Deutsche Invest I Top Euroland-Fonds: Eurozone bleibt auf Kurs - Fondsanalyse


08.06.18 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europa kann weiter mit guten Nachrichten punkten, zumindest wenn man die Entwicklung der Wirtschaft betrachtet, so die Experten von DWS im Kommentar zum Deutsche Invest I Top Euroland.

So habe sich zum Beispiel der vom Wirtschaftsforschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex im April unverändert bei 55,2 Punkten gehalten. Der Index gelte als wichtiger Frühindikator für die Konjunktur und werde von Experten geschätzt, weil er oft einen guten Überblick über die konjunkturelle Lage gebe. Der Index beruhe auf einer Umfrage unter 5.000 europäischen Unternehmen in der Industrie und im Servicesektor.

Mit 55,2 Punkten sei der Einkaufsmanager-Index zwar auf dem niedrigsten Wert seit Anfang 2017 geblieben. Er halte sich damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

"Nach dem fulminanten Jahresauftakt blieb die Eurozone im April auf gedämpftem Wachstumskurs", kommentiere IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Dass der Index von seinem Januar-Hoch von 58,8 Punkten nachgegeben habe, sei weder überraschend noch alarmierend. Er signalisiere noch immer recht kräftiges Wachstum.

Die Volkswirte des Internationalen Währungsfonds würden für das Gesamtjahr 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent erwarten. Für die kommenden Jahre würden sie allerdings von einer Abschwächung des Wachstums ausgehen. Die Kapitalmarktexperten der DWS sähen die Wirtschaft in der Eurozone 2018 ebenfalls auf moderatem Wachstumskurs. Für das Gesamtjahr würden sie im aktuellen CIO View vom 17. April 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von immerhin 2,3 Prozent rechnen.

Auch beim Gewinnwachstum der europäischen Unternehmen sehe es gut aus. Laut den Prognosen der DWS dürften die Gewinne dieses Jahr mit einem Plus von neun Prozent erneut kräftig zulegen. Insgesamt dürften die Unternehmen im Euroraum im laufenden Jahr noch von einem positiven ökonomischen Umfeld profitieren.

Für Aktienanleger sollten das gute Perspektiven sein, trotz aller Unsicherheiten. "Eine nachhaltige Marktkorrektur in so einem starken Wirtschaftsumfeld käme sehr überraschend", schreibe auch Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der DWS im CIO View. Einen Bärenmarkt, also eine längere Phase mit sinkenden Aktienkursen, habe es in den vergangenen 50 Jahren nur einmal außerhalb einer Rezession gegeben, und zwar im Jahr 1987.

Allerdings könne das seit drei Jahren gleichbleibende Wachstum zu gewissen Ermüdungserscheinungen an den Börsen führen, die nach Beschleunigung und Überraschung gegiert hätten. "Entsprechend sind unsere Ertragserwartungen für 2018 nicht sehr ambitioniert", so Kreuzkamp. Insgesamt könnten Anleger aber mit einem guten Börsenjahr 2018 und moderaten Gewinnen rechnen. Die Analysten der DWS würden beim EURO STOXX 50-Index, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetze, von einem Gesamtertrag, also der Summe aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen, von 9,7 Prozent ausgehen.

Trotz der moderat guten Wachstumsaussichten bleibe der europäische Aktienmarkt vermutlich kein Umfeld für Anleger mit schwachen Nerven. Die Experten der DWS würden 2018 mit ruppigeren Märkten als im vergangenen Jahr rechnen. Schließlich mangele es nicht an möglichen Auslösern für Turbulenzen. Sorgen bereite den Experten unter anderem, dass in der zweiten Jahreshälfte die vier großen Zentralbanken erstmals seit langem in ihre Bilanzsumme zurückfahren dürften und sich Aktien-, Anleihe- und Immobilienbewertungen zum Teil weiterhin am oberen Ende der historischen Spanne bewegen dürften.

In Frankreich könnten darüber hinaus drohende Streiks im Zusammenhang mit einer geplanten Reform des Arbeitsrechtes negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Zudem würden sich die Experten sorgen, dass aggressive protektionistische Töne aus dem Weißen Haus zu einem "Unfall" in der Welthandelspolitik führen könnten. So habe US-Präsident Donald Trump bei seinem jüngsten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf seiner Position beharrt - er wolle das Handelsdefizit mit Europa abbauen, notfalls mit Strafzöllen. Anleger, die sich in der Eurozone engagieren möchten, könnten dies beispielsweise mit dem aktiv gemanagten Aktienfonds Deutsche Invest I Top Euroland. (Ausgabe vom 18.05.2018) (08.06.2018/fc/a/f)





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