Franklin Diversified Fonds: Ausblick auf 2018 - Fondsanalyse


09.01.18 11:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Matthias Hoppe, Portfoliomanager der Franklin Diversified Fonds - Franklin Diversified Conservative Fund, Franklin Diversified Balanced Fund und Franklin Diversified Dynamic Fund - gibt einen Ausblick auf das neue Jahr und erläutert, mit welchen Maßnahmen und Strategien Anleger zukünftige Herausforderungen meistern können.

Überall, wo man hinschaue, sei die Volatilität niedrig - aber werde sie es bleiben? Im Verlauf von 2017 sei die Volatilität niedrig gewesen, und zwar sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihenmärkten, und sogar bei Indikatoren für die gesamtwirtschaftliche Aktivität.

Mit Blick auf das Jahr 2018 legt unsere Analyse nahe, dass sich viele dieser Messunsicherheiten häufen könnten, so die Experten von Franklin Templeton. Ein Beispiel sei die Form der Renditekurve: Eine flachere Renditekurve von US-Staatsanleihen (der Spread zwischen zwei- und zehnjährigen Staatsanweisungen, der sich deutlich verengt habe) sei seit jeher kein gutes Omen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine längerfristige Warnung, und angesichts der Tatsache, dass wir derzeit einen besonders ausgeweiteten Konjunkturzyklus erleben, würde sich unseres Erachtens kein zwingendes Argument für ein Ausweichen an die Seitenlinien der heutigen Finanzmärkte ergeben, so die Experten von Franklin Templeton.

Wenn sich die Volatilität auf historischen Tiefstständen befinde, müsse man vielleicht nicht versuchen, zu erkennen, woher der Blitz komme. In einer Welt, die sich gegenüber vielen Risiken, derer wir uns nach wie vor bewusst sind, selbstgefällig und unempfindlich gibt, reicht es vielleicht aus, eine Änderung einfach zu erwarten und vorbereitet zu sein, so die Experten von Franklin Templeton.

Eines der wesentlichen Merkmale der globalen Finanzkrise (GFK) von 2007 bis 2009 sei aus Anlegersicht die Art und Weise gewesen, wie scheinbar in keinerlei Verbindung zueinander stehende Anlageklassen miteinander gleichgezogen hätten. Die Korrelationen zwischen diesen Vermögenswerten hätten sich erhöht, und traditionelle Annahmen über die Vorteile von Diversifizierung seien infrage gestellt worden. Die Anleger seien im Großen und Ganzen nicht auf diese Änderung vorbereitet gewesen.

Wir beobachteten dies sowohl bei einzelnen Anlageklassen als auch bei Regionen und Multi-Asset-Portfolios, so die Experten von Franklin Templeton. Viele Anleger hätten geglaubt, ihr Portfolio sei angemessen diversifiziert, enthalte eine Reihe unabhängiger Sektorpositionen, und habe spezifische Risiken. In vielen Fällen habe sich dies als eine unzureichende ­Beschreibung erwiesen.

Als sich die GFK entfaltet habe, sei klar geworden, dass gemeinsame Faktoren die Performance vorangebracht hätten, nämlich Liquidität und Verschuldung. Diese "mangelnde Diversifizierung" habe zu einer breiteren Nutzung von Faktoranalysen bei Portfolios und zu einer verringerten Abhängigkeit von grob vereinfachenden Vermögensallokationsmaßnahmen geführt. Heute könne man auf die Faktoren eingehen, die man wolle. Wir sind uns dabei der Konzentrationen bewusst, die wir eher nicht wollen, so die Experten von Franklin Templeton.

Jene Anleger, die darauf gesetzt hätten, dass die Märkte ruhig bleiben würden, seien in den vergangenen Jahren ansehnlich entlohnt worden und hätten andere Anleger zu Strategien ermutigt, die "Short-Positionen mit impliziter Volatilität" vorsähen.

Das Volatilitätsrisiko sei in den vergangenen Jahren zum Hauptaugenmerk geworden. In unserem Bestreben, Portfolios aufzubauen, die die Chancen des globalen Wachstums nutzen, sehen wir uns heute genau um, und wir erwarten, dies auch 2018 zu tun, so die Experten von Franklin Templeton. Wir fühlen uns zu den globalen Aktienmärkten hingezogen, so die Experten von Franklin Templeton. Doch Aktien seien keine reine Investition in Wachstum. Sie würden auch ein Volatilitätsrisiko mit sich bringen, das im historischen Vergleich außergewöhnlich niedrig gewesen sei. Sollte die Volatilität wieder auf ein "normaleres" Niveau zurückkehren, würde dies das Renditepotenzial von globalen Aktien nach Einschätzung der Experten belasten.

Die Zentralbanken würden kämpfen um das richtige Verhältnis zwischen dem Wunsch, unkonventionelle Geldpolitiken zurückzuführen und das Zinsniveau zu normalisieren, und einem anhaltenden Bedarf der meisten Volkswirtschaften nach Stützungsmaßnahmen, so die Experten von Franklin Templeton. Daher könnte man zu der Ansicht gelangen, dass die realen Renditen steigen würden oder dass die Inflation nach wie vor niedrig bleibe. Ähnlich wie bei unserer Einschätzung des Wachstums ist es nicht gerade einfach, diese Auffassungen durch traditionelle Anlageklassen auszudrücken, so die Experten von Franklin Templeton. Das Halten von Barmitteln schaffe zwar die Möglichkeit, von steigenden realen Renditen zu profitieren, doch sei damit eine Anfälligkeit bei einer rückläufigen Inflation verbunden. Ähnlich könne in einem breiteren Portfoliokontext eine Rückstellung für den Durationsfaktor (d.h. die Sensitivität gegenüber Zinsschwankungen) dazu beitragen, stabilere Ergebnisse zu erzielen.

Unter idealen Bedingungen würden die Experten von Franklin Templeton versuchen, Portfolios zu konstruieren, die ihre Sicht zu jedem der wichtigsten Anlagefaktoren perfekt widerspiegeln. Dadurch könnten sie Portfolios aufbauen, die eine bessere Diversifizierung aufweisen und eine höhere Wahrscheinlichkeit besitzen würden, Ergebnisse zu erzielen, die die speziellen Anforderungen von Anlegern erfüllen würden. Die Experten könnten beispielsweise Optionspositionen einsetzen, um eine Long-Position im Volatilitätsfaktor einzugehen oder um möglicherweise asymmetrische Ergebnisse zu schaffen.

Wie bereits erwähnt, könne man nicht direkt in viele dieser Faktoren investieren. Stünden gute Vollmachten zur Verfügung, seien sie häufig mit einem zusätzlichen Faktorengagement verbunden, das man vielleicht nicht eingehen möchte. Beispielsweise erhalten wir mit inflationsgebundenen Anleihen eine Anlage, die unser Engagement im Faktor steigende Inflation absichert, doch ist es auch mit einem zusätzlichen Engagement im Laufzeitaufschlag verbunden, ein Faktor, den wir vielleicht nicht wollen, da einige Zentralbanken mit der Reduzierung ihrer Bilanzsumme begonnen haben, so die Experten von Franklin Templeton. Man könne eine Position eingehen, die stärker auf den wahrscheinlichen Verlauf der Inflation ausgerichtet sei, indem man die anleihe­typischen Merkmale ausschließe oder indem man direkt Inflationsswaps eingehe. Doch viele Anleger seien in ihrer Fähigkeit, die Verwendung dieser Instrumente zuzulassen, eingeschränkt.

Bei Portfolios, die in eine Auswahl von "Bausteine"-Strategien investiert seien, und nicht ganzheitlich verwaltet würden, die über einen uneingeschränkten Zugriff auf ein breites Spektrum von Anlageinstrumenten und -techniken verfügen würden, sei es genauso wichtig, über die zugrunde liegenden Positionen hinauszuschauen, um Faktorengagements berücksichtigen zu können. Wenn uns Volatilitätsrisiken in Verbindung mit globalen Aktien betreffen, können wir unser Engagement auf Aktien konzentrieren, die den Faktor "Qualität" aufweisen, so die Experten von Franklin Templeton. Solche Aktien seien häufig einer geringeren Volatilität ausgesetzt und würden bestimmte Ähnlichkeiten mit Anleiheanlagen aufweisen. Durch die Hinzunahme von alternativen Anlageklassen könne man die Diversifizierung erhöhen, indem man Engagements in Faktoren eingehe, die in der Regel nicht in einem traditionell ausgewogenen Portfolio mit Aktien und Anleihen enthalten seien.

Die "mangelnde Diversifizierung" im Jahr 2008 habe auf einer grob vereinfachenden Ansicht über die traditionelle Diversifizierung von Anlageklassen basiert. Einige Faktoren würden sich auf traditionelle Anlageklassen erstrecken, beispielsweise "Reale Renditen würden Anleihen beeinflussen" (offensichtlich), aber auch auf defensive Aktientitel und Wechselkurse. Für den Anlageansatz von Franklin Templeton Multi-Asset Solutions sei faktorbewusstes Investieren ein wichtiger Bestandteil und ein bedeutender Treiber bei der Entwicklung von ergebnisorientierten Portfolios, welche die Erwartungen der Kunden besser erfüllen möchten. (Ausgabe 72 vom Januar 2018) (09.01.2018/fc/a/f)





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