Deutsche Multi Opportunities FC-Fonds: 11/2018-Bericht, Nettoaktienquote um -1,1% auf 44,4% gesunken


10.01.19 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds Deutsche Multi Opportunities FC strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so Henning Potstada, Fondsmanager bei DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 51% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds Multi Opportunities II könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Der Deutsche Multi Opportunities habe im November 37 BP gewonnen. Gewinne auf der Aktienseite von 59 BP, davon 55 BP aus Aktien und 4 BP aus Derivaten, hätten Verluste von -12 BP der Anleihen entgegengestanden. Besonders stark hätten sich die Creditspreads der Unternehmensanleihen ausgeweitet mit -15 BP. Die Währungen hätten marginale Verluste von -1 BP verzeichnet. Auf Einzelwertebene habe es keine wesentlichen Ausreißer gegeben. Die Nettoaktienquote sei im Fonds um -1,1% auf 44,4% gesunken. Allerdings sei gleichzeitig eine long Position von 10-jährigen US Staatsanleihen etabliert worden in Höhe von 5%. Auf der Währungsseite seien die US-Dollarpositionen leicht auf 8,7% gesenkt worden.

Dies sehe man am mittlerweile auf 44,4% reduzierten Aktienbestand. Der Cash Anteil von 20% diene zusätzlich als Stabilitätsanker. Eine offensivere Anlagestrategie könnte erfolgen, wenn die Aktienmärkte anfangen sollten eine Rezession einzupreisen. Der US Dollar Anteil im Portfolio liege bei knapp 9%. Eine deutliche US Dollar Aufwertung würden die Experten auf diesem Niveau nicht sehen.

Die Aktienmärkte hätten im November etwas durchgeatmet. Der MSCI ACWI sei um 1,2% gestiegen. Unter den Gewinnerbörsen hätten sich die Emerging Markets (Schwellenländer) mit einem Plus von 4% und USA mit 1,7% befunden. Der US-Dollar sei gegenüber dem Euro praktisch unverändert gewesen. Die europäischen Börsen hätten ihren Abwärtstrend allerdings weiter fortgesetzt mit minus 1%, der DAX habe -1,7% verloren. Grund für das vergleichsweise schlechte Abschneiden Europas sei eine eher enttäuschende Berichtssaison gewesen. Eine sich abschwächende Wirtschaft sowie Wettereffekte seien u.a. Gründe gewesen, die ins Feld geführt worden seien.

Bessere Nachrichten seien aus den USA gekommen. FED Chairman Powell habe angedeutet, dass die Zinsen mittlerweile ein neutrales Niveau erreicht hätten, also nicht mehr allzu sehr angehoben werden müssten. Zudem habe sich etwas die Rhetorik im Handelskonflikt mit China entspannt. Als eher schlechte Nachricht sei das schwächere Wirtschaftswachstum in China sowie der fallende Ölpreis gewertet worden, der um 22% auf knapp 50 USD/Bl. nachgegeben habe. Konsequenterweise hätten Unternehmen der Energiebranche zu den schwächsten Werten mit minus 4,1% gehört, gefolgt von Technologieunternehmen. Zu den stärksten Branchen habe Pharma mit +5,3% gehört, gefolgt von Telekomwerten. Die Zinsen von Staatsanleihen seien z.T. deutlich zurückgegangen, in den USA um -13 BP für 10 jährige Anleihen. Gold sei auch im November leicht um 0,5% gestiegen. Auf einen Nenner gebracht, hätten auch im November die Sorgen um einen deutlicher als bisher angenommenen Wirtschaftsabschwung zugenommen.

Angesichts der sehr volatilen Nachrichtenlage rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China scheine der Aktienmarkt den Mut zu verlieren. Viele Investoren die mehrheitlich an eine Jahresendrally geglaubt hätten würden im Augenblick auf dem falschen Fuß erwischt. Insofern sei eine bis ins nächste Jahr dauernde defensive bzw. konservative Anlagestrategie im Deutsche Multi Opportunities angezeigt. (Stand vom 30.11.2018) (10.01.2019/fc/a/f)






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