Fisch Convertible Global Sustainable Fund: Nachhaltiges Anlegen zahlt sich auch bei Wandelanleihen aus


05.06.19 11:35
Fisch Asset Management

Zürich (www.fondscheck.de) - Was im Aktienuniversum schon seit längerem erwiesen ist, bestätigt sich nun auch bei Wandelanleihen: Die Investition in nachhaltige Unternehmen ist für die Renditeerzielung durch die stärkere Risikofokussierung langfristig vorteilhaft, so die Experten von Fisch Asset Management im Kommentar zum Fisch Convertible Global Sustainable Fund (ISIN LU0428953425 / WKN A0RNW6, AE; ISIN LU1130246231 / WKN A12D8P, BE).

Vor diesem Hintergrund hätten nachhaltige Wandelanleihen in den vergangenen zehn Jahren gut mit dem breiten Markt mithalten können - trotz reduziertem Selektionsuniversum.

Als einer der Pioniere im Investieren in nachhaltige Wandelanleihen blicke Fisch Asset Management per Mai 2019 auf eine mittlerweile zehnjährige Erfahrung mit dieser Strategie zurück. Dabei habe sich bei der Wertentwicklung über diesen Zeitraum gezeigt, dass die entsprechende Produktstrategie brutto insgesamt leicht besser abgeschnitten habe als der traditionelle Wandelanleihenindex Thomson Reuters Global Focus Convertible Bond Index, der seit Mai 2009 eine annualisierte Rendite von rund 5,4% aufweise.

Dazu meint Senior Portfolio Manager Stefan Meyer: "Dieses erfreuliche Ergebnis ist vor der Tatsache zu sehen, dass unser nachhaltiges Anlageuniversum aufgrund der strengen ESG-Vorgaben klar eingeschränkter ist als das gesamte investierbare Universum. Von rund 700 liquiden Wandelanleihen steht uns effektiv nur die Hälfte zur Anlage zur Verfügung, wovon es rund 70 bis 90 in das Portfolio schaffen und eine sinnvolle Diversifikation ermöglichen."

Doch Performance sei nur eine Seite der Medaille, die andere Seite sei das dafür eingegangene Risiko. Meyer sei überzeugt, dass ESG in Zukunft aus Risikosicht eine noch bedeutendere Rolle spielen und sich diesbezüglich weiter bewähren werde. Denn hier könnten nachhaltige Wandelanleihen beziehungsweise deren Emittenten punkten: Einerseits führe ein kleineres Universum zwar tendenziell zu einem konzentrierteren Portfolio mit weniger Schuldnern. Andererseits enthalte das nachhaltige Universum einen prozentual höheren Anteil an qualitativ hochwertigen Emittenten im Investment-Grade-Segment.

Meyer erkläre: "Diese Blue-Chip-Wandelanleihen mit einer niedrigeren Ausfallwahrscheinlichkeit sind meist weniger volatil und weisen typischerweise einen soliden Bond Floor auf. Das heißt, gerade in Schwächephasen sollte die Anleihenkomponente des Wandlers potenzielle Verluste begrenzen. Wobei diese Charakteristik generell auf Wandelanleihen gegenüber Aktien zutrifft und der Hauptgrund ist, warum die Anlageklasse beispielsweise über die vergangenen 15 Jahre renditemäßig sogar nah an den globalen Aktienmärkten lag - und dies bei deutlich tieferem Risiko gemessen an der Volatilität."

So hätten globale Aktien über diesen längeren Zeitraum eine Volatilität von 13,5% gegenüber 9,1% bei Wandelanleihen gezeigt, während die annualisierte Rendite bei 5,9% gegenüber 5,6% gelegen habe (Vergleich MSCI World Total Return (EUR hedged) gegenüber Thomson Reuters Global Vanilla Hedged CB Index (EUR hedged), Stand 31. Mai 2019).

Wie bei Aktien sollten Anleger auch bei Wandelanleihen den gesamten Börsenzyklus betrachten, um diese Vorteile nutzen zu können. Aber umso wichtiger sei dies bei nachhaltigen Anlagen, denn je nach Marktumfeld werde es kurzfristig immer wieder zu unterschiedlichen Entwicklungen gegenüber dem traditionellen Universum kommen. Meyer meine dazu: "Das unvorteilhafteste Performance-Szenario für das ESG-Portfolio ist eine Phase stark steigender Ölpreise, denn unsere nachhaltige Strategie meidet aus Dekarbonisierungsgründen Ölfirmen, die natürlich besonders von steigenden Ölpreisen profitieren. Das war zum Beispiel 2016 der Fall. Umgekehrt profitiert das Portfolio in Phasen fallender Ölpreise oder auch während Schwächephasen chinesischer Aktien, da diese oftmals bei Transparenz und Corporate-Governance-Faktoren unterdurchschnittlich abschneiden und folglich als nicht nachhaltig eingestuft sind. Letzteres spielte sich zuletzt für den Großteil des Jahres 2018 ab."

Die Erfahrung über die vergangenen zehn Jahre zeige, dass es sich sowohl aus Rendite- aber insbesondere auch aus Risikoüberlegungen durchaus lohnen könne, bestimmte Länder oder Sektoren strukturell unterzugewichten oder ganz zu meiden (zum Beispiel Rüstungsindustrie und Gentechnik). Der Einbezug von ESG-Faktoren in der Portfoliokonstruktion habe in der historischen Betrachtung zu einer verbesserten Kreditqualität geführt, welche das Portfolio widerstandsfähiger gegen Kurskorrekturen mache. (05.06.2019/fc/a/f)






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