.fondscheck.de) - Das zentrale Thema für die Finanzmärkte dürfte 2019 die Frage sein, ob wir das Ende des Zyklus erreicht haben, so John Pattullo und Jenna Barnard, Manager des Janus Henderson Horizon Strategic Bond Fund (ISIN LU1627460816 / WKN A2DU9K, A2 USD) und Co Heads of Strategic Fixed Income bei Janus Henderson Investors.

Und wenn ja: Wie werde der Zyklus enden?

2018 sei aus Sicht der Experten ein klassisches spätzyklisches Jahr in einem sehr langen Zyklus gewesen, nach dem sich folgende Fragen stellen würden: Werde das Wachstum nachlassen? Habe die expansive Fiskalpolitik der Regierung Trump nur ein Strohfeuer ausgelöst oder wirke sie länger nach (was die Experten bezweifeln würden)? Werde sich eine höhere Inflation durchsetzen? Auch hier seien die Experten ziemlich skeptisch. Und wie gehe es mit der globalen Nachfrage, dem Wachstum bzw. der Inflation weiter und für welche Anlageklasse entscheide man sich?

Das zentrale Risiko für Anleiheinvestoren sei eine plötzlich beschleunigte Verbraucherpreis- oder Lohninflation, auf die Zentralbanken mit aggressiven Zinsstraffungen reagieren würden. Nach unserer Einschätzung leben wir aber in einer viel weniger inflationsanfälligen Welt, so die Experten von Janus Henderson Investors. Wenn Ende des Jahres der Ölpreis falle, was einen Rückgang der Gesamtinflation bewirken würde, bleibe das Risiko von Zinserhöhungen der Zentralbanken. Sie wollten die Zinsen auf ein normaleres Niveau zurückführen, um Spielraum für Zinsstraffungen in der nächsten Rezession zu haben. Bisher hätten das nur die amerikanische und kanadische Zentralbank geschafft. Aus vielerlei Gründen falle es den Notenbanken in anderen Industrieländern schwer, die Zinsschraube anzuziehen.

Das zentrale Risiko für die Unternehmensanleihemärkte besteht darin, dass wir uns in einer spätzyklischen Phase befinden, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Kreditqualität der Unternehmen, die Anleihen aufgelegt hätten, habe sich enorm verschlechtert. Auch das Volumen der Anleihen und die Verwendung der Erlöse würden Fragen aufwerfen. Wenn der Markt Recht habe und man sich in einer sehr späten Zyklusphase befinde, dann würden Unternehmensanleihen bei der nächsten Korrektur der Vermögenspreise unter Druck geraten.

Aber in einer späten Zyklusphase würden sich auch Chancen bieten. Sie sei das schwierigste Umfeld für Anleiheinvestoren wegen der Spread-Weitung - die tendenziell dem Zenit am Aktienmarkt vorausgehe - und weil Renditen sowie Duration sehr unbeständig seien, was es erschwere, Geld zu verdienen. Aber wenn der Zyklus nach unten drehe, könnten Anleiheinvestoren in der nächsten Zyklusphase ansehnliche Erträge mit erstklassigen Staats- und Unternehmensanleihen erzielen.

2018 haben wir unter der Annahme gearbeitet, dass wir uns in einer spätzyklischen Phase befinden, was mehrere Faktoren bestätigen: Der Ölpreis sinkt, den Aktienmärkten fehlt es an Breite, die Renditekurven von Staatsanleihen sind flach, die Spreads von Unternehmensanleihen weiten sich wieder und die Realzinsen steigen, so die Experten von Janus Henderson Investors. Jede Anlageklasse habe ihre These einer spätzyklischen Phase untermauert. Auch der Ausverkauf an den Aktienmärkten und der Absturz des Ölpreises im Oktober würden die Experten in der Einschätzung bestärken, dass sie es mit einer "späteren" Spätphase zu tun hätten.

Diese Tatsache erfordere ein gewisses Maß an Geduld und einen langfristigen Horizont von allen - Anlegern und Kunden. Für kurze Zeit dürften Geldmarktpapiere und Kurzläufer den Markt übertreffen. Wenn dann die Korrelationen mit Aktien sinken würden, könnte es auch mit den Anleiherenditen wieder abwärts gehen. Und wenn die Märkte den Zinshöhepunkt realisiert hätten, würden sich wieder Chancen eröffnen, die Duration erstklassiger Anleihen zu verlängern und damit wieder Geld zu verdienen. An den Aktienmärkten könnte es eine Weihnachtsrally geben, die die Anleiherenditen in die Höhe treiben könnte. In diesem Fall würden die Experten wohl die Duration verlängern, weil sie denken würden, dass dieses Hoch nicht von Dauer sein werde und Wachstum und Inflation ihren Höhepunkt erreicht hätten.

Als Portfoliomanager müssen wir uns und unsere Kunden entsprechend positionieren und geduldig auf die Belohnung warten, so die Experten von Janus Henderson Investors. Manchmal müsse man einfach einen etwas längeren Atem haben, als man anfangs vielleicht gedacht habe. (Ausgabe vom 27.11.2018) (03.12.2018/fc/a/f)





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