FFPB Dividenden Select-Fonds: Freie Bahn für die Jahresendrally?


02.11.21 12:30
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.fondscheck.de) - Mit Beginn der Berichtssaison scheint die Korrektur der letzten Wochen abgeklungen zu sein und der Weg für die Jahresendrally ist frei, so Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank.

Dabei seien die Unternehmensergebnisse recht unterschiedlich ausgefallen. Die Börse habe die einzelnen Ergebnisse entsprechend quittiert, insgesamt hätten die Märkte jedoch wieder angezogen. Die US-Indices hätten sogar wieder neue Höchststände markiert. Clevere Investoren hätten die Schwächephase der letzten Wochen genutzt, um immer wieder ausgewählt zu investieren. Sie würden nun von der folgenden Aufwärtsbewegung profitieren können.

Das alles überlagernde Thema zur Zeit sei die hohe Inflationsrate - hauptsächlich getrieben durch die stark steigenden Energiepreise. Der Preis der Ölsorte Brent habe zuletzt neue Dreijahres-Höchststände markiert. Einige Beobachter würden die Situation daher mit den 1970er Jahren vergleichen. Damals sei die Situation als Stagflation (Stagnation + Inflation) beschrieben worden. Dieser Vergleich passe jedoch aus Sicht der Analysten nicht. Zutreffend sei, dass es auch damals eine stark ansteigende Inflation gegeben habe. Damals habe sie jedoch auf eine wirtschaftliche Rezession getroffen.

Aktuell wachse die globale Wirtschaft - zwar etwas schwächer als zu Beginn des Jahres prognostiziert, aber sie wachse. Ein weiterer Unterschied: In den 70ern sei der Preisanstieg von einem klassischen Angebotsschock ausgegangen. Heute dagegen sei er in erheblichem Maße auf den Nachholbedarf infolge der Pandemie zurückzuführen. Vergleiche man den Preisanstieg von damals mit heute, müsste der Preis für ein Barrel Rohöl auf 135 USD steigen. De facto liege er heute bei um die 85 USD.

Auch wenn Indikatoren wie der Konsumklima-Index der Universität Michigan auf eine verhaltene Grundstimmung hindeuten würden, würden die Aktienmärkte davon weitestgehend unbeeinflusst bleiben. Gerade von den US-Technologiewerten würden weitere Wachstumssignale kommen und einzelne Enttäuschungen aus den Quartalsberichten würden sich nicht in der Breite des Markts niederschlagen. In Deutschland seien es nach wie vor die Automobilhersteller, die unter den Folgen der anhaltenden Halbleiterknappheit und den stockenden Lieferketten leiden würden. Umgekehrt seien die Hersteller dieser Chips umso gefragter, was auch auf längere Zeit so bleiben dürfte.

Die Trends seien klar gesetzt: Bis zum Jahresende würden die Analysten freundliche Aktienmärkte mit einer moderat positiven Entwicklung erwarten. Sie würden daher ihre Aktienquoten weiter hoch halten und ggf. in den nächsten Wochen noch einmal nachlegen. (02.11.2021/fc/a/f)






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