Ethna-AKTIV: 11/2018-Bericht, konservative Positionierung des Portfolios ist optimal - Fondsanalyse


07.12.18 12:30
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Der Monat November war durch einige wichtige Ereignisse gekennzeichnet, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-AKTIV.

Der FED-Vorsitzende Jerome Powell habe eine bedeutende Rede während des Economic Club of New York gehalten und der G20-Gipfel in Argentinien sei mit Spannung erwartet worden. Angesichts dieser beiden Ereignisse sei es leicht gewesen, eine Reihe anderer Nachrichten zu verpassen. Andere wichtige Meldungen hätten unter anderem die Bereitschaft der italienischen Regierung, Änderungen an ihrem zukünftigen Haushaltplan vorzunehmen, sowie die militärische Konfrontation in der Straße von Kertsch zwischen Russland und der Ukraine umfasst. Aufgrund des letztgenannten Ereignisses habe Präsident Trump das geplante Treffen mit Präsident Putin während des Gipfels abgesagt.

Der Gipfel selbst habe keine großen Beschlüsse hervorgebracht. Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen Präsident Trump und seinem chinesischen Counterpart Xi habe vorläufig den erhofften Waffenstillstand in den Zollstreitigkeiten zwischen diesen beiden Volkswirtschaften gebracht. Somit könnten zwei für die Märkte sehr unterstützende Ereignisse festgehalten werden: Eine Art Powell-Put - für den es eventuell noch zu früh sei, ihn so zu bezeichnen - und Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Die Märkte schienen auf eine solche Unterstützung gewartet zu haben, so die Experten von ETHENEA. Je nach Aktienmarkt habe sich die Monatsperformance zwischen plus oder minus drei Prozentpunkten bewegt, aber in der Spitze Bewegungen von mehr als zehn Prozent verzeichnet. Während sich in der letzten Woche des Monats das Umfeld für Aktien verbessert habe, seien die Spreads für Investment-Grade- oder High-Yield-Anleihen hingegen nah an ihren jeweiligen Jahreshöchstständen geblieben. Die Renditen von US-Treasuries hätten erneut das Niveau von 3,25% erreicht, bevor sie sich nahezu linear in Richtung 3% bewegt hätten. Neben den Äußerungen des FED-Vorsitzenden sei der sinkende Ölpreis ein weiterer Grund dafür gewesen. Dieser sei den zweiten Monat in Folge stark gefallen und habe nicht helfen können, die für einen steigenden Zins unter anderem notwendigen Inflationserwartungen zu erhöhen.

Da wir in den Monaten zuvor die Qualität und Stabilität des Portfolios verbessert hatten, waren wir trotz der gestiegenen Volatilität nicht gezwungen, zusätzliche Risikomanagementmaßnahmen zu ergreifen, so die Experten von ETHENEA. Das Rentenportfolio habe das sehr herausfordernde Umfeld steigender Credit Spreads mit nur einem geringen Verlust überstanden. Während die lange Laufzeit des Portfolios in der ersten Hälfte des Monats geholfen habe, habe es im zweiten Teil etwas gekostet. Im Laufe des Monats hätten die Experten wieder eine Short-Position bei italienischen Staatsanleihen in Erwartung einer eskalierenden Konfrontation zwischen Italien und der EU gehabt. Die bereits erwähnte italienische Kompromissbereitschaft habe die Experten von ETHENEA jedoch veranlasst, sie mit einem kleinen Verlust zu schließen.

Innerhalb des Aktienportfolios hätten die Experten auch in fallenden Märkten an ihrer Futureposition festhalten können, da es Optionspositionen gegeben habe, die einen positiven Beitrag geleistet und die Verluste teilweise ausgeglichen hätten. Dies habe die Experten in die Lage versetzt, ihr Engagement vor dem G20-Gipfel in Erwartung einer positiven Handelslösung noch zu erhöhen. Der Fokus ihrer Aktienallokation liege nach wie vor auf dem amerikanischen und chinesischen Markt. Seit der letzten Woche sei ein Teil des Portfolios jedoch in deutschen Aktien investiert, da diese von einer Beilegung des Handelsstreits am meisten profitieren sollten. Zum Monatsende habe das Aktienexposure bei knapp unter 30% gelegen. Kommende Rallys würden genutzt, um sie wieder auf 20% bis 25% zu senken.

Die Experten von ETHENEA würden glauben, dass eine konservative Positionierung des Portfolios in dieser späten Phase des Zyklus optimal sei. Eine Rezession stehe nach Erachten der Experten noch nicht bevor. Bei jeder Investition würden die Experten Risiken und Chancen gründlich abschätzen und nur Positionen eingehen, wenn beide in einem angemessenen Verhältnis zueinander stünden. (Ausgabe 12 vom Dezember 2018) (07.12.2018/fc/a/f)






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