First State Sustainable Listed Infrastructure Fund: Ausblick auf das Jahr 2020 für börsennotierte Infrastruktur


04.12.19 09:00
First State Investments

London (www.fondscheck.de) - Für das Jahr 2020 erwartet First State Investments eine positive Entwicklung und attraktive Investitionschancen im Bereich börsennotierter Infrastruktur, so die Experten von First State Investments.

Zwar sei nicht mit dem gleichen Rückenwind von den Zinsen wie im Jahr 2019 zu rechnen, die hohen Eintrittsbarrieren für Wettbewerber, die starke Preissetzungsmacht sowie das nachhaltige Wachstum des Sektors seien jedoch nach wie vor die Stärke dieser Assetklasse.

Folgende sechs Trends habe das Team um Rebecca Myatt, Portfoliomanagerin des Sustainable Listed Infrastructure Fund bei First State für das kommende Jahr identifiziert:

1. Die Suche nach Rendite

Das anhaltend niedrige oder negative Zinsumfeld stelle Investoren, die nach Rendite suchen würden, auch weiterhin vor Herausforderungen. Ein essenzieller Vorteil börsennotierter Infrastruktur sei die Höhe der Erträge, die sie generiere, denn die Anlageklasse habe in der Vergangenheit eine verlässliche Dividende zwischen drei und vier Prozent gezahlt - und die Ausschüttungen könnten mit der Zeit sogar noch steigen.

2. Kontinuierliche Weiterentwicklung im Bereich erneuerbare Energien

Die Rentabilität von neuen Anlagen im Bereich erneuerbare Energien sei schon heute weitaus attraktiver als die Stromerzeugung durch Kohle, sodass die Experten von First State Investments im kommenden Jahr mit weiteren Stilllegungen von Kohlekraftwerken rechnen würden. Seit dem Jahr 2010 seien in den USA bereits 102 Gigawatt Erzeugungskapazität durch Kohle vom Netz genommen worden - bis Ende des Jahres 2025 dürfte sich dieser Wert sogar auf 119 Gigawatt erhöhen. An deren Stelle würden vor allem Solar- und Batterieanlagen treten. Nachdem sich die Solarenergie in einigen sonnigen Teilen der Welt zur kostengünstigsten Lösung entwickelt habe, erwarte man, dass deren Wachstumsraten die der Windenergie übertreffen würden. Wenn zudem Batteriehersteller ihre ohnehin schon beeindruckenden Kostensenkungen fortsetzen würden, würden sie dazu beitragen, einerseits die Intermittenz erneuerbarer Energien weiter zu verringern und andererseits die Kosten für erneuerbare Energie zu senken.

3. Mehr Aufmerksamkeit auf den Transportsektor

Mit der bereits begonnenen Dekarbonisierung des Energiesektors richte sich das Augenmerk nun auf den Transportsektor, der heute die größte Quelle für Kohlenstoffemissionen darstelle. Regierungen auf der ganzen Welt würden den Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (EV) fördern, um das Einführen von EV in der Öffentlichkeit zu ermöglichen und auf das Erreichen der Netto-Null-Energieverbrauchsziele hinzuarbeiten. Von dieser Entwicklung könnten regulierte Versorgungsunternehmen profitieren, da eine zunehmende Elektrifizierung zu einer höheren Auslastung führe. Zudem würden sie in der Regel eine zulässige Rendite auf die Investitionen erzielen, die für die EV-Ladeinfrastruktur und die intelligenten Netze erforderlich seien, die gebaut werden müssten, um die höhere Auslastung effizient zu steuern.

4. Höheres Ansehen von Sustainable Development Goals

Der einst ambivalente US-Finanzmarkt beginne nun zu erkennen, dass bei Investoren die Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) - sowie ESG-Richtlinien im weiteren Sinne - von Bedeutung seien. Im Jahr 2020 werden wir daher weiterhin eng mit Unternehmen zusammenarbeiten, die wir beobachten und in die wir investieren, um sowohl eine bessere Offenlegung ihrer nachhaltigen Entwicklung als auch die Verantwortung in Bezug auf das Einhalten ihrer SDG-Ziele zu fördern, so die Experten von First State Investments. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich dadurch die Unternehmen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nähmen, noch stärker von denen unterscheiden würden, die erst am Anfang ihrer Überlegungen zu diesen Themen stünden.

5. Investitionen in Infrastruktur durch den privaten Sektor nähmen weiter zu

Angesichts der weiter steigenden Staatsverschuldung sähen die Experten von First State Investments eine zunehmende Bedeutung für Infrastrukturfinanzierung durch den privaten Sektor. Für das kommende Jahr würden sie daher eine Vielzahl neuer Investitionsmöglichkeiten erwarten: Erstens in Form von Aktienemissionen von Unternehmen, die neue Investitionen finanzieren möchten, zweitens durch Restrukturierungen von Unternehmen, die nicht zum Kerngeschäft gehörende Anlagen veräußern würden und drittens durch das Privatisieren von Strom-und Gasversorgern, Mautstraßen, Flughäfen und Wasser-/Abwasserunternehmen.

6. Das politische Umfeld bleibe unsicher - zumindest bis zu einem gewissen Grad

Während politische und rechtliche Risiken nach wie vor die größte Bedrohung für den Infrastruktursektor darstellen würden, seien sich Politiker aller Couleur bezüglich der Notwendigkeit einig, dass veraltete Infrastruktur ersetzt oder erneuert werden müsse. Dies sei nicht nur für ein reibungsloses Funktionieren von Städten von Bedeutung, sondern auch für eine prosperierende Gesellschaft. Und auch wenn der Klimawandel ein kontroverses politisches Thema bleiben dürfte, stehe das wirtschaftliche Argument für den Austausch älterer, ineffizienter Kohlekraftwerke durch erneuerbare Energien. (04.12.2019/fc/a/f)





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