ETF-Handel: Risiken stärker verteilen


07.10.20 14:43
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gibt es nun doch noch vor den Wahlen ein weiteres US-Hilfspaket? Allein die gestiegenen Aussichten auf eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten reichen nach Ansicht von Hubert Heuclin von der BNP Paribas scheinbar aus, um Aktien nach vorn zu bringen, so die Deutsche Börse AG.

Im Handel mit Indexfonds sehe der Händler ein Comeback für US-Werte. "Es gab zwar auch Abflüsse, die Käufe überwiegen aber deutlich." Besonders häufig hätten sich Anleger in S&P 500- (ISIN FR0011550177 / WKN A1W4DQ; ISIN IE00BD8KRH84 / WKN A2DHH6; ISIN LU0496786574 / WKN LYX0FS) und MSCI USA-Produkten positioniert. Heuclin erwarte, dass es für Risiko-Assets eher holprig weitergehen werde. "Die Frage ist, ob Aktien auch ohne zusätzliche Finanzhilfen der Notenbanken und Regierungen expandieren können."

Global investierte Aktienportfolios würden bei Heuclin zu den Wochengewinnern gehören. Für den Händler hätten die Handelsbewegungen weniger mit einem Trend zu tun. Vielmehr hätten Anleger derzeit vermutlich kaum Orientierung und deshalb das Bedürfnis, die Risiken stärker zu streuen. Das geschehe beispielsweise mit Käufen eines MSCI World SRI 5% Issuer Capped-ETFs, der Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung mit einbeziehe.

Klassische MSCI Word-Tracker seien ebenfalls in den Depots gelandet. Zumeist Zuflüsse gebe es zudem für MSCI ACWI-Produkte. Der Index sei mit rund 3.000 Unternehmen aus 23 Industrie- und 26 Schwellenländern sehr breit engagiert. Aktien aufstrebender Staaten würden etwa 10 Prozent zum Indexwert beitragen.

Auch bei der Société Générale würden Indexfonds, basierend auf dem MSCI World ACWI (ISIN IE00BKZGB098 / WKN A116RM) und MSCI World, zu den meist gehandelten Werten der vergangenen Woche gehören. "Zu- und Abflüsse halten sich bei beiden in etwa die Waage", informiere Christian Dürr.

Das Bedürfnis, sich vor höheren Schwankungen zu schützen, scheine etwas nachzulassen. Anleger hätten sich Dürr zufolge von Produkten getrennt, die sich am MSCI World Minimum Volatility orientieren würden. Heuclin bestätige Rückgaben an entsprechende Produkte (ISIN IE00B8FHGS14 / WKN A1J781).

Hiesige Standardwerte im DAX (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN FR0010655712 / WKN A0REJQ) würden bei Dürr zu den auffälligsten zumeist gesuchten Werten gehören. EURO STOXX 50-ETFs seien rege gehandelt und unterm Strich abgegeben worden.

Das sehe Heuclin ähnlich. Neben EURO STOXX 50-ETFs (ISIN FR0007054358 / WKN 798328; ISIN DE000A0D8Q07 / WKN A0D8Q0) seien MSCI EMU- per saldo rausgegangen.

Chancen auf Wertzuwächse scheinen die Kunden der BNP Paribas im ISE Cyber Security Index und im NASDAQ zu erkennen, so die Deutsche Börse AG. "Zuflüsse dominieren."

Dürr bestätige die Tendenz Richtung Nasdaq-ETFs (ISIN IE0032077012 / WKN 801498). Bei den Branchen hätten zudem Industriewerte im MSCI World Industrials Total Return Net Index (ISIN IE00BM67HV82 / WKN A113FN) und US-Gesundheitsaktien im S&P Health Care Select Sector Index vordere Ränge in der Kaufstatistik belegt.

Im Handel mit Renten-ETFs sehe Dürr deutliche Zuflüsse für italienische Staatsanleihen (ISIN IE00B7LW6Y90 / WKN A1JXZH). Besonders häufig hätten sich Investoren von sieben- bis zehnjährigen US-Treasuries verabschiedet.

"Die Rendite zehnjähriger italienischer Bonds könnte auf ein Rekordtief fallen", meine Heuclin. Weitere Kurszuwächse würden nach Erreichen des fairen Wertes italienischer Papiere naturgemäß schwerer fallen. Staatsanleihen würden in seinen Büchern mit einem Kaufüberhang generell ein kleines Comeback feiern. Das meiste fließe in US-Treasuries (ISIN LU1681040652 / WKN A2H58D; ISIN IE00BFM6TC58 / WKN A2JKTZ; ISIN IE00BGSF1X88 / WKN A2PBNP), gefolgt von chinesischen Staatsanleihen im Bloomberg Barclays China Treasury + Policy Bank Index (ISIN IE00BYPC1H27 / WKN A14T8G) und europäischen Bonds. (07.10.2020/fc/a/e)





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