FT Total Return Renten-Fonds: Q3/2017-Bericht, Wertentwicklung von 0,23% - Fondsanalyse


14.11.17 12:00
FRANKFURT-TRUST

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Der FT Total Return Renten (ISIN DE0009761692 / WKN 976169) investiert hauptsächlich in variabel und festverzinsliche Wertpapiere mit kürzeren bis mittleren Laufzeiten, so die Experten von FRANKFURT-TRUST.

Die Anlagestrategie des Fonds sei Anfang Oktober 2016 geändert worden. Als Anlagen würden Staats- und Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefe in Frage kommen, die auf Euro lauten würden. Anleihen in den Fremdwährungen US-Dollar und Britisches Pfund könnten bis zu maximal 30 Prozent beigemischt werden.

Zusätzlich investiere der Fonds in Nachranganleihen sowie bis zu maximal 15 Prozent in High-Yield-Anleihen. Dabei würden die Experten grundsätzlich auf eine nachhaltige Kreditwürdigkeit der Schuldner achten. Zu Absicherungszwecken würden derivative Instrumente zum Einsatz kommen. Ziel einer Anlage im FT Total Return Renten sei es, pro Kalenderjahr einen positiven Ertrag zu erwirtschaften und den Geldmarktzinssatz EONIA um 0,8 Prozent p.a. zu übertreffen.

Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen habe Ende September mit 0,46% nahezu unverändert im Vergleich zu Ende Juni notiert. Dagegen sei die 2-jährige Bundrendite um gut 10 Basispunkte auf -0,69% im Quartalsverlauf gefallen. Im längeren Laufzeitenbereich sei die Volatilität allerdings hoch geblieben. Die Risikoaufschläge (Spreads) von Euro-Peripherie-Anleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefen gegenüber Bundesanleihen seien weiterhin gut unterstützt gewesen, sodass sich im Berichtszeitraum keine größeren Veränderungen ergeben hätten.

Vorsichtig agierende Notenbanken hätten weiterhin den Rentenmarkt unterstützt. Die Europäische Zentralbank EZB habe bei ihrer letzten Sitzung noch keine Ausstiegssignale aus dem laufenden QE Programm erkennen lassen, wenngleich die Spekulationen nach dem EZB-Treffen im portugiesischen Sintra etwas hochgekocht seien. EZB-Präsident Draghi habe die Volatilität des Euros als eine Quelle der Unsicherheit für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone bezeichnet. In den USA habe die Notenbank FED bekannt gegeben, dass ab Oktober die Wiederanlage der Fälligkeiten um 10 Mrd. USD reduziert werde. Außerdem halte die Mehrheit der FED-Vertreter eine dritte Zinserhöhung in 2017 für gut möglich. FED Präsidentin Yellen habe eine Fortsetzung des graduellen geldpolitischen Normalisierungskurses bekräftigt.

Robuste Konjunkturdaten hätten das Bild in den USA sowie im Euroraum geprägt. Allerdings spiegele sich dies bislang nicht in der Inflationsentwicklung wider. Die Kernrate des privaten Verbrauchs als maßgeblicher Inflationsgröße sei in den USA leicht rückläufig gewesen (+1,3%). In der EWU jedoch sei die Inflationsrate geringfügig auf +1,5% angestiegen - die Kernrate der Inflation in der EWU liege dagegen unverändert bei +1,1%. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass das angestrebte Inflationsziel in Höhe von 2% sowohl in den USA als auch in der Eurozone noch in weiterer Ferne lägen.

Relevante Nachrichten für die Risikostimmung der Marktteilnehmer seien gemischt ausgefallen. Der verbale Konflikt zwischen Nordkorea und den USA sei zunehmend eskaliert und habe zwischenzeitlich für Volatilität an den Kapitalmärkten gesorgt. Je näher der Tag der Abstimmung für die Unabhängigkeit Kataloniens gekommen sei, desto mehr habe die Unsicherheit über die weitere Entwicklung Spaniens zugenommen. Dies sei auch nicht ganz ohne Auswirkungen auf die Spreads der anderen Peripherieländer geblieben. Dagegen seien die Hurrikan-Auswirkungen auf die Märkte geringer als befürchtet gewesen.

In Q3/17 habe der FT Total Return Renten eine Wertentwicklung nach Kosten von 0,23% ausgewiesen. Somit liege der Fonds im laufenden Kalenderjahr im ersten Quartil seiner Vergleichsgruppe. Im Berichtszeitraum habe der Fonds von der positiven Entwicklung der Spread-Einengungen bei Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefen profitiert. Im Zuge der Unsicherheiten am Rentenmarkt und der hohen Volatilität sei das Zinsänderungsrisiko mittels BUND-Futures verringert worden.

Eine Abkehr der EZB von ihrer derzeitigen Zinspolitik sei für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Aus diesem Grunde werde die bisherige Gewichtung von Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefen beibehalten. Spread-Produkte sollten weiter eine gute Unterstützung aufgrund der Suche nach Rendite-Pick-up, den EZB-Ankäufen und den tendenziell positiven Konjunkturaussichten erfahren. Das Spannungsfeld zwischen positiver konjunktureller Entwicklung sowie politischen Unsicherheiten werde bestehen bleiben und die Renditeentwicklung beeinflussen. Die Steuerung der Duration erfolge weiterhin auf taktischer Basis. (Stand: Q3/2017) (14.11.2017/fc/a/f)





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