FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap Fonds: Small is beautiful - Fondsanalyse


03.10.18 08:30
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Mittelstand stellt das Rückgrat der deutschen Wirtschaft dar, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Zuletzt hätten sich die Nebenwerte genauso von ihrer volatilen Seite wie die Standardwerte gezeigt. Weshalb Small und Mid Caps weiterhin eine attraktive Anlageklasse bleiben würden und man sich nicht von schwankenden Märkten beirren lassen solle, erläutere Raik Hoffmann, Vorstand der FPM Frankfurt Performance Management und Fondsmanager des FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap (ISIN LU0207947044 / WKN A0DN1Q), im Gespräch mit "ChampionsNews".

"ChampionsNews": Herr Hoffmann, der deutsche Aktienmarkt hat seit Juni sehr volatil reagiert. Mit welchen Entwicklungen, insbesondere für die von Ihnen bevorzugten Nebenwerte, rechnen Sie bis Ende des Jahres?

Hoffmann: Die Unsicherheit an den Märkten, auch dem deutschen Aktienmarkt, hat signifikant zugenommen. So wurden aus unserer Sicht mehr Risiken eingepreist als tatsächlich existieren. Wenn nun wie erwartet die Wirtschaft weiterläuft und auch die Zinsen steigen, werden Aktien, die auf der Basis von Erwartungen langfristig erheblich steigender Gewinne bewertet sind, unter Druck kommen. Gleichzeitig werden Unternehmen, die dann outperformen und eine niedrige Bewertung haben, neues Geld anziehen. Von diesen Werten haben wir einige im FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap . Deren Risiko ist nach unten begrenzt und lässt viel Raum nach oben. Viele dieser Unternehmen profitieren zudem von steigenden Zinsen in Form sinkender Pensionsrückstellungen.

"ChampionsNews": Weshalb ist ein Fokus auf Nebenwerte so vorteilhaft? Welcher Titel hat sich hier für das Portfolio als besonders erfolgreich erwiesen?

Hoffmann: Wir fokussieren uns auf bestimmte Geschäftsmodelle im Nebenwertesegment und können dadurch klarer bestimmte Trends verfolgen. HelloFresh etwa ist ein deutsches Start-up, das in seiner Kategorie globaler Marktführer und sogar in den USA am erfolgreichsten ist. Als Lieferant von Kochboxen hat das Unternehmen rund 6,6 Millionen Lieferungen im ersten Quartal dieses Jahres für seine stark wachsende Kundenbasis von 1,9 Millionen Nutzern durchgeführt. Die Zutaten werden direkt von Bauern bezogen, bearbeitet und verpackt. Die Belieferung erfolgt meist durch Logistikfirmen. Aufgrund der Besonderheiten des Geschäftsmodells operiert HelloFresh fast ohne Vorräte und nur mit geringen Forderungen. Letztendlich weist das Unternehmen negatives Working Capital auf, was sehr hohe Kapitalrenditen ermöglicht. Durch die wachsende Kundenzahl können Aufträge an Zulieferer effizient vergeben und das Produktangebot vorteilhaft erweitert werden. HelloFresh hat es verstanden, in einer der letzten noch nicht effizienten Branchen einzelne Produktionsschritte stetig zu automatisieren und damit Skaleneffekte zu erzielen.

"ChampionsNews": Warum setzen Sie hauptsächlich auf deutsche Werte? Schränken Sie dadurch Ihr Anlageuniversum nicht zu sehr ein?

Hoffmann: Diese Fokussierung hat seit 18 Jahren für unsere Investoren regelmäßig zu sehr guten Ergebnissen geführt. Durch die geografische, sprachliche und informelle Nähe zu den Unternehmen können wir uns regelmäßig und intensiv mit den Zielunternehmen und deren Entwicklung auseinandersetzen. Mit unserem Value-Ansatz haben wir aus diesem Universum von rund 400 Unternehmen bisher immer genügend erfolgversprechende Titel gefunden.

"ChampionsNews": Im laufenden Jahr hat sich Ihre Strategie bisher noch nicht durchsetzen können. Woran hat es nach Ihrer Ansicht gelegen?

Hoffmann: Durch die Handelsunsicherheiten hat es eine starke Flucht in Wachstumsaktien gegeben, die aus unserer Sicht deutlich überbewertet sind. Dagegen wurden bereits niedrig bewertete Unternehmen mit immer neuen Bedenken verkauft. Diese, bei manchen Titeln exzessiv eingepreiste Sicherheit ist aus unserer Sicht dann keine Sicherheit mehr, wenn die Versicherungsprämie höher als der mögliche Schaden ist. Die Bewertungsunterschiede zwischen den beiden Aktiengruppen sind inzwischen so groß, dass sie aus unserer Sicht zusammenlaufen werden.

Wenn ich nur das laufende Jahr betrachte, ist die Performance alles andere als erfreulich. Aber wir kennen diese Phasen, in denen unser Ansatz gegen den Markt manchmal temporär negativ abweicht. Unser Ziel ist es, kein Geld dauerhaft zu verlieren. Wir halten unseren Ansatz, unterbewertete Aktien zu kaufen und mit Geduld auf die Preisanpassungen zu warten, für sicherer als mit hoch bewerteten Momentum-Aktien höhere Risiken einzugehen und bei einem Absturz dieses Geld wahrscheinlich dauerhaft zu verlieren. (Ausgabe 3/2018) (03.10.2018/fc/a/f)






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