GAMAX Funds zur Corona-Krise: Jetzt trennt sich an der Börse die Spreu vom Weizen


19.03.20 12:00
GAMAX Funds

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Das Corona-Virus hinterlässt seine Spuren auf den internationalen Finanzmärkten: Der DAX ist diese Woche erstmals seit 2016 unter 9.000 Punkte gefallen und der US-Index S&P 500 verlor am Montag zur Börseneröffnung so stark an Wert, dass der Handel für 15 Minuten ausgesetzt wurde, so die Experten von GAMAX Funds.

Asset Manager und Fondsanbieter weltweit würden auf die Kursstürze reagieren. So habe das Management des GAMAX Funds Junior die Cash-Quote auf das Maximum von zehn Prozent hochgefahren. Besondere Vorsicht gelte im Moment bei Unternehmen aus den Bereichen Touristik und Gastronomie sowie Unterhaltungskonzernen, deren Angebote erfordern würden, dass der Kunde physisch anwesend sei, also beispielsweise Konzerte oder Freizeitparks. Fondsmanager Moritz Rehmann sage: "Wir behalten die Situation genau im Blick. Aber solange man nicht von einer neuen Finanzkrise oder einem globalen Wirtschaftskollaps ausgeht, macht die aktuelle Marktreaktion einen überzogenen Eindruck."

Hinzu komme, dass verschiedene Branchen unterschiedlich stark betroffen seien. Neben Touristik und Unterhaltung habe auch die Sportartikel-Branche zu kämpfen: So rechne adidas in China mit Umsatzeinbrüchen von bis zu einer Milliarde Euro. Nike schließe seine Shops in Westeuropa. Auch die Absage und das Verschieben von Großveranstaltungen treffe die Branche. "Die Corona-Krise wird im Jahresergebnis 2020 ihre Spuren hinterlassen. Aber gerade größere Konzerne sind gut genug aufgestellt, um solch ein temporäres Event zu überstehen", so Rehmann.

Für einige Branchen könnte die Krise jedoch auch eine Chance sein. Viele Regierungen würden die Bürger dazu aufrufen, soziale Kontakte zu meiden, Veranstaltungen würden abgesagt, Freizeiteinrichtungen würden schließen und in manchen Regionen herrsche sogar eine Ausgangssperre. Das könnte positive Impulse sowohl für den Gaming-Sektor als auch für Streaming-Dienstleister setzen. Viele Medien hätten in den vergangenen Tagen bereits umfassende Artikel mit Serien- und Film-Tipps veröffentlicht.

Auch die Bereiche Payment und Online-Shopping, besonders im Lebensmittel-Bereich, könnten profitieren. "Die Menschen gehen bewusst seltener aus dem Haus und versuchen, möglichst wenig mit Bargeld zu zahlen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Online- und Mobile-Payment sind aktuell die Zahlungsmittel der Wahl", so Rehmann.

Für Anleger, die in Markenunternehmen investieren wollten, biete der aktuelle Stresstest die einmalige Gelegenheit, genau zu beobachten, wie sich ein Unternehmen in der Krise schlage. Rehmann dazu: "Aktuell trennt sich an der Börse zu einem gewissen Grad die Spreu vom Weizen. Unternehmen, die diesen Rücksetzer überstehen und danach ihr Comeback schaffen, sind dann auch langfristig ein Investment wert." Von übereilten Käufen rate er jedoch ab: "Um Chancen direkt wahrzunehmen, erscheint es aktuell noch zu früh, der Staub sollte sich hier erstmal etwas legen." (19.03.2020/fc/a/f)





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