Franklin India Fund: Nicht auf die Bremse treten, sondern Kursrücksetzer für Käufe nutzen - Fondsanalyse


06.04.18 11:00
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Indische Aktien haben gegenüber ihren Höchstständen zu Beginn des Jahres nachgegeben. Anleger könnten diese Gelegenheit zum Kauf nutzen und mit dem Franklin India Fund langfristig an einer der weltweit spannendsten Wachstumsgeschichten partizipieren, so die Experten von Franklin Templeton.

Ende Januar habe der indische Leitindex Sensex einen neuen Höchststand erreicht. Doch im Rahmen der jüngsten Börsenturbulenzen seien auch indische Aktien unter Druck gekommen. Ursache für die derzeit weltweite Schwäche der Aktienmärkte seien die Bedenken einer unerwartet schnellen Straffung der Geldpolitik sowie die Sorge vor einem Handelskrieg. Darüber hinaus hätten mehrere lokale Faktoren die Entwicklung des indischen Marktes gedämpft, darunter die im Rahmen des Unionshaushalts angehobenen Haushaltsdefizitziele sowie die Wiedereinführung einer langfristigen Kapitalertragsteuer auf Aktien. Zudem sei der Finanzsektor durch einen Betrugsskandal erschüttert worden, in dessen Mittelpunkt eine Bank des öffentlichen Sektors gestanden habe.

Es gebe somit zahlreiche Gründe, bezüglich der Aussichten für indische Aktien skeptisch zu sein. Allerdings seien die Wachstumsaussichten des siebtgrößten Staates der Welt nach wie vor überzeugend. Für die Jahre 2018 bis 2022 rechne die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 7,3%, was darauf hindeute, dass es keinerlei Anzeichen für eine Abkühlung gebe.

Die inländische Nachfrage mache inzwischen den größten Teil der indischen Wirtschaft aus. Aktuell würden in Indien mehr als 1,3 Mrd. Menschen leben, die je nach Einkommenssituation mehr oder weniger konsumieren würden. In absehbarer Zeit sei mit einem deutlichen Anstieg der Bevölkerung zu rechnen - einigen Schätzungen zufolge werde eine Verdopplung innerhalb der nächsten acht Jahre erwartet.

Neben der Anzahl der Menschen sei aber auch das zum Konsum zur Verfügung stehende Geld entscheidend für eine starke Binnenkonjunktur. Günstige makroökonomische und demografische Faktoren sollten in Indien mittelfristig zu einem breiten Anstieg des Einkommens führen und die Mittelschicht weiter wachsen lassen. Zudem dürften auch die Ersparnisse zunehmen. Insgesamt sollten diese Faktoren die inländische Nachfrage weiter ankurbeln.

Vor allem Unternehmen im Sektor zyklische Konsumgüter dürften von der wachsenden Mittelschicht Indiens profitieren, da die Menschen zunehmend bestrebt sein würden, höherwertige Güter wie Autos, Schmuck und Designerkleidung zu kaufen. Im Zuge steigender verfügbarer Einkommen könnte auch eine Aufwertung nicht essenzieller Güter für die Verbraucher wichtiger werden, was sich beispielsweise bei Klimaanlagen und elektronischen Geräten bemerkbar machen sollte. Aber auch die Nachfrage nach Krediten und Investmentleistungen sollte zunehmend steigen. Hierdurch könnten sich potenzielle Anlagechancen bei Banken des privaten Sektors ergeben, die auf Leistungen für Privatkunden ausgerichtet seien.

Privatanleger würden sich aufgrund der Größe Indiens sowie der riesigen Anzahl von Unternehmen sehr schwer tun, in dem bekannten Schwellenland zu investieren. Eine Möglichkeit seien daher ETFs. Allerdings würden diese meist nur einen Index abbilden und seien somit überwiegend in den Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung investiert. Gerade in solch heterogenen Ländern wie Indien sei es von Vorteil, vor Ort zu sein und die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen hautnah mitzuerleben. Nur so würden sich frühzeitig neue Trends erkennen und attraktive Unternehmen ausfindig machen lassen.

Der aktiv gemanagte Franklin India Fund, der vorwiegend in Aktien von Unternehmen mit Sitz oder Hauptgeschäftstätigkeit in Indien investiere, habe sich genau dies auf die Fahne geschrieben. Das für die Aktienauswahl verantwortliche Team verfüge über eine langjährige Erfahrung und Expertise vor Ort. Zudem orientiere sich das Fondsmanagement nicht an einem Vergleichsindex, sondern treffe seine Anlageentscheidungen auf Basis der fundierten Analyse einzelner Unternehmen, die die Analysten vor Ort besuchen würden.

Deutlich werde dies bei einem Blick auf das Portfolio. So sei der Fonds beispielsweise im Immobiliensektor investiert - ein Bereich, der in der Benchmark nicht enthalten sei. Doch die bereits erwähnte wachsende Mittelschicht könnte auf absehbare Zeit für eine steigende Nachfrage nach höherwertigerem Wohnraum sorgen. Zudem überlege die Regierung, mehr Wohnraum für alle zu schaffen und durch die Zurverfügungstellung städtischer Grundstücke einen besseren Zugang zu Großstädten zu ermöglichen. Dies könnte zu einer Belebung der Investitionsausgaben führen, wovon unter anderem Baufirmen und Immobiliengesellschaften profitieren könnten.

Neben den oben genannten Beispielen dürfte eine Kombination aus günstigen makroökonomischen und demografischen Faktoren noch Spielraum für höhere Bewertungen bieten. Mit dem Franklin India Fund könnten Anleger mittel- bis langfristig an der Entwicklung einer der schnellsten wachsenden Volkswirtschaften partizipieren. (Ausgabe 75 vom April 2018) (06.04.2018/fc/a/f)






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