Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen: Die Suche nach dem "Beautiful Business"


02.10.20 09:00
Shareholder Value Management

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Ob Betreiber von Top-Level-Domains oder Brauereien: Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG und Fondsmanager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD, Anteilsklasse T; ISIN DE000A1JSWP1 / WKN A1JSWP, Anteilsklasse A), erklärt in seiner neuesten Kolumne, was eine "Wonderful Company" beziehungsweise ein "Beautiful Business" auszeichnet und wo er in der Praxis aktuell fündig wird.

Corona hat uns einiges gelehrt, so Frank Fischer von der Shareholder Value Management AG. Denn grade in Zeiten von Unsicherheiten und erhöhter Volatilität sei es umso wichtiger, den Fokus richtig zu setzen! Und man finde sie: Die "Wonderful Companies" mit ihrem "Beautiful Business" seien Unternehmen, mit denen man langfristig glücklich sein könne, weil sie ein Geschäftsmodell verfolgen würden, das auf Dauer erfolgreich sei - und man damit natürlich auch Geld verdienen könne!

Was sei aber ein "Wonderful Business"? Schon die Wallstreet-Legende Philip Arthur Fisher habe 1958 ein 15-Punkte-System entwickelt, das dabei helfe, ein "Wonderful Business" zu erkennen. Sein Postulat sei gewesen: Das Unternehmen sollte langfristig profitabel arbeiten und Aussicht auf solides Wachstum haben. Und das auf viele Jahre hinaus.

Klinge einfach, sei aber gar nicht so leicht zu finden. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, sei ein solches Unternehmen. Oder auch das Schweizer Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche. Sie würden seit Jahren wachsen, seien hochinnovativ und gleichzeitig sehr profitabel.

Aber auch andere Unternehmen, die vielleicht nicht so auf der Hand lägen, würden in diese Kategorie fallen. Wie wäre es mit Verisign? Das Unternehmen aus Reston in Virginia betreibe die Top-Level-Domains .com und .net sowie zwei der globalen Root-Nameserver. Darüber hinaus biete es eine Unmenge an IT-Sicherheitsdienstleistungen für den Betrieb von Websites an. Die Domains .com und .net seien die vorherrschenden Domains auf der ganzen Welt. Das sei schon fast so etwas wie die Lizenz Geld zu drucken.

Es gehe aber auch etwas handfester, wie im Fall von ABInBev. Die belgisch-brasilianische Brauerei-Gruppe sei im November 2008 durch die Übernahme der Anheuser-Busch Companies in der Anheuser-Busch InBev aufgegangen. Der Konzern sei mit einem Portfolio von über 500 Marken die weltweit größte Brauereigruppe, zu der unter anderem die Biere Budweiser, Stella Artois, Löwenbräu oder Beck's gehören würden. Seit Jahren wachse der Bier-Riese, sei hochprofitabel - bis auf einmal das Corona-Virus alles zu Nichte gemacht habe. Wegen der Beschränkungen in der Krise sei ein Milliardenverlust eingefahren worden. Geschlossene Kneipen und Restaurants hätten dem Absatzkanal über das Gaststättengewerbe fast zugemacht. Beim Getränkeabsatz habe ein Rückgang um gut 9 Prozent zu Buche gestanden, der vor allem das Geschäft in China betroffen habe, wo Beschränkungen durch die Pandemie das Geschäftsleben größtenteils lahmgelegt hätten.

Und dann noch "Corona Extra", das Bier, das sich vor allem in Lateinamerika großer Beliebtheit erfreut habe und auch zu den ABInBev-Marken gehöre. Corona-Bier sei mit dem Corona-Virus gleichgesetzt worden - die Katastrophe sei perfekt gewesen. Der Aktienkurs sei um rund 60 Prozent eingebrochen!

Das war für uns der ideale Einstiegsmoment, denn ABInBev ist ein grundsolides und wachstumsorientiertes Unternehmen, das nur durch den Corona-Schock in Mitleidenschaft gezogen wurde, so Frank Fischer von der Shareholder Value Management AG weiter. Die Umsätze hätten sich wieder etwas stabilisiert, die Übernahme der "Craft Brew Alliance" stehe kurz vor dem Abschluss, für weiteres Wachstum sei also gesorgt. Und der Aktienkurs? Der habe seit dem Schock im März wieder um rund 50 Prozent zugelegt. Die Dividende sei zwar von 1,80 Euro auf 1,30 Euro gesenkt worden. Aber bei einem Einstiegskurs von knapp über 30 Euro sei das immer noch ein rentierliches Engagement.

Für unser Mandat, den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, sind wir ständig auf der Suche nach "Wonderful Companies" mit einem "Beautiful Business", so Frank Fischer von der Shareholder Value Management AG. Denn als solche würden sie über eine starke Marktposition und enorme Finanzkraft sowie einen so genannten wirtschaftlichen "Burggraben" verfügen. Dieser meine strukturelle Wettbewerbsvorteile, die hohe Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber setzen würden. Dadurch würden sie hohe und weiterhin wachsende Kapitalrenditen erzielen.

Zu diesen Unternehmen mit einem "Beautiful Business" zähle beispielsweise auch die Essener secunet Security Networks AG, die auf Lösungen rund um IT-Sicherheit, Kryptographie und E-Governance spezialisiert sei. Hier habe sich das Unternehmen mittlerweile eine starke Marktposition aufgebaut, in den Bereichen e-Health, Innere Sicherheit, Industrie, öffentliche Auftraggeber und Verteidigung. Und wie bei der Vorlage der jüngsten Zahlen deutlich geworden sei: Die Auftragsbücher seien bis zum Rand gefüllt. (Ausgabe vom 30.09.2020) (02.10.2020/fc/a/f)





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