Fidelity Emerging Markets Fund: Renditen aus den Schwellenländern - Fondsanalyse


04.09.17 10:00
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.fondscheck.de) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" empfehlen den Fidelity Emerging Markets Fund als Fonds der Woche.

Experten würden davon ausgehen, dass in Europa und eben auch in den Emerging Markets noch am meisten Potenzial für Aktienanleger vorhanden sei. Über den Fidelity Emerging Markets Fund könnten Anleger über ein erfahrenes Management an den Chancen der Schwellenländer partizipieren. Die Heemann Vermögensverwaltung weise in einem Marktkommentar darauf hin, dass der Anteil der Schwellenländer am weltweiten Bruttoinlandsprodukt sich bereits den 50% nähere, während die Aktien-Marktkapitalisierung dieser Regionen im Verhältnis zur weltweiten Aktien-Marktkapitalisierung bei gerade einmal 20% liege. Die Experten würden davon ausgehen, dass dieses Ungleichgewicht im Lauf der Zeit abgebaut werde. Investoren seien nach einem schwierigen Jahr 2016 gerade dabei, die Schwellenländer wieder für sich zu entdecken. Seit Jahresbeginn habe die Kursentwicklung der Emerging Markets-Aktien die Performance der Unternehmenstitel in den entwickelten Ländern deutlich hinter sich gelassen.

Da in den Emerging Market-Regionen unterschiedliche Chancen und Risiken existieren würden, sei eine entsprechende Auswahl der Titel und Gewichtung der Länder für den Anlageerfolg entscheidend. Der Leiter des für die globalen Schwellenländer zuständigen Aktienteams bei Fidelity, Nick Price, sei auch für den Fidelity Emerging Markets Fund verantwortlich. Er investiere in Qualitätstitel, die attraktiv bewertet seien und eine starke Marktstellung aufweisen würden. Zu den Top-Titeln gehöre für den Fondsmanager die in Hongkong börsennotierte AIA Group als größter bankenunabhängiger Lebensversicherer Asiens. Price setze auf die Wachstumschancen dieses Branchenführers, der zuletzt sein Agenturnetz stark ausgebaut habe. Zu den favorisierten Titeln gehöre auch die indische Bank HDFC. Das Kreditwachstum des Bankhauses habe sich zuletzt um etwa 23% erhöht. Die Finanzbranche sei auch dasjenige Segment, das mit knapp 26% am stärksten im Fonds vertreten sei, gut 25% würden auf Verbrauchsgüter entfallen. Skeptisch sei Price dagegen bei russischen Energietiteln. Untergewichtet sei der Fonds vor dem Hintergrund der politischen Probleme des Landes auch in brasilianischen Aktien.

Chinesische Unternehmen seien mit etwa 21% im Fonds vertreten, auf Platz zwei und drei würden mit deutlichen Abständen Südafrika rund 12% und Indien mit in etwa 11% folgen. Price halte den Markt der chinesischen A-Aktien für teuer, daher kaufe er nur selektiv, wenn attraktive Einzeltitel günstig zu haben seien. Jüngst habe er Aktien von Inner Mongolia Yili zugekauft. Diese große chinesische Molkerei sei trotz eines höheren Wachstums günstiger gepreist als die Aktien der globalen Wettbewerber.

Der Fonds, der im Juli auf einen zehnjährigen Track Record habe zurückblicken können, sei mittlerweile 4,4 Mrd. Euro schwer. In den vergangenen fünf Jahren hätten Anleger mit dem Produkt knapp 51% erzielen können. Der maximale Verlust in diesem Zeitraum habe bei 30,3% gelegen.

Der Fidelity Emerging Markets Fund ist ein Basisinvestment für Anleger, die das Segment Schwellenländer abdecken wollen, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Ausgabe 35 vom 03.09.2017) (04.09.2017/fc/a/f)





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