Hippokrat-Fonds: 07/2019-Bericht, Wertzuwachs von 0,5% - Fondsanalyse


15.08.19 12:09
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Fondsmanagements des Hippokrat-Fonds (ISIN DE0009792283 / WKN 979228) ist es, mit einer wachstumsorientierten Anlagepolitik einen langfristigen Kapitalzuwachs zu erzielen, so die Experten von Aramea Asset Management.

Das Fondsmanagement sehe keine Anlageschwerpunkte vor, aber zeitweilige Schwerpunktbildungen im Rahmen der taktischen Asset-Allokation seien möglich. Um dies zu erreichen, stünden bei der Auswahl der Anlagewerte die Aspekte des langfristigen Vorsorgesparens, also Werterhaltung und Wachstum auf lange Sicht, im Vordergrund.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Juli uneinheitlich geschlossen. Während der MSCI World-Index in lokaler Währung die positive Entwicklung des Vormonats mit einem Plus von 0,5% habe fortsetzen können, hätten die europäischen Indices eine Verschnaufpause verzeichnet. So habe der EURO STOXX 50-Index nahezu unverändert mit -0,1% tendiert, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe leicht um 0,3% zugelegt.

Ein großer Treiber sei einmal mehr die Geldpolitik gewesen. Hoffnungen der Investoren auf Lockerungsmaßnahmen hätten die Aktienmärkte im Vorfeld der Sitzung der EZB steigen lassen. Die Notenbank habe dann auch entsprechende Schritte angekündigt: Neben einer Zinssenkung dürfte es einen Staffelzins für Banken und ein neues Anleihekaufprogramm geben. Die Börsen hätten im Nachgang der Sitzung allerdings etwas abgegeben, da Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi in der Pressekonferenz von den Investoren als weniger expansiv interpretiert worden seien. Positiv aufgefasst hätten die Marktteilnehmer die Nominierung von Christine Lagarde als EZB-Präsidentin. Es sei davon auszugehen, dass die bisherige IWF-Chefin an der lockeren Geldpolitik festhalte.

Das konjunkturelle Umfeld habe dagegen die Börsen belastet. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone sei im Juli auf 46,4 Punkte gefallen - und liege damit deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Diverse Gewinnwarnungen würden zeigen, dass der abgeschwächte Welthandel bereits Spuren bei den Unternehmen hinterlasse.

In Großbritannien habe Boris Johnson die Wahl zum Premierminister für sich entscheiden können. In diesem Zuge habe er in seinem Kabinett weitere Brexit-Hardliner um sich geschart. Mit seiner Wahl sei das Risiko für einen harten Brexit gestiegen.

Für die europäischen Staatsanleihen sei der Juli insgesamt ein sehr erfreulicher Monat gewesen. Vor allem habe der Markt in der zweiten Monatshälfte im Vorfeld der EZB-Sitzung deutlich nach oben tendiert. Auf Indexebene (iBoxx € Sovereigns) habe der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent zugelegt, dabei sei zum Monatsende ein Jahreshöchststand erzielt worden. Kurz nach der EZB-Pressekonferenz hätten die Märkte zunächst einen Teil ihrer Zuwächse wieder abgegeben, da Präsident Draghi trotz der wirtschaftlich schlechten Lage im Euroraum keine ausgeprägten Rezessionsgefahren sehe. Dies habe die Anleger dann doch etwas am Umfang kommender EZB-Maßnahmen zweifeln lassen. Dennoch habe sich der insgesamt freundliche Trend bis zum Monatsende fortgesetzt. Die Risikoprämien - gemessen am iTraxx Europe Main sowie iTraxx Europe Crossover - hätten sich um zwei bzw. einen Basispunkt eingeengt, auf nunmehr ein Niveau von 50 bzw. 253 Basispunkten.

Auch auf der Rohstoffseite sei nach den fulminanten Kursanstiegen des Vormonats ein wenig Ruhe eingekehrt. Ein Fass der Sorte WTI Crude Oil habe nahezu unverändert 58,58 USD gekostet. Gold habe sich in USD um 0,3% verteuert und sich einmal mehr als Zufluchtsort in unsicheren Zeiten bewiesen. (Stand vom 31.07.2019) (15.08.2019/fc/a/f)





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