Ethna-DYNAMISCH-Fonds: 12/2021-Bericht, Chancen für eine Fortsetzung der Hausse stehen nicht schlecht - Fondsanalyse


10.01.22 10:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Das Kapitalmarktjahr 2021 ist nun Geschichte, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DYNAMISCH.

Aber habe es auch Geschichte geschrieben? Eher nicht. Denn die Entwicklungen aus 2021 hätten unter dem übermächtigen Schatten des Jahres 2020 gestanden - dem Jahr, in dem die globale Pandemie ihren Anfang gehabt habe. Kaum eine ökonomische, monetäre, fiskalische oder fundamentale Entwicklung aus 2021 lasse sich eigenständig beschreiben oder verstehen, ohne den Bezug zum Vorjahr 2020 herzustellen.

Vor einem Jahr charakterisierten wir an dieser Stelle das Ausnahmejahr 2020 im Rückblick vor allem als unvorhersehbar und mutmaßten von einem fast schon zu vorhersehbaren Folgejahr 2021, so die Experten von ETHENEA. Die damalige Ausgangssituation sei geprägt gewesen von einer langsam beherrschbar scheinenden Pandemie, einem sich abzeichnenden starken Wirtschaftswachstum, den positiven Auswirkungen der immensen Fiskalprogramme, rekordniedrigen Zinsen und fortgeführten Anleihenkaufprogrammen seitens der Notenbanken sowie von einer zurückkehrenden Risikofreudigkeit immer weiterer Anlegerkreise. All dies habe zunächst unisono für eine Fortsetzung der im Jahresverlauf 2020 begonnenen Aufwärtstrends an den weltweiten Aktienmärkten gesprochen.

Heute - ein Jahr später - lasse sich das zurückliegende Aktienjahr 2021 genau so kurz und prägnant beschreiben. Die Vielzahl der oben genannten, unterstützenden Faktoren habe in den ersten Monaten des Jahres für deutlich steigende Notierungen gesorgt. Der Ethna-DYNAMISCH habe mit einer entsprechend hohen Nettoaktienquote von rund 75% bis 80% gut an der Hausse partizipieren und bis in den Sommer hinein recht kontinuierlich neue Höchststände markieren können. So offensiv die Experten von ETHENEA die Aktienquote dabei auch gestaltet hätten, so diszipliniert seien sie mit Chancen und Risiken unter der Oberfläche umgegangen. Dadurch hätten die Experten von ETHENEA auf der einen Seite zwar Chancen in zyklischeren, strukturell unattraktiveren Branchen wie Öl-, Rohstoff- und Finanzwerten nicht vollumfänglich ausgenutzt. Gleichzeitig hätten sie aber auf der anderen Seite erhebliche Bewertungsrisiken in Wachstumssegmenten und bei vorangegangenen Krisengewinnern umschifft, die nicht selten bereits Mitte Februar ihre Jahreshöchststände erreicht und anschließend teils heftig im Kurs korrigiert hätten.

Im weiteren Jahresverlauf habe die Stärke des Rückenwinds dann sukzessive nachgelassen. Im Ethna-DYNAMISCH wechselten wir deshalb zu einer gemäßigteren Gangart und hielten die Nettoaktienquote durch eine höhere Gewichtung der Absicherungsbausteine bei grob 60%, so die Experten von ETHENEA. Die zurückgehende Attraktivität des Marktumfeldes habe sich an den Aktienmärkten widergespiegelt, insbesondere in einer abnehmenden Marktbreite. Während namhafte, marktkapitalisierungsgewichtete Aktienindices wie der S&P 500 oder der MSCI World weiter zu neuen Allzeithochständen getrieben worden seien, habe sich zu ihren gleich gewichteten Indexvarianten (mit den gleichen Einzelaktien, nur anders gewichtet) ab dem Sommer eine zunehmende Performancelücke geöffnet. Auch diverse andere bekannte Indices, wie der deutsche DAX, der US-amerikanische Russell 2000 oder der MSCI Emerging Markets, hätten in der zweiten Jahreshälfte vollends in ihrer Wertentwicklung stagniert.

Diesem in der Breite zu beobachtendem Trend habe sich leider auch das Einzelaktienportfolio des Ethna-DYNAMISCH nicht entziehen können, sodass das Fondsergebnis in der isolierten Betrachtung der zweiten Jahreshälfte nur noch knapp positiv ausgefallen sei. Die Gründe hierfür seien vielfältig, nach Meinung der Experten von ETHENEA jedoch nicht nachhaltig. Beispielsweise seien die im Portfolio gehaltenen Aktien, die von einer Normalisierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten profitieren würden, im Zuge der Ausbreitung der Delta- und Omikron-Virusvarianten erneut unter Druck gekommen. Trotz gegenwärtig vielerorts rekordhoher Fallzahlen spreche wenig gegen das Basisszenario der Experten von ETHENEA, dass der Weg zurück in eine gesellschaftliche Normalität dank Impfungen und neuen Behandlungsfortschritten nur eine Frage der Zeit sei.

Im Gegensatz zu Aktien hätten festverzinsliche Wertpapiere und Gold auch 2021 nur eine stark untergeordnete Rolle in der Portfoliokonstruktion des Ethna-DYNAMISCH gespielt. Angesichts der wenig ansprechenden Entwicklung beider Anlageklassen sei dies, nicht nur rückblickend, eine opportune Entscheidung gewesen.

Auch zu Beginn des neuen Jahres würden die Experten von ETHENEA Anleihenrenditen im Vergleich zu den Chancen an den Aktienmärkten für zu unattraktiv halten, um eine nennenswerte Investition in Schuldverschreibungen für den Ethna-DYNAMISCH, den offensivsten Fonds der Ethna Funds, in Betracht zu ziehen. Denn die Chancen für eine Fortsetzung der aktuellen Hausse - wenngleich auf gemäßigterem Niveau - stünden nicht schlecht. So sollte das globale Wirtschaftswachstum 2022 erneut überdurchschnittlich ausfallen. Die Notenbanken in den USA und Europa würden trotz erhöhter Inflationszahlen weiter äußerst behutsam agieren. Parallel dazu sollten die unverändert niedrigen Ertragserwartungen bei festverzinslichen Anlagen dazu führen, dass Aktien auch 2022 eine strukturell erhöhte Nachfrage erfahren würden und die gegenwärtigen Bewertungsniveaus zunächst weiter Bestand haben würden.

Damit verorten wir die wichtigsten Kurstreiber der jüngsten Vergangenheit neben einem soliden Umsatz- und Gewinnwachstum der Unternehmen auch 2022 auf der Habenseite der Aktienmärkt, so die Experten von ETHENEA. Eine weitere, kontinuierliche Abschwächung dieser unterstützenden Faktoren - auf der anderen Seite - dürfte die Unsicherheit und Nervosität unter den Marktteilnehmern jedoch sukzessive erhöhen, was immer wieder zu schnellen und heftigen Sektor- bzw. Stilrotationen führen könne. Entsprechend wichtig sei weiterhin die hohe Flexibilität des Ethna-DYNAMISCH, um auch für die Bewältigung alternativer Szenarien entsprechend gerüstet zu sein. (Ausgabe 1 vom Januar 2022) (10.01.2022/fc/a/f)





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