ETF-Handel: Technologiebranche zieht viel Aufmerksamkeit auf sich


10.09.19 16:10
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Rund 800 Punkte hat der DAX seit seinem Tief Mitte August wieder wettgemacht, die deutliche Marktbewegung treibt aber den Umsatz nach oben, so die Deutsche Börse AG.

"Es war viel mehr los als in der Vorwoche, wohl wegen der höheren Volatilität und der steigenden Kurse", erkläre Carsten Schröder von der Commerzbank und melde 62.000 Transaktionen für die vergangene Woche. Auch Cornelia Schübel von der UniCredit Group berichte von einem hohen Handelsaufkommen.

Es werde aber nicht nur gekauft, offenbar würden die höheren Kurse auch für Gewinnmitnahmen genutzt. Der DAX habe mittlerweile den Großteil seiner Verluste aus dem Juli und August wieder wettgemacht und liege am Dienstagmorgen bei 12.260 Punkten, beim Dow Jones sehe es ähnlich aus.

Die Technologiebranche ziehe wieder einmal viel Aufmerksamkeit auf sich. "Heute stellt Apple seine neuen Produkte vor, unter anderem drei neue iPhones", bemerke Schröder. Zwar sei der Glanz der einmal im Jahr stattfindenden Produktshow etwas verblasst, doch immer noch würden Millionen Fans heute Abend nach Cupertino schauen. Viele Anleger überzeuge der Blick auf die Entwicklung der Technologiewerte insgesamt: Der NASDAQ 100 sei mit 7.812 Punkten von seinem Allzeithoch bei 8.027,68 Punkten vom Juli nicht mehr weit entfernt.

ETF-Händler würden jedenfalls reges Interesse an Tech-Werten melden, Anleger stellten aber auch Gewinne glatt. Laut Schröder werde der SPDR S&P US Technology Select viel gekauft, der iShares S&P 500 Information Technology hingegen verkauft. Schübel berichte von Käufen beim Xtrackers MSCI World Information Technology. Der ETF von SPDR habe seit Jahresanfang um 37 Prozent zugelegt, in den vergangenen drei Jahren habe das jährliche Plus bei durchschnittlich 22,3 Prozent gelegen. Die ETFs von iShares und Xtrackers würden sich ähnlich gut schlagen.

Zweites großes Thema sei Gold, der Preis sei wieder unter die 1.500 US-Dollar-Marke gerutscht. Schröder berichte von regen Zu- und Abflüssen beim iShares STOXX Europe 600 Basic Resources, Schübel von Abflüssen aus dem iShares Gold Producers. Der Goldproduzenten-ETF habe zuletzt etwas nachgegeben, komme seit Jahresanfang aber immer noch auf ein Plus von 39 Prozent.

Bei den breiten Aktienindices stünden weiterhin US-Werte im Fokus. Kunden der Commerzbank würden den Vanguard S&P 500 kaufen und den Amundi S&P 500 verkaufen. Bei Vlaue-Aktien aus den USA würden sie zugreifen, und zwar über den Fidelity US Quality Income, ebenso bei MSCI World-Trackern. Die in den vergangenen Wochen so gesuchten Minimum-Volatility-ETFs wie der iShares MSCI World Minimum Volatility würden hingegen aus den Portfolios fliegen.

Auch europäische Aktien würden ge- und verkauft. Schübel zufolge würden sich Anleger mit EURO STOXX 50-, MSCI Europe- und STOXX Europe 600-ETFs für steigende Kurse positionieren, sich aber von MSCI EMU- und dem iShares STOXX Europe Large 200 trennen. Schröder beobachte bei STOXX Europe 600-ETFs Zu- und Abflüsse gleichermaßen.

Im Anleihebereich würden laut Schübel unter dem Strich die Käufe überwiegen. Sie sehe vor allem Abgaben in langlaufenden und Käufe in kurzlaufenden US-Treasuries (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202), aber auch Zuflüsse in kurzlaufenden europäischen Anleihen mit hoher Bonität (ISIN LU1650487413 / WKN LYX0XH). Schröder melde Käufe von US-Treasuries, vor allem mit kürzeren (ISIN LU1681040819 / WKN A2H58B) und mittleren Laufzeiten. (10.09.2019/fc/a/e)






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