Easy ETFs von BNP Paribas: Die Devise heißt "defensiv" - ETF-Analyse


03.04.18 12:54
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Die erste Dekade der ETF-Evolution hat eine sehr weitreichende Abdeckung von regionalen und themenbezogenen Indices hervorgebracht, deren Wertpapiere mit ihrer Marktkapitalisierung gewichtet werden, so die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate".

Im Lauf der vergangenen fünf Jahre würden zunehmend Smart-Beta-ETFs die Landschaft ergänzen. Grundsätzlich gehe es bei Smart Beta um alternative Indexgewichtungen. Dabei liege der Fokus auf dem Faktor-Investing, das auf Renditequellen basiere, die von der Kapitalmarktforschung empirisch nachgewiesen worden seien. Beispielsweise setze der vermutlich bekannteste Faktor Low Risk auf risikoärmere Aktien.

Dieser verborgene Faktor habe in zahlreichen Publikationen rasch an Popularität gewonnen. Das Phänomen der Low Volatility Anomaly sei bereits im Jahr 1972 von Robert Haugen erforscht worden. Die Feststellung, dass risikoärmere Aktien langfristig eine mindestens äquivalente Wertentwicklung zeigen würden wie risikoreichere Aktien, widerspreche dem gesunden Menschenverstand, sei nicht intuitiv oder gar inakzeptabel. "Anleger rechnen nicht mit unterdurchschnittlichen Erträgen risikoreicher Aktien und sind deshalb oft überrascht", meine Haugen.

Defensive Aktienportfolios würden sich durch unterschiedliche Strategien aufbauen lassen. Wie so häufig liege der Teufel im Detail, wenn es um eine erfolgreiche Umsetzung in einem Anlageportfolio gehe. Low-Volatility-Faktorstrategien würden in einem "Long Only"-Portfolio darauf abzielen, die Low-Risk-Faktorprämie zu extrahieren, und würden dabei Aktien mit einem defensiven Risiko-Ertrags-Profil selektieren. Als Risikomaß diene die historische Volatilität, eine Kennzahl, die ausschließlich aus historischen Kursrenditen berechnet werde. Die im Research der BNP Paribas-Gruppe entwickelten Equity-Low-Vol-Indices würden sich im Vergleich mit so manchem Minimum-Varianz-Index wegen ihrer Sektorausgewogenheit durch eine geringe Zinssensitivität auszeichnen. Die Indexregeln würden eine Auswahl der Aktien mit der niedrigsten 3-Jahres-Volatilität jedes Sektors bewirken.

Eine Low-Volatility-Strategie weise auch über lange Zeiträume eine deutlich höhere Wertentwicklung auf als der DAX, der die Aktien mit ihrer Marktkapitalisierung gewichte und somit die Low Volatility Anomaly bestätige.

Die beiden ersten Quartale 2016 seien von Unsicherheit an den Aktienmärkten geprägt gewesen, einem Umfeld, das einen perfekten Nährboden für risikoaverse Strategien wie Low Volatility geboten habe. Durch das Umschalten der Börsenampel auf Grün nach dem Brexit-Votum und der US-Präsidentenwahl seien starke Gewinnmitnahmen bei risikoarmen Aktien zu beobachten gewesen. Je mehr die Einschätzung der Marktteilnehmer von Höchstkursen und möglichen Kursrückgängen am Aktienmarkt ausgehe, desto berechtigter sei eine Rückkehr zu Low-Volatility-Aktien.

Investierbar seien die Strategien seit mehr als einem Jahr für europäische und US-Aktien über Easy ETFs von BNP Paribas. Im Frühjahr 2017 habe BNP Paribas Asset Management das eigene Angebot um den ersten Low-Volatility-ETF für deutsche Aktien erweitert.

Low Volatility - die ETF-Produktpalette von BNP Paribas Easy:

BNP Paribas Easy Equity Low Vol Europe UCITS ETF D (ISIN LU1481201025 / WKN A2DHWB)
BNP Paribas Easy Equity Low Vol Europe UCITS ETF C (ISIN LU1377381717 / WKN A2AL3Y)
BNP Paribas Easy Equity Low Vol US UCITS ETF
BNP Paribas Easy Equity Low Volatility US UCITS ETF (ISIN LU1377381980 / WKN A2AL3Z)
BNP Paribas Easy Equity Low Vol Germany UCITS ETF C (ISIN LU1547514593 / WKN A2DPXG) (Ausgabe April 2018) (03.04.2018/fc/a/e)





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LU1481201025 A2DHWB 112,42 € 100,82 €
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