Franklin FTSE Korea UCITS ETF: Fallstudie - Außerbörslicher Kauf (OTC) über 90 Mio. USD eines kleinen ETFs


09.07.20 11:32
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Größe und die Liquidität spielen beim Handel eines ETFs nur eine untergeordnete Rolle, berichten die Experten von Franklin Templeton.

Anhand einer Fallstudie werde gezeigt, wie problemlos ein Kauf über das mehrfache durchschnittliche Tagesvolumen abgewickelt werden könne.

Es gebe zwei Hauptformen für die Abwicklung eines ETF-Geschäftes - an der Börse oder außerbörslich (Over-the-counter, OTC). Beim börslichen Handel unterscheide sich der Prozess nicht vom Kauf oder Verkauf einer einzelnen Aktie. ETFs jedoch würden sich aus Liquiditätssicht von Einzelaktien unterscheiden, da neue Anteile bei ausreichender Nachfrage geschaffen und bei sinkender Nachfrage wieder vernichtet werden könnten. Traditionelle Kennzahlen wie das "durchschnittliche Tagesvolumen" (ADV) würden daher nicht alle Möglichkeiten widerspiegeln, größere Mengen eines ETFs mit minimalen Auswirkungen auf den Markt zu kaufen.

Am 21. Mai 2020 SEI ein institutioneller Kunde an einem Long-Engagement am koreanischen Aktienmarkt interessiert gewesen. Nach Prüfung der OGAW-ETF-Optionen wurde der Kunde auf unseren kostengünstigen 9bps FTSE Korea UCITS ETF aufmerksam, so die Experten von Franklin Templeton. Bei einer Investition von 90 Mio. USD habe dies eine TER-Ersparnis von 65 Basispunkten gegenüber der Konkurrenz und eine jährliche Kostenersparnis für den Kunden von etwa 600.000 USD bedeutet.

Dieser Handel sei ein großartiges Beispiel dafür gewesen, wie viele der wahrgenommenen Probleme im Zusammenhang mit der Liquidität und der Größe des Fonds oft ungerechtfertigt seien. Zusätzlich habe eine effiziente Kommunikation zwischen dem Kunden, dem Vertrieb und den Kapitalmärkten für eine optimale Ausführung gesorgt. Wie wir bereits betont haben, sind ETFs nur eine Hülle, die den Kunden Zugang zu einem Pool von Wertpapieren bietet, so die Experten von Franklin Templeton. Sofern es keine spezifischen regionalen Vorschriften gebe, die den zulässigen prozentualen Anteilsbesitz begrenzen würden, gebe es keine Liquiditätsunterschiede, unabhängig davon, ob sie 25%, 50% oder sogar 95% des Fonds ausmachen würden. Der Kunde habe dies verstanden und sich wohl dabei gefühlt, die Mehrheit des Fonds zu besitzen.

Ebenso habe der Kunde verstanden, dass die wahre Liquidität des ETFs von der Liquidität des zugrunde liegenden Marktes abhänge.

Das 30-Tage-Durchschnittsvolumen für die Bestandteile des FTSE Korea belaufe sich auf ca. 5 Milliarden Dollar, was bedeute, dass man problemlos bis zu 1 Milliarde Dollar in einer Handelssitzung ohne Auswirkungen handeln könne. Daher sei ein Kauf oder Verkauf von 90 Millionen Dollar im FTSE Korea ETF leicht möglich.

Da der Kunde die Größe des zugrunde liegenden Marktes in vollem Umfang zu schätzen wusste, gab es keine Bedenken, in einen 90-Millionen-Dollar-Kauf bei Franklin FTSE UCITS Korea einzusteigen, so die Experten von Franklin Templeton. Mit Käufen, an denen das EMEA Capital Markets Team beteiligt gewesen sei, habe man die optimalste Ausführung sicherstellen können. Bei der Skizzierung der Optionen zwischen dem Handel auf Risiko oder zum NAV sei klar gewesen, dass der Kunde keinen unmittelbaren Intraday-Bedarf gehabt habe. Dies habe dazu beigetragen, die Kosten zu minimieren und die Intraday-Spanne zwischen Geld- und Briefkurs zu eliminieren. Ihre globalen Kapitalmarktbeziehungen hätten den Experten von Franklin Templeton geholfen, den Ausführungspfad zu verzögern und dem Kunden zusätzliche Broker-Gebühren zu vermeiden, indem sie ihn direkt mit dem richtigen Liquiditätsanbieter verbunden hätten. Dies alles habe zu effizienten Ausführungskosten geführt, sodass der Kunde am Ende zu einem guten Kurs von NAV + 5bps gehandelt habe.

Welche Risiken bestünden? Der Franklin FTSE Korea UCITS ETF beabsichtige, die Entwicklung des zugrunde liegenden Index nachzubilden, der sich aus südkoreanischen Aktien mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetze. Derartige Anlagen seien in der Vergangenheit Preisschwankungen aufgrund von Faktoren wie der allgemeinen Aktienmarktvolatilität, Änderungen der finanziellen Aussichten oder Devisenmarktschwankungen ausgesetzt gewesen. Aufgrund dessen könne die Wertentwicklung des Fonds im Laufe der Zeit erheblich schwanken und unter Umständen zum Kapitalverlust der Anlage führen.

Weitere Risiken erheblicher Relevanz seien: Konzentrationsrisiko, Kontrahentenrisiko, Währungsrisiko, Derivaterisiko, Schwellenmarktrisiko und Sekundärmarktrisiko. (Ausgabe 102 vom Juli 2020) (09.07.2020/fc/a/e)





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