Franklin US Opportunities Fund: Warum US-Aktien auch 2020 weiter zulegen könnten


11.02.20 12:00
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Trotz der aktuellen Unsicherheiten an den Märkten sieht Grant Bowers von der Franklin Equity Group, Manager des Franklin US Opportunities Fund, mehrere Gründe für Optimismus in Bezug auf den Ausblick und glaubt, dass ausgewählte US-Aktien noch Spielraum haben, um 2020 weitere Kursgewinne zu erzielen.

In den letzten Monaten haben wir insbesondere von wachstumsorientierten Anlegern Fragen darüber erhalten, ob der Bullenmarkt bei US-Aktien über genügend Spielraum verfügt, um sich auch in den nächsten Jahren fortzusetzen, so die Experten von Franklin Templeton. Dies sei eine verständliche Sorge, wenn man bedenke, dass die USA seit Juni 2009 eine der längsten jemals verzeichneten Phasen wirtschaftlichen Wachstums durchlaufen würden. Verglichen mit ähnlichen früheren Wachstumsphasen sei die Entwicklung allerdings sehr flach und langsam verlaufen. Dieses langsamere Wachstum sei auf die Schwere der globalen Finanzkrise vor einem Jahrzehnt zurückzuführen. Auch das darauf folgende, von geringer Inflation und niedrigen Zinsen geprägte Umfeld habe eine Rolle gespielt.

Auch wenn Marktkommentatoren Sorgen über die Dauer des aktuellen Zyklus anmelden würden und die Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus die Märkte beunruhige, würden sich US-Aktien nach wie vor in der Nähe ihrer Allzeithochs bewegen. Wenn man die Daten und die aktuellen Geschehnisse am Markt betrachte, komme man zu dem Schluss, dass diese spätzyklische Phase sehr viel länger andauern könne als weitläufig erwartet werde. Unserer Analyse zufolge deuten Kennzahlen wie etwa das zukunftsgerichtete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500-Index darauf hin, dass die Bewertungen US-amerikanischer Aktien ihren historischen Durchschnittswerten entsprechen, so die Experten von Franklin Templeton.

US-Aktien seien zwar nicht günstig, die Experten von Franklin Templeton würden sie jedoch auch nicht für überteuert halten. Die Experten seien der Ansicht, dass die Entscheidung der US-Notenbank, ihre Zinsen in 2019 zu senken, ein günstiges Umfeld für weiteres Wachstum bei US-Aktien geschaffen habe.

Selbst bei einer recht optimistischen Einschätzung des wirtschaftlichen Umfelds seien sich die Experten von Franklin Templeton der Tatsache bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit erheblicher Kursgewinne an den Märkten in dieser Phase des Zyklus künftig sinken dürfte. Zudem würden die Experten davon ausgehen, dass diese Anstiegsphasen mit einem höheren Volatilitätsniveau einhergehen würden. Aus diesen Gründen seien die Experten der Ansicht, dass Selektivität und ein aktives Management wichtige Elemente darstellen würden, die Anleger auf jeden Fall in Betracht ziehen sollten.

Nach Erachten der Experten von Franklin Templeton könne die US-Wirtschaft über einen sehr viel längeren Zeitraum, als von vielen Marktbeobachtern derzeit angenommen werde, um etwa 2% bis 3% pro Jahr wachsen. Diese Einschätzung beruhe auf zwei wesentlichen Faktoren: Der Stärke des Konsumsektors und den Unternehmensgewinnen.

Die US-amerikanischen Verbraucher würden nun schon seit vielen Jahren von einem robusten Beschäftigungswachstum in den USA profitieren und sich stark genug fühlen, um größere Anschaffungen zu tätigen.

Zudem haben wir in den letzten beiden Jahren ein gewisses Maß an Lohnwachstum verzeichnet, was sich ebenfalls positiv auf die Verbraucherausgaben ausgewirkt hat, so die Experten von Franklin Templeton.

Die Experten von Franklin Templeton würden die Stärke des Verbrauchersektors auch weiterhin genau im Auge behalten, da er einen der wichtigsten treibenden Faktoren für die US-Wirtschaft insgesamt darstelle - auf ihn würden rund zwei Drittel des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts entfallen.

Darüber hinaus würden die Experten von Franklin Templeton auf die Verschuldungsniveaus und die Verschuldungsquoten der Verbraucher achten, die im Vergleich zu historischen Durchschnittswerten weiterhin niedrig seien. Verbraucher hätten zwar mehr Schulden aufgenommen, sie hätten ihre Ausgaben allerdings nicht so erhöht, wie dies in früheren Phasen von Konjunkturzyklen bzw. bei konjunkturellen Höchstständen der Fall gewesen sei.

Die Gewinne hätten sich in den USA Ende des vergangenen Jahres ein wenig abgekühlt, der Markt habe jedoch darüber hinweggesehen und sich stattdessen auf die Aussichten für das Jahr 2020 konzentriert. Man sehe Anzeichen dafür, dass der Ausblick für die Unternehmensgewinne heute allgemein positiver sei als noch vor ein paar Monaten. Die Experten von Franklin Templeton würden glauben, dass sich die Ertragslage künftig weiter verbessern könnte.

US-Unternehmen dürften von einer Erholung des globalen Wachstums profitieren, da ca. 40% der Gewinne multinationaler Konzerne im Ausland erzielt würden. Im Zuge wachsender Erträge würden die Experten mit weiteren Aktienrückkäufen und Dividendensteigerungen sowie mit Investitionen in das Kerngeschäft rechnen. Als aktive Anleger haben wir die Gelegenheit, mit Führungskräften und Managementteams zahlreicher Unternehmen zu sprechen, so die Experten von Franklin Templeton. Von ihnen hätten die Experten gehört, dass sie in Technologien wie künstliche Intelligenz und Datenanalysen investieren würden, um ihre Produktivität zu steigern und ihre Investitionen zu optimieren, anstatt neue Fabriken zu bauen oder weitere Maschinen zu kaufen.

Angesichts des niedrigen, langsamen Wirtschaftswachstums, das sich unseres Erachtens fortsetzen wird, gehen wir davon aus, dass Unternehmen mit "idiosynkratischen Wachstumstreibern" am besten abschneiden werden, so die Experten von Franklin Templeton. Die Experten würden Unternehmen bevorzugen, die mit langfristigen Marktänderungen umgehen und durch den digitalen Wandel verursachte Neuerungen integrieren könnten. Unser Schwerpunkt liegt auf hochwertigen Unternehmen, die Innovationen und die Digitalisierung nutzen, um die Art und Weise zu verändern, in der wir kommunizieren, einkaufen, reisen und unseren Alltag leben, so die Experten von Franklin Templeton.

Dabei würden die Experten sämtliche Branchen einbeziehen: Von IT über Konsumgüter bis hin zur Industrie. In dem heutigen Umfeld, das sich durch die Robotik und Automatisierung, soziale Bewegungen, Klimawandel und andere Dynamiken tagtäglich verändere, möchten die Experten in innovative Unternehmen investieren, deren Vision darin bestehe, das Tempo und das Ausmaß von Veränderungen zu bewältigen und beständiges Wachstum zu erzielen.

Zu den verschiedenen Themen, für die sich die Experten von Franklin Templeton begeistern und die sie beobachten würden, würden künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Cloud Computing, Cybersicherheit, digitale Zahlungssysteme und Fintech sowie die immer stärkere Vernetzung gehören. Bei diesen von ihnen festgelegten wichtigen Anlagethemen würden die Experten davon ausgehen, dass sie in zehn Jahren noch relevanter sein würden. Die Experten möchten das Potenzial dieser und weiterer Innovationen für die Vermögensbildung mit langfristigem Anlagehorizont nutzen.

Zölle und Handelsbeschränkungen würden kurzfristig wohl die größten Unsicherheiten auf den Finanzmärkten darstellen. Außerdem würden 2020 die US-Präsidentschaftswahlen die Schlagzeilen beherrschen. Jeder dieser Faktoren habe das Potenzial, sich merklich auf den Welthandel und das regulatorische Umfeld in den USA auszuwirken - ob im Guten oder im Schlechten, werde sich zeigen.

Und nach Erachten der Experten von Franklin Templeton sei es wahrscheinlich, dass jeder der genannten Faktoren zu Marktvolatilität führen werde. Gleichzeitig rücke die Sorge um das Inflationsrisiko in den Hintergrund, weil die disinflationäre Wirkung neuer Technologien eine großflächige Inflation in Schach zu halten scheine. Der US-Arbeitsmarkt sei robust. Die Löhne würden zulegen und die Preise würden steigen, wenn auch moderat. Während dies einen förderlichen Hintergrund für die Konsumausgaben in den USA darstelle, wäre ein deutlicher Inflationsanstieg ein Warnzeichen für das Wirtschaftswachstum, weil sich die US-Notenbank (Federal Reserve) wahrscheinlich zu Zinserhöhungen berufen fühlen würde.

Unabhängig davon würden die Experten von Franklin Templeton zur Erreichung ihres Anlageziels (Kapitalwertsteigerung) über kurzfristige, vorübergehende Marktbedingungen und politische Risiken hinausblicken. Sie würden sich auf die langfristige Wettbewerbsposition und das dauerhafte Wachstumspotenzial der Unternehmen konzentrieren. Als aktive Anlageverwalter würden sie Marktrisiken beobachten, ihren Anlageschwerpunkt jedoch auf innovativen Unternehmen mit dynamischen Geschäftsmodellen belassen, die sich ihres Erachtens unabhängig von den makroökonomischen Bedingungen gut entwickeln könnten. (Ausgabe 97 vom Februar 2020) (11.02.2020/fc/a/f)





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