JPM Global Macro Opportunities Fund: Weiterhin positives Umfeld für risikoorientiertes Portfolio - Fondsanalyse


01.12.17 09:30
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sehen durch die aktuellen Marktdaten das vorherrschende Bild der allgemeinen Stärke der globalen Wirtschaft bestätigt.

"Das Vertrauen des Privatsektors setzt Investitionsanreize, wodurch die Wachstumsimpulse weiter gestärkt werden dürften", betone Talib Sheikh, Portfolio Manager in der Multi-Asset Solutions Gruppe von J.P. Morgan Asset Management und dort verantwortlich für die Makro-Strategie. Der Experte gehe von einem schrittweisen Anstieg der Inflation aus. "Insgesamt zeigt sich uns ein positives Umfeld für ein risikoorientiertes Portfolio", so Sheikh.

Vor dem Hintergrund, dass die globalen makroökonomischen Trends einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Kapitalmärkte seien, sei der J.P. Morgan Investment Funds - Global Macro Opportunities Fund (ISIN LU0095938881 / WKN 989946, A (acc) EUR) vor fünf Jahren auf eine so genannte Makro-Strategie umgestellt worden. Das bedeute, dass das Management-Team die aktuell marktbeherrschenden volkswirtschaftlichen Themen identifiziere und diese in Anlagestrategien umsetze. Dazu nutze es neben klassischen Investments wie Aktien und Anleihen auch einen "erweiterten Werkzeugkasten'', beispielsweise Strategien, die auf eine relative Wertentwicklung abzielen würden sowie kurzfristige Absicherungsstrategien.

"In diesem äußerst flexiblen Mischfonds können wir unsere besten makroökonomischen Ideen umsetzen. Anleger schätzen, dass die Makro-Trends in unterschiedlichen Marktphasen einen Mehrwert generieren können, das heißt die Trends müssen nicht notwendigerweise positiv sein oder die Märkte steigen. Aufgrund des Makro-Ansatzes ist die Korrelation zu anderen Multi-Asset Fonds sehr gering, das heißt der Fonds eignet sich gut zur Portfoliodiversifikation", erläutere Sheikh. In den letzten fünf Jahren habe er mit seinen Co-Managern James Elliot und Shrenick Shah einen Ertrag von 9,6 Prozent jährlich, auf 12-Monats-Sicht eine Wertentwicklung von 17,9 Prozent erzielt (Anteilklasse A (acc) - EUR nach laufenden Kosten, Stand 29.11.2017).

Talib Sheik setze im Global Macro Opportunities Fund aktuell auf acht langfristige Makrotrends, die das heutige Investitionsumfeld besonders prägen würden. "Ein recht neues Thema für unseren Fonds ist die "breite Technologieakzeptanz": Innovationen und die Einführung neuer Technologien nehmen rasant zu und Technologie findet Eingang in fast jeden Wirtschaftssektor. Die Datenmenge wächst so schnell, dass allein die in den vergangenen zwei Jahren erzeugten Daten über 90 Prozent aller jemals generierten Daten entsprechen. Es handelt sich ganz einfach um ein Thema, das wir nicht ignorieren können", erläutere der Manager. Diese Themen würden naturgemäß am häufigsten im Technologiesektor zum Ausdruck kommen - so sei der Fonds derzeit stark in solchen Titeln investiert. Es würden beispielsweise Hersteller von Halbleitern profitieren, da eine raschere Einführung die zunehmende Nachfrage steigere. Da auch der Anteil von Halbleiterelementen in Alltagsgegenständen wie Autos oder Haushaltsgeräten steige, sollte mit der wachsenden Popularität des "Internet der Dinge" diese Nachfrage weiter zunehmen.

"Die Auswirkungen dieses Trends gehen jedoch weit über den Technologiesektor hinaus. Für den Sektor der nicht-zyklischen Konsumgüter beispielsweise geht von Onlinehändlern wie Amazon eine große Gefahr aus: Die erhöhte Transparenz bei der Preisgestaltung schafft ein schwieriges Umfeld hinsichtlich der Rentabilität. Daher sind wir in diesem Bereich deutlich untergewichtet", beschreibe Sheik weiter, wie der Trend im Portfolio umgesetzt werde. "Das Ausmaß der potenziellen Veränderungen bedeutet, dass Anlageideen generell über eine Verbindung zur Technologie verfügen müssen, wobei sich durch Gewinner und Verlierer in jedem Sektor beträchtliche Anlagemöglichkeiten für aktive Investoren bieten dürften", sage der Experte.

Ein weiteres wichtiges Thema für die Makro-Strategie sei die Entwicklung im China. "Nach vier oder fünf Jahren des Pessimismus sind wir zunehmend zuversichtlich, dass Chinas wirtschaftliche Umgestaltung nachhaltig vonstatten gehen wird, womit wir optimistischer als der allgemeine Marktkonsens sind", so Sheik. Er und seine Co-Manager hätten zunächst vermutet, der Übergang von einer investitions- zu einer konsumgestützten Wirtschaft würde weiterhin holprig verlaufen und erneute Marktstörungen seien möglich. Doch das Wachstum habe in 2017 bisher positiv überrascht und der Umbau der chinesischen Wirtschaft schreite voran.

"Wir gehen in Zukunft von einem stärkeren und nachhaltigeren Wachstum aus: Der Staat hat den Übergang wirkungsvoll unterstützt, indem er den Schwerpunkt auf finanzielle Stabilität und die Umweltpolitik legte und in großem Stil in Forschung und Entwicklung sowie in Innovationen in den Dienstleistungssektoren der New Economy wie zum Beispiel Technologie investierte. Diesem Optimismus verleiht Sheik im Portfolio des Global Macro Opportunities Fund mit Investitionen in einigen der größten, teils staatlichen chinesischen Banken deutlich Ausdruck. "Der Markt nähert sich unserer Einschätzung von 2017, dass die Wahrscheinlichkeit einer Störung des Übergangsprozesses wesentlich geringer und die Perspektiven für das Finanzsystem entsprechend freundlicher sind", so sein Fazit.

Ein weiteres Thema, dass die Märkte beschäftige, sei die Wirtschaft in den USA und die Frage, wie lange der Zyklus noch laufen werde. Laut Sheik seien die US-Konjunkturdaten aber allgemein überzeugend: "Der Konsum erweist sich als robust, Unternehmensinvestitionen nehmen wieder Fahrt auf und der Arbeitsmarkt erzielte weiter Fortschritte. Wir haben daher unsere Einschätzung der US-amerikanischen Wirtschaft vom mittleren auf den späten Konjunkturzyklus geändert. Darüber hinaus erkennen wir keine bevorstehende Rezession: In den letzten drei Konjunkturzyklen dauerte die letzte Phase des Konjunkturaufschwungs zwischen zwei und fünf Jahre. Vor diesem positiven Hintergrund glauben wir, dass der Verlauf der Zinsanhebungen der US-Notenbank (FED) auf den Märkten unterbewertet ist", erläutere Sheikh.

Dies setze das Management im Global Macro Opportunities Fund mit einer Übergewichtung von US-Finanzwerten um: "Ein strafferer Kurs der FED bedeutet bessere Margen für US-amerikanische Banken. Wenn wir also mit unserer Annahme richtig liegen, dass die Straffung der FED größer ist, als der Markt annimmt, dann dürften sich unseren Erwartungen nach die Erträge aus Bankentiteln überdurchschnittlich verbessern. Wir gehen außerdem davon aus, dass sich das regulatorische Umfeld für Banken unter der aktuellen Regierung verbessern wird", so Sheikh. (Ausgabe vom 30.11.2017) (01.12.2017/fc/a/f)






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