Franklin Technology Fund: Zukunftsmarkt selbstfahrende Autos - Fondsanalyse


07.02.18 09:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Technologie sorgt in nahezu jeder Branche für einen Wandel, so die Experten von Franklin Templeton im Kommentar zum Franklin Technology Fund.

Selbstfahrende Autos hätten auf Dauer das Potenzial, die Art zu leben, zu arbeiten und zu fahren zu verändern. Diese Entwicklung schaffe unzählige Investmentchancen, die vor Jahrzehnten noch unvorstellbar gewesen seien.

Es ist keine Frage mehr, ob, sondern wann die ersten Kraftfahrzeuge selbstständig auf unseren Straßen unterwegs sein werden, so die Experten von Franklin Templeton. Die Erwartungen an das autonome Auto seien hoch. Das Verhalten der Konsumenten werde sich grundlegend wandeln, alteingesessene Konzerne würden sich verändern, neue Player entstünden und würden bis dato unbekannte Bereiche erschließen. Anleger, die sich rechtzeitig positionieren würden, hätten die Chance, an diesem möglichen Trend zu partizipieren.

Die meisten Menschen verstünden unter autonomem Fahren ins Auto einsteigen, Ziel eingeben, zurücklehnen und die voll automatische Fahrt genießen. Aktuell sei dies Zukunftsmusik. Aber die Experten von Franklin Templeton fragen sich, wie weit wir davon noch entfernt sind. Beim autonomen Fahren werde zwischen fünf Hierarchiestufen unterschieden: Bei Stufe 1 werde der Fahrer von wenigen Assistenzsystemen unterstützt. In Stufe 2 übernehme das Auto schon einzelne Aufgaben, wie beispielsweise automatisches Einparken, Spurhalten und Stau-Assistent. Bereits in Stufe 3 fahre das Auto hochautomatisiert, wechsle selbstständig die Spur und passe die Geschwindigkeit an die Verkehrssituation an, allerdings werde der Fahrer regelmäßig aufgefordert, das Steuer zu übernehmen. Bei Stufe 4 übernehme das Fahrzeug nahezu alle Funktionen und fordere den Fahrer nur noch in wenigen Fällen zum Eingreifen auf. Komplett autonom, ohne menschliches Zutun und Eingreifen, sei das Fahrzeug dann in Stufe 5 unterwegs.

Aktuell befänden sich die meisten Automobilhersteller entwicklungstechnisch bei Stufe 2 bis 3. Doch bereits in wenigen Jahren sollten hochautomatisierte Fahrzeuge Realität werden. So rechne beispielsweise das Beratungsunternehmen Roland Berger bereits im Jahr 2020 mit Stufe-3-Fahrzeugen auf der Autobahn. Fünf Jahre später sollten diese Autos auch in urbanen Gegenden unterwegs sein und ab 2030 könnten laut Roland Berger völlig selbstständig fahrende Autos zum Straßenbild gehören.

Es gebe vermutlich kaum einen großen Automobilhersteller, der sich nicht mit der Entwicklung autonomer Fahrzeuge beschäftige - sowohl Industrie als auch Investoren würden sich Hoffnungen auf einen lukrativen Markt machen. Allein bis zum Jahr 2020 würden beispielsweise die Autoexperten vom Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen mit einem Umsatz bei Assistenten und teilautomatisierten Systemen von etwa 55 Milliarden Euro rechnen. Für 2030 werde sogar ein Anstieg auf über 300 Milliarden Euro prognostiziert.

Neben den etablierten Autoherstellern würden auch bis dato branchenfremde Unternehmen versuchen, sich ein Stück dieses großen Kuchens zu sichern. Konzerne wie Google mit ihrem selbstfahrenden Auto seien hier nur der Anfang. Vor kurzem habe Franklin Templeton Investments eine Reihe von Branchenexperten zusammengebracht, um mit ihnen über die Zukunft selbstfahrender Fahrzeuge zu sprechen.

Vor allem im Lkw-Bereich würden die Experten eine große Nachfrage erwarten. Da ein Lkw im Vergleich zu einem Pkw in der Regel deutlich mehr Kilometer pro Jahr fahre, benötige er mehr Kraftstoff, Arbeitsaufwand, usw. Somit seien die Ausgaben für all dies viel höher. Bereits bei einem Stufe-1-bis-2-Level, wenn beispielsweise die Geschwindigkeit einer Lkw-Flotte synchronisiert werde und es zu aerodynamischen Verbesserungen komme, könnten 5% bis 10% an Kraftstoff eingespart werden, was die Kosten deutlich reduziere. Zudem könnte je nach Automatisierungsgrad die Fahr- bzw. Einsatzzeit des Lkw massiv ausgeweitet werden, da sich die Ruhezeiten des Fahrers und somit auch die Standzeiten verkürzen würden.

Ein Bereich, der in Zukunft eine große Rolle beim autonomen Fahren spielen werde, sei Software. Die Automobilbranche, einst eine Hardware-Welt, wandle sich in eine auf Software ausgerichtete Welt. Ohne Software werde auf absehbare Zeit nichts mehr gehen bzw. fahren. So würden komplizierte Algorithmen die beste Strecke aufgrund der aktuellen Verkehrslage berechnen, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer analysieren und letztendlich das Fahrzeug lenken. Aber auch bereits in der Entwicklung sei Software unersetzlich. Neben tausenden von Testkilometern würden Fahrzeuge auch in einer virtuellen Umgebung getestet und anhand der Ergebnisse trainiert bzw. optimiert. Die digitale Kluft, die zwischen der Automobilbranche und der Technologiewelt bestehe, werde somit zunehmend kleiner. Immer mehr klassische Automobilhersteller würden sogar Niederlassungen im Silicon Valley eröffnen und explizit die Nähe zu Tech-Unternehmen suchen.

Autonome Fahrzeuge werden unseren Alltag revolutionieren, so die Experten von Franklin Templeton. Robotertaxis und Car-Sharing-Modelle würden den Individualverkehr sowie den ÖPNV grundlegend ändern. In diesem Zusammenhang werde die Marke eines Autos weniger relevant, dagegen werde der Innenraum äußerst wichtig. Die freie Zeit, die durch den Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge entstehe, wolle sinnvoll genutzt werden - so seien beispielsweise ganz neue Entertainment-Angebote denkbar.

Das erste komplett autonom fahrende Fahrzeug im Straßenverkehr sei noch in weiter Ferne, aber nichtsdestotrotz würden auf dem Weg dorthin zahlreiche Innovationen und Entwicklungsschritte das Leben von Millionen Menschen beeinflussen und verändern. Die Möglichkeiten seien sehr vielgestaltig, und es würden unzählige Technologien und Geschäftsmodelle um das selbstfahrende Auto entstehen. Mit dem Franklin Technology Fund könnten Anleger von dieser zukunftsweisenden Technologie profitieren. (Ausgabe 72 vom Februar 2018) (07.02.2018/fc/a/f)






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