Franklin Diversified Conservative Fund: Wertentwicklung von -1,69% für die vergangenen zwölf Monate


05.09.18 13:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Wertentwicklung der Diversified Funds ist im bisherigen Jahresverlauf enttäuschend ausgefallen, so die Experten von Franklin Templeton.

Die Wertentwicklung der Anteilsklasse A(Acc) EUR des Franklin Diversified Conservative Fund habe bis 31. Juli 2018 bei -2,47% gelegen, für die vergangenen zwölf Monate habe sich die Wertentwicklung auf -1,69% belaufen.

Eine lange Phase konstant aufwärts tendierender Aktienmärkte und ruhigen Handels sei Anfang Februar jäh zu Ende gegangen, aber die Wertentwicklung des Fonds habe sich in dieser Phase gut gehalten.

Zuletzt hätten sich die Aktienmärkte erholt, was starken Unternehmensgewinnen (insbesondere in den USA) zuzuschreiben gewesen sei. Gleichzeitig habe der US-Dollar aufgewertet. Defensive Aktienstrategien und längerfristige Optionen, die Schutz vor Abschwüngen am Aktienmarkt liefern sollten, hätten die Wertentwicklung gebremst. Die Wahrung einer vollständig abgesicherten Währungsposition für auf US-Dollar lautende Vermögenswerte habe die Wertentwicklung zusätzlich belastet, da der Euro seine vorherigen Zugewinne wieder eingebüßt habe und gegenüber dem US-Dollar um 2,56% abgewertet worden sei.

Die Renditen seien zwar enttäuschend ausgefallen, der Fonds habe seine Volatilität jedoch unter Kontrolle gehalten. Das langfristige Ziel des Fonds entspreche trotz der Schwierigkeiten, die das aktuelle Umfeld für Multi-Asset -Fonds aufwerfe, auch weiterhin einer Rendite von Euribor +2 % über einen rollierenden 3-Jahres-Zeitraum.

Die Renditen von Anleihen in der Eurozone seien negativ, die Bewertungen seien hoch, und auf globaler Ebene sei der Konjunkturzyklus wahrscheinlich seinem Ende näher als seinem Anfang.

Die Portfoliomanager würden sich auch weiterhin auf die Absicherung gegenüber Volatilität und auf defensive Maßnahmen konzentrieren, um vor einem zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Hintergrund Wachstumschancen zu nutzen. Mit Blick auf die Zukunft sei der Fonds so positioniert, dass er potenziell von einer ganzen Reihe höherrentierlicher Vermögenswerte profitieren dürfte. Gleichzeitig werde allerdings eine ausreichende Diversifizierung angestrebt, sodass er im Fall eines Marktabschwungs keine übermäßigen Verluste erleide.

Wichtige Einflüsse auf die Wertentwicklung im bisherigen Jahresverlauf

Positiv:

- Globale Aktien hätten zugelegt, wobei die Entwicklung durch qualitativ höherwertige Titel angeführt worden sei. Substanzwerte hingegen hätten eine Phase relativer Schwäche verbucht.
- Staatsanleihen aus Industrieländern hätten dem Portfolio in Phasen angespannter Märkte Diversifizierungsvorteile geliefert, während Positionen bei europäischen inflationsgeschützten Anleihen bis zu ihrem Verkauf positiv zur Wertentwicklung beigetragen hätten.
- Das Portfolio habe von bestimmten Aktienderivatestrategien zur Absicherung gegen steigende Volatilität profitiert, die sich im Februar dann auch eingestellt habe.

Negativ:

- Angesichts der Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro hätten Währungsabsicherungsgeschäfte die Wertentwicklung deutlich gebremst.
- Engagements bei Aktien und Anleihen aus Schwellenländern hätten die Wertentwicklung belastet, da sich diese Währungen aufgrund des stärkeren US-Dollars und der höheren Zinsen abgeschwächt hätten, während innerhalb der Anlageklasse Befürchtungen einer Ansteckung zugenommen hätten.
- Engagements bei alternativen Anlagen, insbesondere Investments mit marktneutralen Risikoaufschlägen, hätten an Wert verloren. Gold, eine bis Ende Juli prominente Position im Portfolio, habe ebenfalls stark verloren. Die Experten hätten ihre Goldposition verringert und Optionsstrategien eingesetzt, um ein Engagement gegenüber diesem defensiven Wert zu wahren, gleichzeitig jedoch die Verluste im Fall eines weiteren Kursverfalls zu begrenzen.

Wichtige Einflüsse auf die Wertentwicklung während der vergangenen zwölf Monate

Positiv:

- Globale Aktien hätten trotz kurzer Phasen erhöhter Volatilität in der zweiten Hälfte des Jahres 2017, die durch anhaltende geopolitische Sorgen ausgelöst worden seien, deutlich zugelegt. Erhebliche Unterstützung hätten sie durch allgemein starke Unternehmensgewinne und die Verabschiedung von US-Steuersenkungen gegen Ende des Jahres erhalten. Positionen in Aktien von Unternehmen hoher Qualität, etwa bei denjenigen mit einer höheren Rentabilität, hätten sich in einer Phase erhöhter Volatilität, wie sie Anfang 2018 verzeichnet worden sei, gut entwickelt.
- Engagements bei alternativen Anlagen, insbesondere Rohstoffe und Investments mit Risikoaufschlägen, hätten einen positiven Beitrag zur Rendite geliefert.
- Unternehmensanleihen hätten leicht höher notiert und die Wertentwicklung von Staatsanleihen in den Industrieländern übertroffen, da sich die Renditedifferenzen (Spreads) verengt hätten. Positionen bei neuseeländischen Staatsanleihen hätten einen positiven Beitrag zum Ergebnis geleistet, berücksichtige man den Einfluss der mit diesen Positionen verbundenen Währungsabsicherungsgeschäfte.

Negativ:

- Aktive Währungsanlagen hätten die Wertentwicklung leicht beeinträchtigt, da Short-Positionen im Südkoreanischen Won gegenüber dem US-Dollar die Wertentwicklung belastet hätten. Angesichts der moderaten Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro und der Auswirkungen der Kosten von Sicherungsgeschäften hätten Währungsabsicherungsgeschäfte die Renditen deutlich gebremst.
- Nachdem die Experten ihr generelles Engagement auf den Aktienmärkten zeitweilig aufgestockt hätten, hätten sie einen Teil dieses Engagements über Optionen abgesichert.
- Ein geringfügiges Engagement bei US-Staatsanleihen habe an Wert verloren, und auch Positionen bei chinesischen Staatsanleihen hätten die Wertentwicklung belastet.

Ausblick & Strategie

Frühindikatoren würden mittelfristig auf ein moderates weltweites Wachstum hindeuten, und die Unternehmensgewinne seien weiterhin stark. Die Unsicherheit sei jedoch nicht zu leugnen, und die Experten seien in Bezug auf Wachstumswerte wie etwa globale Aktien ein wenig zurückhaltender geworden.

Trotz der jüngsten Korrekturen erscheinen uns die Aktienbewertungen auf Grundlage der Kurs-Gewinn-Verhältnisse in Industrieländern etwas überzogen, so die Experten von Franklin Templeton.

Der Inflationsausblick sei durchwachsen, wobei die Kerninflation in vielen Industrieländern unter dem Zielwert verharre. Die Aussicht auf weiterhin konjunkturbelebende Zinssätze sorge an vielen Märkten weiter für sehr niedrige Renditen auf Staatsanleihen der Industrieländer. Hierdurch würden sich nach Einschätzung der Experten nur begrenzte Anlagechancen in Staatsanleihen bieten.

Der Fonds habe umfangreiche Positionen am Aktienmarkt mit einigen Aktienabsicherungen beibehalten. Zudem halte er an einem erheblichen Engagement in Anlagen mit marktneutralen Risikoaufschlägen fest.

Die 2018 stark gestiegenen Volatilitätskennzahlen könnten auf diesemnormalisierten Niveau verharren. Der Fonds habe sich weiterhin auf die Absicherung gegenüber Volatilität und auf defensive Möglichkeiten zur Realisierung von Wachstumschancen konzentriert. (Ausgabe 80 vom September 2018) (05.09.2018/fc/a/f)





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