Henderson Horizon Emerging Market Corporate Bond Fund: EM-Unternehmensanleihen - Strategisch oder taktisch?


08.09.17 11:00
Janus Henderson Investors

London (www.fondscheck.de) - Unternehmensanleihen aus Schwellenländern (EM) bieten einzigartige Alpha-Chancen und ansehnliche Renditen bei mit Investment-Grade-Titeln ähnlichen Merkmalen, so Steve Drew, Leiter Emerging Market Credit von Janus Henderson Investors im Kommentar zum Henderson Horizon Emerging Market Corporate Bond Fund (ISIN LU1120394736 / WKN A12DPW).

Angesichts des weltweit niedrigen Inflationsniveaus und geringen Wachstums dürften sich EM-Unternehmensanleihen mit ihren wenig schwankenden Erträgen positiv abheben. Aus diesen Gründen halten die Experten von Janus Henderson Investors eine strategische Allokation in EM-Unternehmensanleihen für sinnvoll.

Für Anleger auf der Suche nach stabilen Renditen könnten Schwellenländeranleihen eine attraktive Anlagemöglichkeit sein. Die Assetklasse bestehe zu 60% aus Investment-Grade-Titeln, die sich (verglichen mit anderen Fixed-Income-Assetklassen) durch niedrige Volatilität und geringe Verluste auszeichnen würden. Vor allem aber biete die Anlageklasse mit über 1.200 Anleihen aus 52 Ländern und zwölf Sektoren im JPM CEMBI Index ein breites Spektrum an Investmentchancen. Für aktive Fondsmanager wie die Experten von Janus Henderson Investors hält sie unzählige erstklassige Alpha-Chancen bereit. Mit ihrem Anlageansatz möchten die Experten zum einen an positiven Marktentwicklungen partizipieren und Anleger zum anderen vor Abwärtsrisiken schützen.

Der Markt für Unternehmensanleihen aus Schwellenländern sei aus dem EM-Staatsanleihemarkt hervorgegangen und in den letzten zehn Jahren deutlich gewachsen. Gemessen am Nennwert der umlaufenden EM-Unternehmensanleihen belaufe sich das Volumen des Marktes auf mehr als das Doppelte seines Pendants für Staatsanleihen in Hartwährung.

In ihren Anfängen habe sich bei dieser Assetklasse alles um das jeweilige Schwellenland und dessen Bonität gedreht. Viele Unternehmen in Schwellenländern seien kurz nach ihrer Gründung zunächst mehr oder weniger auf staatliche Unterstützung angewiesen gewesen. Dementsprechend seien sie als Emittent als "verlängerter Arm" des jeweiligen staatlichen Emittenten bewertet worden. Nach der Privatisierung bzw. Ausgliederung hätten sich Schwellenländerunternehmen um eine breitere Streuung ihrer Finanzierungsbasis bemüht, sodass die Anlageklasse langsam größer geworden sei. Knapp zwanzig Jahre danach seien EM-Unternehmensanleihen als Assetklasse nun nicht nur größer, sondern auch vielseitiger als die Anlageklasse der EM-Staatsanleihen.

Und anlegerfreundlich seien sie auch. So würden beispielsweise über 70% der Emittenten entweder nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) oder nach US GAAP bilanzieren, was die Analyse von Abschlüssen und Vergleiche zwischen Unternehmen aus verschiedenen geografischen Regionen vereinfache. Überdies seien die Rechnungslegungsgrundsätze in diversen Ländern wie Mexiko, Brasilien und China den gemäß IFRS/US-GAAP definierten Standards sehr ähnlich. Weitere 15% der Emittenten gemessen am Nettovermögenswert würden nach diesen Regeln bilanzieren. Und schließlich seien über 85% der Emittenten von EM-Unternehmensanleihen börsennotiert. Das sorge für mehr Transparenz und wirke sich positiv auf die Unternehmensführung aus.

Unterdessen würden die Volkswirtschaften der Schwellenländer an Stärke gewinnen und inzwischen über 57% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften gemessen an der Kaufkraftparität (IWF Weltwirtschaftsausblick, Oktober 2016). Früher habe man beim Schwellenländeruniversum von Rohstoffen wie Öl, Eisenerz oder landwirtschaftlichen Produkten abhängige Emittenten assoziiert. Inzwischen habe sich der Markt jedoch deutlich gewandelt. Mit dem Wachstum der Volkswirtschaften habe sich auch die Lage für die einzelnen Wirtschaftszweige gebessert, sodass die Emittentenbasis an Breite und Tiefe gewonnen habe. Parallel dazu habe sich, wie erwähnt, ein stetiges Wachstum der EM-Anleihemärkte vollzogen. Heute würden sich am Markt die unterschiedlichsten Teilnehmer und Emittenten aus allen Branchen tummeln, von Finanzen und Versorgern über Transport bis hin zu Industrie.

Die Liste der Unternehmen reiche von systemrelevanten staatlichen Unternehmen wie Petrobras in Brasilien oder State Grid in China bis hin zu multinationalen Konzernen wie dem brasilianischen Fleischverarbeiter JBS (Nummer Eins weltweit) oder dem koreanischen Autobauer Hyundai Motor. Einige Unternehmen wie Fibria (brasilianischer Zellstoff- und Papierhersteller) würden sich nahezu ausschließlich auf den Export konzentrieren, während andere Akteure wie der chinesische E-Commerce-Spezialist Alibaba hauptsächlich auf dem Binnenmarkt aktiv seien. Die Emissionen würden von Unternehmen mit und ohne Fremdwährungsrisiko stammen, wobei einige dazu übergegangen seien, das Währungsrisiko abzusichern.

Anlegern, die ihrer Einschätzung Ausdruck verleihen möchten, biete das Universum der EM-Unternehmensanleihen ein breites, vielseitiges Spektrum an Emittenten mit unterschiedlichen makroökonomischen, länder- oder branchenspezifischen, durations- oder bonitätsbedingten Treibern. Folglich würden sich zahlreiche Chancen bieten, um Alpha zu generieren.

Die Assetklasse EM-Unternehmensanleihen wachse unaufhaltsam. Inzwischen hätten EM-Unternehmensanleihen ihre jeweiligen EM-Staatsanleihen überflügelt: Ihr Anteil am EM-Anleiheuniversum belaufe sich insgesamt aktuell auf 67% gegenüber 47% vor zehn Jahren. Und mit der grundlegend besseren Lage der EM-Volkswirtschaften habe sich auch die Bonität der Assetklasse gebessert. 2016 habe sich der Anteil von Unternehmensanleihen an der Kategorie Investment Grade auf 64% belaufen, verglichen mit 40% im Jahr 2000.

Heute seien viele Firmen aus Industrieländern stärker in Schwellenländern aktiv als manche ihrer EM-Wettbewerber. Anleger, die Unternehmensanleihen aus Schwellenländern kaufen würden, würden sich damit nicht selten Papiere äußerst solider Firmen ins Depot legen, die ihren Sitz lediglich am "falschen" Ort hätten. Viele dieser Unternehmen würden inzwischen auch bei der weltweiten Konsolidierung kräftig mitmischen, da sie sich oftmals Rivalen aus Industrieländern einverleiben würden.

EM-Anleihen seien eine Investment-Grade-Anlageklasse, die sich durch geringere Volatilität und höhere Renditen als vergleichbare Anleihen aus Industrieländern auszeichne. Darüber hinaus biete sie zusätzliche Diversifizierungsvorteile, die ihr Pendant in den Industrieländern nicht ohne Weiteres zu bieten habe. EM-Unternehmensanleihen würden traditionell vergleichsweise hohe Renditen abwerfen bei zugleich geringer Korrelation mit bestimmten anderen Anleihemärkten wie etwa Staatsanleihen aus etablierten Ländern. Und nicht zuletzt würden die Renditen bei EM-Unternehmensanleihen nach wie vor zu den höchsten zählen, die aktuell an den Festzinsmärkten zu haben seien. Aus diesen Gründen lohnt sich nach Erachten der Experten von Janus Henderson Investors eine strategische Allokation in diese Anlageklasse.

Die allgemeine Stärke des EM-Festzinsmarktes werde durch nachhaltige, wiederkehrende Mittelzuflüsse in die Assetklasse untermauert. Nach den Analysen der Experten von Janus Henderson Investors stammen diese von Anlegern auf der Suche nach stabilen Renditen. Konstante Mittelzuflüsse in Höhe von 1 bis 2 Mrd. USD pro Woche seit Juni 2016 (abgesehen von wenigen Wochen während und nach der US-Präsidentschaftswahl) würden die Vermutung nahe legen, dass Anleger strategisch und vermutlich breit angelegt in die Anlageklasse investieren würden. Als mögliche Quellen kämen asiatische Lebensversicherungsgesellschaften, Staatsfonds und Pensionskassen infrage. Angesichts des für EM-Unternehmensanleihen aufkeimenden Marktes für börsengehandelte Fonds (ETFs) dürften sich die hohen Mittelzuflüsse in diese Fonds und damit das aktuell günstige technische Umfeld fortsetzen.

Es gebe zuletzt die starke wechselseitige Beziehung zwischen Mittelzuflüssen und Rendite des JP Morgan CEMBI Index. So würden sich die Zuflüsse in den Renditen recht gut widerspiegeln. Die Experten von Janus Henderson Investors glauben daher, dass der Markt Spielraum für weiteren Wertzuwachs hat.

Neben soliden technischen Faktoren sei auch das makroökonomische Umfeld günstig. Generell würden die Märkte von den historisch beispiellosen Interventionen der Notenbanken rund um den Globus profitieren. Die daraus resultierende schwache Volatilität komme Anlegern in vielen Assetklassen zugute. Und nachdem zuletzt nennenswerte systemische Probleme ausgeblieben seien, gehe der aktuelle Bullenmarkt nun in sein neuntes Jahr. Aber abgesehen von der stabilen Marktlage seien nicht nur Zinsen und Inflation, sondern, wie nicht anders zu erwarten, auch das Wachstum niedrig gewesen. Und diese Rahmenbedingungen würden nach wie vor in den USA und den meisten Ländern Europas sowie in einer Handvoll Schwellenländern wie Brasilien vorherrschen. Einige Länder hätten davon jedoch auch profitiert, so etwa China und Chile, zwei Exportländer mit solider Haushaltslage.

Für Schwellenländeranleihen am besten geeignet ist nach Erachten der Experten von Janus Henderson Investors ein ganzheitlicher Anlageansatz, der Makro- und Mikrofaktoren berücksichtigt. Sie würden ihr Portfolio in Anlehnung an einen Index verwalten, ohne jedoch dessen Nachbildung anzustreben. Wichtig sei vor allem, dass die Experten das Verlustrisiko aktiv steuern würden, während sie an keine bestimmte Länder-, Sektor-, Durations- oder Titelallokation gebunden seien. Für sie bestehe jede Anlage aus der Summe ihrer Einzelteile, sodass es gleichzeitig verschiedene Faktoren zu berücksichtigen gelte. Die Experten seien überzeugt, dass ihr ganzheitlicher Ansatz eine umfassende, sorgfältige Einschätzung der jeweiligen Anlagemöglichkeit ermögliche.

Da die Assetklasse EM-Unternehmensanleihen aus einer Staatsanleihestrategie hervorgegangen ist, vertrauen viele unserer Mitbewerber bei ihren Anlageentscheidungen immer noch vor allem auf ihre Länderanalysen, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Strategie der Experten hingegen basiere auf fundamentalen Unternehmensanalysen mit besonderem Schwerpunkt auf deren Bonität. Das Timing ihrer Anlagen würden sie anschließend unter anderem anhand makroökonomischer Faktoren bestimmen, wobei die Marktliquidität und technische Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen würden. Die Erfahrung der Experten zeige, dass sich EM-Unternehmensanleihen nicht allein anhand des Länderrisikos bewerten lassen würden. Das sei auch der Grund, warum sie in Unternehmen anlegen würden und nicht in Länder.

Privatisierungen, strukturelles Wachstum sowie internationale M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) würden den Markt für EM-Unternehmensanleihen weiter anheizen. Und wegen der rückläufigen Inanspruchnahme von Bankkrediten zur Unternehmensfinanzierung werde die Bandbreite an Emittenten aus verschiedenen Ländern und Branchen sowie entlang der Kreditkurve weiter zunehmen. Heute würden sich zahlreiche und vielfältige Anlagechancen im Segment der EM-Unternehmensanleihen bieten. Dank der wachsenden Wirtschaftskraft der Schwellenländer habe sich auch deren Bonität verbessert, und Anleger würden diese rasant wachsende Anlageklasse inzwischen optimistischer beurteilen.

Nach Auffassung der Experten von Janus Henderson Investors ist der Ansatz von Janus Henderson für EM-Unternehmensanleihen am besten geeignet, um die Chancen dieses dynamischen Marktes optimal zu nutzen. In ihrer Performance mit erstklassigen Erträgen und niedriger Volatilität spiegele sich die einzigartige Anlagephilosophie der Experten wider. (Ausgabe vom 07.09.2017) (08.09.2017/fc/a/f)





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