Ethna-DEFENSIV-Fonds bleibt in Anleihen hoher Qualität aus Sektoren mit geringer Zyklizität investiert - Fondsanalyse


07.08.19 10:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - In der Sommerzeit treten häufig die zähen, sich erst nach detaillierter Analyse erschließenden Daten und Informationen schnell in den Hintergrund, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DEFENSIV.

Doch neben unzähligen Tweets, politischen Absichtserklärungen und anderen Nichtigkeiten seien im vergangenen Juli auch ökonomische Daten zu verarbeiten gewesen. Dabei würden die veröffentlichten Indikatoren ein gemischtes Bild zeigen.

In Europa - insbesondere in Italien und Frankreich - hätten Marktdaten aus der Industrie die Märkte positiv überraschen können. Die Industrieproduktion in der Eurozone sei im Juli wieder angestiegen, jedoch sei sie im Vergleich zum Vorjahr nach wie vor rückläufig. Der Blick nach vorn falle der Europäischen Industrie nicht leicht. Der in die Zukunft weisende Geschäftsklimaindex der Europäischen Kommission sei nun schon zum neunten Mal in Folge gefallen. Die Unternehmen würden pessimistisch auf ihre aktuelle und zukünftige Produktion sowie auch auf ihre Auftragslage blicken.

Hierzu trage eine Vielzahl von Faktoren bei. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Brexits, die weltweit rückläufige Nachfrage nach Automobilen, die Belastungen aus schon verhängten sowie etwaigen zusätzlichen Zöllen, die Neukonfigurierung internationaler Lieferketten und nicht zuletzt der gestiegene Ölpreis lasten auf dem Verarbeitenden Gewerbe der Eurozone. Folglich halte sich auch der private Konsument in seinen Kaufentscheidungen zurück, sodass das Wachstum der Einzelhandelsumsätze in den Kernländern der Eurozone hinter den Erwartungen zurückbleibe und die Inflationszahlen für die gesamte Eurozone mit 1,1% das Ziel der EZB von unter, aber nahe 2% deutlich verfehlen würden.

In den USA habe sich die Konsumentenstimmung zuletzt wieder stabilisiert. Rekordniedrige Arbeitslosigkeit, höhere Stundenlöhne und steigende Immobilienpreise würden das Vertrauen US-amerikanischer Konsumenten stützen. Gleichwohl laste die Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen nach wie vor auf den Unternehmen, die sich in ihren Investitionsentscheidungen in Zurückhaltung üben würden. Die Stimmung der US-Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe falle nach wie vor und habe im Juli die kritische Marke von 50 erreicht, unterhalb der eine Kontraktion des Sektors signalisiert werde. Gleichzeitig habe sich die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor zuletzt leicht verbessern können, verbleibe aber weiterhin deutlich unter den Ständen des ersten Quartals.

Sowohl die EZB als auch die US-Amerikanische Zentralbank hätten in ihren Entscheidungen im vergangenen Monat deutlich gemacht, dass sie ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen würden, um der Inflation Auftrieb zu geben und die Wirtschaft vor einem Abgleiten in die Rezession zu schützen. Dies habe vor allem US-amerikanische Anleihen und Aktien gestützt, während in Europa gegen Monatsende Sorgen vor einem ungeordneten Brexit sowie gemischte Unternehmensergebnisse auf Aktien gelastet hätten. Der Ethna-DEFENSIV habe im Juli mit 1,78% vor allem von weiter steigenden Preisen für Unternehmensanleihen profitieren können.

Angesichts der bestehenden Unsicherheit über den künftigen Konjunkturpfad bleibe der Ethna-DEFENSIV weiterhin in Anleihen hoher Qualität aus Sektoren mit geringer Zyklizität investiert (Anteil am Gesamtportfolio: 96%). In Erwartung weiter fallender Zinsen hätten die Experten von ETHENEA sukzessiv die Duration der Anleihen durch leichte Umschichtung in USD-denominierte Papiere von 6,5 auf 6,7 erhöht. Um zusätzlich von fallenden Zinsen in den USA sowie möglicherweise auch in Großbritannien zu profitieren, hätten die Experten neben den bestehenden 10-jährigen US-Treasury-Futures (Anteil am Rentenportfolio: 12%) auch 10% des Exposures in 10-jährige Gilt-Futures allokiert.

Schließlich hätten die Experten von ETHENEA die existierende Position im sicheren Hafen "Schweizer Franken" um 3 Prozentpunkte auf 12% erhöht. Das offene USD-Exposure sei ebenfalls um 2 Prozentpunkte auf 12% gestiegen. (Ausgabe 8 vom August 2019) (07.08.2019/fc/a/f)






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