Ethna-DYNAMISCH-Fonds: Aktienmärkte gestern, heute und morgen - Fondsanalyse


07.11.19 10:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Wir möchten das im November anstehende 10-jährige Jubiläum des Ethna-DYNAMISCH an dieser Stelle zum Anlass nehmen, um einen objektiven Blick auf die derzeitige Situation der Aktienmärkte zu werfen, so Harald Berres, Senior Portfolio Manager, und Christian Schmitt, CFA, Senior Portfolio Manager von ETHENEA.

Wo stehen wir aktuell? Wie sind wir hierhergekommen? Wie könnte der weitere Weg aussehen? Und wie positionieren wir den Ethna-DYNAMISCH, unsere Anlagelösung für einen risikokontrollierten Zugang zu den globalen Aktienmärkten, in diesem Umfeld, fragen sich die Experten von ETHENEA.

Objektivität - die Bedeutung dieses Wortes könne man gar nicht hoch genug hängen. In Zeiten zunehmend verhärteter Fronten, nicht nur im gesellschaftlichen und politischen Leben, sondern auch in der Beurteilung der Kapitalmärkte, erscheine den Experten eine objektive Wahrnehmung, Einordnung und anschließende Diskussion wichtiger denn je zu sein.

Dieser Verantwortung sind wir uns bei ETHENEA bewusst, so die Experten von ETHENEA. Die Experten seien kein Nischenanbieter, der seine Produkte eng auf einzelne Anlageklassen begrenze und diese mit fixen regionalen, sektoralen oder stilistischen Grenzen versehe. Der Nischenanbieter lasse den Kunden mit den langfristig wichtigsten Anlageentscheidungen alleine. Kern der ETHENEA-Philosophie sei es hingegen, genau hier Verantwortung zu übernehmen. Aktives und flexibles Management stehe im Mittelpunkt des Handelns von ETHENEA. Einzig die zugrunde liegende Risikoneigung der drei wichtigsten Anlegerkategorien - defensiv, konservativ ausgewogen und offensiv - differenziere die fokussierte Produktpalette der Experten.

Vor diesem Hintergrund sei es keine Überraschung, sondern eine logische Schlussfolgerung, dass sich die Ethna-Fonds über die Jahre an sich verändernde Märkte angepasst hätten und sich auch zukünftig kontinuierlich weiterentwickeln würden. Im Idealfall erfolge die Anpassung antizipativ, berücksichtige also bestmöglich die für die Zukunft erwarteten Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Dem Ethna-DYNAMISCH sei diese wertvolle Eigenschaft im Jahr 2009 quasi in die Wiege gelegt worden. Der nachfolgende Ausschnitt eines im Sommer 2019 geführten Interviews bringe dies prägnant auf den Punkt:

"Was hat Ihr Haus dazu bewogen, den Fonds gerade in einer Zeit aufzulegen, als die Finanzkrise ausgebrochen war und der Ethna-AKTIV gut damit gefahren war, gerade nicht in Aktien zu investieren?

Langfristig sind Aktien ganz klar die ertragreichste Anlageklasse. Gleichzeitig sind Investitionen in Aktien mit höheren Wertschwankungen und größeren Risiken verbunden. Geprägt durch die negativen Erfahrungen aus den Jahren 2000 bis 2003 sowie der globalen Finanzkrise 2008/09 standen viele Anleger Aktien viel zu kritisch gegenüber. Gerade diesen Anlegern sollte der Ethna-DYNAMISCH einen risikokontrollierten Zugang zu den globalen Aktienmärkten bieten, um an den zweifelsohne vorhandenen Chancen zu partizipieren, gleichzeitig aber die Risiken zu kontrollieren. Diese Argumente haben im Übrigen bis heute Bestand und gewinnen angesichts des andauernden Niedrigzinsumfelds stetig an Bedeutung."

Die globale Finanzkrise liege gerade einmal zehn Jahre zurück. Was habe sich seitdem an den Aktienmärkten und für Investoren generell verändert? Alles! Und fast nichts!

Alles, weil der Zins weltweit nahezu abgeschafft worden sei. Weil Technologie und Globalisierung enorme Fortschritte gemacht hätten. Weil die Konzentration von unternehmerischem Erfolg und daraus resultierendem Wohlstand stetig gestiegen sei. Weil die Verschuldung vieler Staaten neue Rekordstände erreicht habe. Und weil parallel hierzu die politischen sowie geldpolitischen Einflüsse auf die Kapitalmärkte merklich zugenommen hätten.

Und doch habe sich fast nichts verändert, weil ein Aktieninvestment nach wie vor eine Beteiligung an einem Unternehmen und dessen künftigem Geschäftserfolg darstelle. Weil ein Anleiheinvestment nach wie vor eine Schuldverschreibung mit recht klar definierten Eckdaten zu künftigen Zahlungsströmen darstelle. Weil sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter in konjunkturellen Zyklen abspielen werde. Weil sich die menschliche Psyche noch immer als ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Preisbildung von Wertpapieren präsentiere. Und auch, weil jeder Zeitpunkt der Vergangenheit durch eine hohe Unsicherheit über die künftige Entwicklung geprägt gewesen sei - auch wenn sich diese Wahrnehmung mit zunehmendem Abstand zur Historie heute zweifelsohne positiv verzerrt zeige.

Kurzum: Alles! Und fast nichts! Erwartungsgemäß werde es nun kompliziert. Denn am Ende hänge alles zusammen. Die tägliche Arbeit des Portfolio-Management-Teams bestehe darin, die richtigen Schlüsse aus den Zusammenhängen zu ziehen - strukturell, strategisch, taktisch - und in den Ethna-Fonds entsprechend umzusetzen.

Ein struktureller Entschluss für den Ethna-DYNAMISCH sei beispielsweise gewesen, die bis zum 30.06.2019 gültige Obergrenze von 70% für Aktieninvestments auf jetzt maximal 100% anzuheben. Damit hätten die Experten von ETHENEA dem Fonds zum einen die Chance gegeben, künftig an ausgeprägten Aktienhaussen noch besser zu partizipieren. Zum anderen würden sie den Ethna-DYNAMISCH für eine Fortsetzung des Niedrig-/Null-/Negativzinsumfelds rüsten. Die verzweifelte Suche der Anleger nach nennenswerter Rendite habe über die vergangenen Jahre kontinuierlich die Bewertungen von festverzinslichen Anlagen auf Rekordstände getrieben. Gleiches gelte für Anlageklassen mit sehr gut planbaren Erträgen wie Immobilien. Die ersten Ausläufer hiervon hätten auch schon den Aktienmarkt erreicht: Unternehmen von herausragender Qualität und mit hoher Visibilität seien in den Bewertungen enorm teuer geworden. Der Aktienmarkt insgesamt sei in den vergangenen Jahren ebenfalls gestiegen, doch sei dieser Trend weniger auf eine Ausweitung der Bewertungen zurückgegangen als vielmehr auf die positive fundamentale Entwicklung der Unternehmen. Nach vorne blickend würden die Experten von ETHENEA daher starken Rückenwind für die Aktienmärkte erwarten, einhergehend mit einer strukturellen Ausweitung der Bewertungen, woran sie im Ethna-DYNAMISCH bestmöglich partizipieren möchten.

Nicht zuletzt aus diesem Szenario würden sich auch einige strategische Überlegungen erklären, die das Handeln der Experten im Ethna-DYNAMISCH künftig bestimmen würden.

So würden Rückschläge an den Aktienmärkten zunehmend V-förmig verlaufen. Das bedeute nichts anderes, als dass fallende Preise auf Gesamtmarktebene die ohnehin vorhandene relative Attraktivität von Aktien erhöhen und - ceteris paribus - zu schnellen Gegenbewegungen führen würden. In der Vergangenheit sei ein solcher Verlauf von Marktbewegungen eine Schwachstelle in der Wertentwicklung des Ethna-DYNAMISCH gewesen, da die Partizipation nach oben in den Augen der Experten von ETHENEA nicht zufrieden stellend gewesen sei. In der Konsequenz hätten die Experten die ergänzenden Absicherungsbausteine sowohl optimiert als auch im Ausmaß etwas reduziert.

Parallel dazu hätten die Experten von ETHENEA auch die Anforderungen an die zugrunde liegende Qualität der rund 30 bis 40 im Aktienportfolio gehaltenen Einzeltitel nochmals erhöht. Somit würden sie einen guten Teil des zuvor noch stärker durch Makro-Faktoren geprägten Risikomanagements wieder auf der Mikro-Ebene auffangen. Konkret würden sich die Experten potenziellen Investmentkandidaten zunehmend stärker über die Attraktivität der Unternehmensseite nähern und die Bewertungsseite individueller auf der einzelnen Aktie aufbauen. Selektionsansätze, die zunächst von einer zwangsläufig stärker pauschalisierenden Bewertungsperspektive an Aktien herantreten würden, würden vermehrt riskieren Opfer so genannter Value Traps (Bewertungsfallen) zu werden. Hinter dieser Überlegung stehe die Überzeugung, dass im Zweifel unternehmerische Qualität wichtiger sei als zunächst günstiger erscheinende Bewertungskennziffern.

Zugegebenermaßen ist diese Erkenntnis nicht neu für uns, doch haben wir bis ins vorige Jahr hinein mit dem bewertungszentrierten Ansatz noch sehr gute Ergebnisse erzielt, so die Experten von ETHENEA. Angesichts zunehmend ausgereifterer Wettbewerber aus dem reinen Quant-Bereich, welche systembedingt immer einen Fokus auf mathematisch einfach zu greifende Bewertungsparameter legen würden, und der eingangs beschriebenen strukturellen Marktveränderungen, sähen die Experten in der adäquaten Weiterentwicklung der Aktienselektion den wichtigsten Eckpfeiler für den zukünftigen Erfolg des Ethna-DYNAMISCH.

Subjektiv sei es immer einfacher, sich in eine Ecke zurückzuziehen und mit einfach verständlichen Kategorien wie Value oder Growth zu argumentieren oder oberflächliche, aber weit verbreitete Bewertungskennziffern wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis zur Erklärung der Märkte und der eigenen Positionierung heranzuziehen. Objektiv sei die Welt aber viel zu komplex geworden, um damit dauerhaft erfolgreich zu sein. Mit dem Ethna-DYNAMISCH möchten die Experten von ETHENEA ihren Investoren stets den objektiv richtigen und erfolgversprechendsten Ansatz für einen risikokontrollierten Zugang zu den globalen Aktienmärkten bieten.

Die Experten von ETHENEA seien sich bewusst, dass die Entwicklung des Fondspreises im laufenden Jahr die Erwartungen an den Fonds nicht vollumfänglich habe erfüllen können. Umso motivierter würden die Experten in das zweite Jahrzehnt des Ethna-DYNAMISCH starten, um vorhandenes Vertrauen aktueller Investoren zu bestärken, verlorengegangenes Vertrauen ehemaliger Investoren zurückzuerlangen und neues Vertrauen künftiger Investoren zu gewinnen. (Ausgabe 11 vom November 2019) (07.11.2019/fc/a/f)





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