J.P. Morgan Global Macro Opportunities Fund: Makro-Strategie bewährt sich bei erhöhter Volatilität - Fondsanalyse


23.03.20 11:30
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ungewissheit über die weitere Verbreitung des Coronavirus verbunden mit deutlichen Einschnitten im öffentlichen Leben und den nicht absehbaren Folgen für die globale Wirtschaft sorgte in den letzten Wochen für dramatische Volatilität an den Kapitalmärkten, so die Experten von J.P. Morgan.

Dass es zusätzlich einen Preiskrieg auf dem Ölmarkt gegeben habe, habe die Märkte noch weiter ins Taumeln gebracht. "Die Corona-Krise lässt sich gut in drei Abschnitte einteilen", erläutere Shrenick Shah, einer der drei Fondsmanager der Makro-Strategie bei J.P. Morgan Asset Management. So sei im Januar hauptsächlich China betroffen gewesen und die Märkte hätten sich zunächst nur um den Einfluss auf die chinesische Wirtschaft und auf globale Lieferketten gesorgt. Mitte Februar habe dann die zweite Phase begonnen, als das Virus auch in anderen Ländern relevanter geworden sei. Noch seien aber in dieser Zeit in einigen Indices Höchststände verzeichnet worden.

Das habe sich jedoch Ende Februar geändert, als die Infektionswelle näher gekommen sei und die Fälle weltweit angestiegen seien. Spätestens als Covid-19 am 11. März zur Pandemie erklärt worden sei, habe sich die globale Dimension der Krise gezeigt. "Dies ist kein typischer Marktschock, denn wir haben es sowohl mit einem Angebots- als auch mit einem Nachfrageschock zu tun, verbunden mit ersten Liquiditätsengpässen", führe Shrenick Shah weiter aus. "Zwar versuchen die Zentralbanken und Regierungen mit fiskalischen und monetären Maßnahmen und Liquiditätsunterstützung entgegenzuwirken. Aber viele dieser Maßnahmen brauchen Zeit und wirken erst mit Verzögerung. Zudem ist die gesamte Situation so unvorhersehbar, dass man einfach weiter beobachten und flexibel reagieren muss." So sei weiter mit erhöhter Volatilität zu rechnen.

Viele Anleger seien nachvollziehbarerweise in einem solchen Umfeld, in dem die Marktvolatilität mancher Indices höher als während der Finanzkrise gewesen sei, verunsichert und würden sich fragen, wie sie ihr Portfolio vor dem Auf und Ab schützen könnten. Die äußerst flexible Makro-Strategie, die Shrenick Shah mit seinen Co-Managern Benoit Lanctot und Josh Berelowitz manage, sei für solche volatilen Marktphasen bestens gerüstet, denn die Manager könnten neben Aktien und Anleihen auch erweiterte Strategien wie Derivate und Währungen zum Einsatz bringen: Damit könne der Global Macro Opportunities Fund (ISIN LU0095938881 / WKN 989946, A (acc) EUR) bei steigenden und fallenden Märkten positive Erträge erzielen. Aufgrund seiner niedrigen Korrelation mit vielen Anlageklassen biete sich der Global Macro Opportunities Fund als ein guter Diversifikator - und in diesen schwankungsreichen Zeiten als Stabilisator - für Portfolios an. Der Diversifikationsaspekt gelte im Portfoliokontext auch mit den meisten anderen Mischfondskonzepten. Der hohe Flexibilitätsgrad des Investmentprozesses ermögliche es zudem, Positionierungen und Engagements schnell an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen.

So hätten sich in dem aktuell sehr volatilen und herausfordernden Marktumfeld seit Jahresanfang die Absicherungsstrategien des Global Macro Opportunities Fund günstig ausgewirkt - per 18. März habe der Fonds in der Anteilklasse A (acc) EUR mit 2,03 Prozent YTD im Plus gelegen. Im Januar 2020, der ersten Phase der Corona-Krise, habe der Fonds beispielsweise von einer defensiveren Währungspositionierung und Untergewichtung von China profitiert. Im Februar habe sich zu Beginn des Monats die Aktienpositionierung ausgezahlt, die in der zweiten Monatshälfte, als es zu der Verkaufswelle an den Aktienmärkten gekommen sei, in Short-Aktien-Engagements umallokiert worden sei. Zum Ende des Februars bis in den März hinein sei dann das Risiko weiter reduziert und beispielsweise die Bandbreite der Netto-Aktienpositionierung auf rund 10 bis 25 Prozent verringert worden.

"Da Optionen aufgrund der Marktvolatilität im Februar teurer wurden, haben wir die Möglichkeiten unseres "erweiterten Werkzeugkastens" noch etwas stärker ausgenutzt und Futures eingesetzt. Unser geringes Aktienrisiko wirkte sich positiv auf die Entwicklung des Global Macro Opportunities Fund aus, da der Markt insbesondere am "Schwarzen Montag", dem 9. März, starken Kursrückgängen ausgesetzt war", so Benoit Lanctot aus dem Fondsmanagement-Team für die Makro-Strategie. Aufgrund der zahlreichen geld- und fiskalpolitischen Rettungsmaßnahmen sei die Aktienpositionierung zuletzt wieder etwas erhöht worden. Der Schwerpunkt liege nun auf Qualitätsaktien vor allem im Technologiesektor bei Reduzierung von zyklischen Titeln. Die Währungsallokation bestehe aus Long-Positionen in Schwellenländerwährungen mit attraktivem Carry und Positionen in Yen aufgrund dessen defensiver Eigenschaften. Zudem gebe es Short-Positionen in Währungen, die unter negativen Auswirkungen von Covid-19 leiden könnten.

"Wir bleiben wachsam, was die neuesten Entwicklungen betrifft, denn wir sind überzeugt, dass der Markt weiterhin sehr sensibel auf negative Nachrichten rund um das Virus reagiert", betone der Makro-Manager und schließe: "Die flexible Anpassung des Portfoliorisikos und der Einsatz von Long- und Short-Engagements haben es uns im bisherigen Jahresverlauf ermöglicht, eine positive Wertentwicklung in fallenden Märkten zu erzielen. Diese Flexibilität wird unserer Meinung nach in dem weiterhin herausfordernden Marktumfeld auch in Zukunft entscheidend sein", betone Benoit Lancetot. (23.03.2020/fc/a/f)






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