Ethna-AKTIV-Fonds: 06/2020-Bericht, Aktien knapp über 20% variiert, Anleihen um ca. 10% verringert - Fondsanalyse


06.07.20 10:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Mit dem abgelaufenen Monat ist auch schon wieder die erste Jahreshälfte 2020 Vergangenheit, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-AKTIV.

Je nach Perspektive seien diese sechs Monate wie im Fluge vergangen oder hätten sich wie eine Ewigkeit angefühlt.

Auch im Juni hätten sich alle Makro- und Marktdaten um den Umgang mit der alles beherrschenden Frage gedreht: Wie schnell könne die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Rezession überwunden werden? Mit Blick auf die jüngste Performance der Anleihen- und Aktienmärkte könnte fast der Eindruck entstehen, dass es gar keinen wirtschaftlichen Abschwung gegeben habe. Auch die verschiedensten Frühindikatoren und volkswirtschaftlichen Kennzahlen hätten fast ausschließlich die Richtung nach oben gekannt. Hierbei müsse jedoch dahingehend differenziert werden, dass die Indikatoren bedingt durch den rapiden Absturz im Zuge des ersten Quartals von einer sehr tiefen Basis kämen, wohingegen die Marktindices teilweise nicht mehr weit von ihren absoluten Allzeithochs entfernt seien. Inwieweit sich diese zügige Erholung schon mit dem Blick auf zukünftige Unternehmensgewinne rechtfertigen lasse oder ob sie allein ein Resultat der ultralockeren Geldpolitik sei, könne heute noch nicht abschließend gesagt werden.

Was auf jeden Fall festgestellt werden könne, sei, dass im abgelaufenen Monat die Lücke zwischen wirtschaftlicher Realität (hohe Arbeitslosigkeit, drohende Insolvenzen und daraus resultierende geringe Wachstumsprognosen) und Börsenbewertungen nicht kleiner geworden sei. Aus Sicht der Experten von ETHENEA seien dafür neben einem immer noch negativen Sentiment und der damit verbundenen geringen Investitionsquote professioneller Anleger vor allem die Unterstützung der Notenbanken sowie die Hoffnung auf weitere staatliche Stimuluspakete verantwortlich. So habe die US-amerikanische Notenbank vor kurzem angekündigt, dass sie neben den laufenden Kaufprogrammen, die mittlerweile wie beim europäischen Pendant auch Anleihen fast des gesamten Kreditspektrums umfassen würden, auch die Zinsen für lange Zeit (bis 2022) niedrig halten werde. FED-Chair Powell habe wörtlich gesagt: "Wir denken noch nicht einmal nach über Zinssenkungen nachzudenken."

Vor dem Hintergrund dieses fast ausschließlich liquiditätsgetriebenen Umfelds, das zurzeit andere wichtige Aspekte wie Brexit, EU-Rettungspaket, geopolitische Auseinandersetzungen und die anstehende US-Wahl total überschatte, seien die Experten von ETHENEA nicht bereit, die Risikoquote im Fonds deutlich zu erhöhen. Die Aktienquote habe im Juni knapp über defensiven 20% variiert und werde bei der mit über 30% noch immer sehr hohen impliziten Volatilität in nächster Zeit wahrscheinlich nicht erhöht. Der Anteil der Anleihen sei um ca. 10% verringert worden, womit die Experten dem angestrebten Ziel einer 50%igen Quote schon sehr nahekämen.

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Risikoaufschläge würden die Experten von ETHENEA aktuell auch ausgewählte Unternehmensanleihen außerhalb des IG-Ratings für interessant halten. Daher hätten sie auch im letzten Monat die rekordhohe Emissionstätigkeit von Unternehmen genutzt, um den Anteil hochverzinslicher Anleihen im Portfolio (BBB- und tiefer) auf jetzt ca. 7% weiter auszubauen. Gold, das mittlerweile auf Allzeithöchstständen notiere, bleibe aufgrund der weiter positiven Erwartung für das Edelmetall mit 9,5% im Portfolio bei seiner maximal möglichen Gewichtung. Die schon im letzten Monat begonnene Reduktion der USD-Quote sei fortgesetzt worden. Aktuell spreche das Chance/Risiko-Verhältnis des Greenbacks nicht für eine hohe Gewichtung im Fonds. Während die USD-Quote auf 13% gesenkt worden sei, sei die CHF-Quote unverändert bei 22% geblieben. (Ausgabe 7 vom Juli 2020) (06.07.2020/fc/a/f)





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