Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen mit "AA+" bewertet - Fondsanalyse


13.03.20 09:00
TELOS GmbH

Wiesbaden (www.fondscheck.de) - Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist ein aktiv gemanagter Aktienfonds, der grundsätzlich weltweit in Small und Mid Caps investieren kann, seinen Anlageschwerpunkt jedoch in Europa hat, so die Experten der TELOS GmbH.

Der Fonds verfolge eine klare Anlagestrategie nach den bewährten Prinzipien des Value-Investing. Der Schwerpunkt werde auf den Kapitalerhalt und Dividenden gelegt, ohne hierbei allerdings das Ziel einer möglichst zweistelligen Rendite zu vernachlässigen. Auf ein ausgewogenes Chance/Risiko-Verhältnis werde somit besonderes Augenmerk gelegt. Der Hauptfokus liege auf unterbewerteten europäischen Small- und Mid-Cap-Aktien vorwiegend im deutschsprachigen Raum, da mit Small- und Mid-Caps laut Fondsmanagement historisch gesehen die höchsten Erträge erwirtschaftet worden seien. Grundsätzlich könne der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen aber weltweit sowie in Large-Cap-Aktien anlegen.

Die Philosophie des Hauses beruhe auf dem von Benjamin Graham und Warren Buffett begründeten Value Investing mit aktiver Wahrnehmung von Eigentümerinteressen. Dabei würden die Unternehmen ausgewählt, die nicht nur eine günstige Bewertung, also eine Sicherheitsmarge hätten, sondern eigentümergeführt seien und einen strategischen Wettbewerbsvorteil hätten. Der durch den geforderten Bewertungsabschlag entstehende "Sicherheitspuffer" der Investition sei ein wesentliches Element des Risikomanagements. Der Fonds könne bis zu 50% Kasse halten und das restliche Aktienvermögen über Derivate absichern, was auch gelegentlich geschehe. Der Derivateneinsatz bewahre den Fonds vor größeren Rückschlägen. Den Ausschlag gebe dabei die Marktstimmung, gemessen an mehreren Faktoren wie etwa den sentix-Indices.

Das Fondsmanagement gestalte das Portfolio sehr flexibel, losgelöst bei der Portfoliostrukturierung von jeglicher Benchmark. Als Orientierungsgröße werde der MSCI Europe Small Cap Index verwendet. Die Anlagestrategie richte sich nach einer flexiblen Aktien-Cash-Quote und einer sehr sorgfältigen Einzeltitelauswahl nach Value-Kriterien. Der Schwerpunkt in der Portfoliokonstruktion liege in der Betrachtung der errechneten "Owner Earnings". Auch M&A-Kennzahlen würden analysiert und berechnet. Es werde eine Watchlist erstellt, in die jeder Analyst seine Beurteilung zum jeweiligen Titel einpflegen könne. Darüber hinaus gebe es eine negative Watchlist der Titel, die verkauft werden sollten. Von einem Verkauf werde abgesehen, wenn sich das ursprüngliche Geschäftsmodell seit Investition geändert habe und der Innere Wert angepasst worden sei, sodass erneut von einer tatsächlichen Sicherheitsmarge auszugehen sei.

Auf Portfolioebene erfolge eine Auswertung von statistischen Analysen von verschiedenen Systemen wie z.B. AAII, AnimusX und Sentix. Bei klaren Signalen und einer entsprechenden Einschätzung der verantwortlichen Personen werde ein aktives Hedging der Aktienpositionen mit Futures auf den S&P 500, den NASDAQ und den EURO STOXX 50 vorgenommen. Das Ziel sei, die Absicherung der Aktienquote. Mithilfe von Stimmungsindikatoren und statistischen Analysen werde das Sentiment am Aktienmarkt vom Fondsmanagement regelmäßig bewertet und fließe in die Steuerung der Aktienquote ein. Investitionen würden vor dem Hintergrund eines längeren Anlagehorizonts getätigt, was sich auch in der vergleichsweise geringen Umschlagshäufigkeit widerspiegele.

Die Shareholder Value Management AG habe für den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen den Europäischen Transparenz Kodex für Nachhaltigkeitsfonds des European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif) unterzeichnet. Shareholder Value Management AG arbeite auf diesem Gebiet mit der Research Agentur Sustainalytics zusammen. Potenzielle Investments für den Fonds würden nicht nur im Hinblick auf die Qualität des Geschäftsmodells, der Gewinnerwartungen und Bewertung analysiert, sondern auch unter Einbeziehung der ESG-Nachhaltigkeitskriterien untersucht. Erst wenn alle Kriterien erfüllt seien, investiere das Fondsmanagement.

Das Team zeichne sich durch Homogenität aus. Alle Teammitglieder würden über Erfahrung in der fundamentalen Aktien- und Unternehmensanalyse verfügen. Mit dem Investmentprozess seien innerhalb der SVM neben Frank Fischer als Hauptverantwortlichem vier Manager und fünf Analysten vom Research Team befasst. Jeder Fondsmanager fungiere gleichzeitig als Analyst. Im Research würden sich die Mitarbeiter auf bestimmte Regionen bzw. Sektoren spezialisieren.

Im Jahr 2008 sei der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen aufgelegt worden, um die Value-Philosophie für Stiftungen auch anderen Investoren zugänglich zu machen. Der Fonds sei konzipiert, um es Stiftungen zu ermöglichen den Aktienanteil ihres Vermögens mit einem einzigen Vehikel abzubilden. Über die letzten zehn Jahre belaufe sich die annualisierte Performance auf 10.07% bei einer attraktiven Sharpe-Ratio von 1,15. Im Jahr 2019 habe der Fonds die Benchmark nicht outperformen können. Der Fonds habe eine Hurdlerate von 8% p.a. bevor die erfolgsabhängige Vergütung von 15% erhoben werden könne.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen erhält die Bewertung AA+, so die Experten der TELOS GmbH. (Ausgabe 2/2020) (13.03.2020/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
102,00 € 101,47 € 0,53 € +0,52% 07.04./15:01
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0M8HD2 A0M8HD 131,23 € 94,71 €