Deutsche Concept Kaldemorgen-Fonds: Risiken richtig managen - Fondsanalyse


11.06.18 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ende Januar wurden Anleger von einem Beben an den Aktienmärkten aus ihrem über einjährigen Winterschlaf gerissen, so die Experten von DWS im Kommentar zum Deutsche Concept Kaldemorgen Fonds (ISIN LU0599946893 / WKN DWSK00).

Erste Schreckensszenarien seien ausgerufen worden - und doch sei es im Rückblick nur ein kurzer Schock gewesen. Die Experten der DWS würden allerdings erwarten, dass die Börsenwelt auch im weiteren Jahresverlauf deutlich unruhiger sein werde als im Jahr 2017.

Neben den zum Teil historisch hohen Bewertungen bei Aktien und Anleihen und den eventuellen Auswirkungen der künftigen Geldpolitik der Notenbanken lasse vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China und den möglichen Folgen für die Weltwirtschaft die Experten vorsichtig werden.

Wie reagieren auf möglicherweise zunehmende Unruhe an den Finanzmärkten? Ein größeres Augenmerk auf das Risikomanagement von Anlagen liege nahe. Umsetzbar sei dies beispielsweise mit speziell ausgerichteten Multi-Asset-Fonds. Die Manager dieser Fonds würden das Fondsvermögen flexibel auf mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Währungen verteilen und versuchen, über ein ausgefeiltes Risikomanagement mögliche Verluste in Grenzen zu halten.

Mischfonds mit einem Total-Return-Ansatz würden sogar noch einen Schritt weiter gehen. Mit verschiedenen Strategien würden sie darauf abzielen, Jahr für Jahr eine positive Wertentwicklung zu erreichen - und zwar unabhängig von kurzfristigen Börsentrends. Total-Return-Strategien würden neben der breiten Streuung dafür auf eine flexible Gewichtung von Aktien, Anleihen und anderen Investments setzen. Durch eine Veränderung der Gewichte reagiere der Fonds fortlaufend auf veränderte Börsenbedingungen. Zudem werde dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Anlageklassen reduziert. Eine wirkungsvolle Total-Return-Strategie könne aus der vollen Palette globaler Anlageklassen und Wertpapiere schöpfen.

Bei der Geldanlage allerdings nur auf die Rendite zu achten, wäre zu kurz gegriffen. Ein Grundprinzip der Kapitalanlage besage, dass Anlageerträge und Anlagerisiken zusammenhängen würden. Für den Anlageerfolg sei es entscheidend, ob eine eventuelle Rendite auch in Anbetracht der eingegangenen Risiken noch als attraktiv angesehen werden könne.

Je höher zum Beispiel die Wertschwankungen (Volatilität) eines Investments ausfallen würden, desto höher müsste - sozusagen als Kompensation für Bereitschaft, diese Schwankungen in Kauf zu nehmen - auch die Rendite ausfallen. Das lasse sich an einem Beispiel verdeutlichen: Fonds A erziele ein Plus von zehn Prozent p.a. über drei Jahre bei einer jährlichen Schwankungsbreite von 20 Prozent. Fonds B bringe es auf eine Rendite von lediglich acht Prozent pro Jahr, aber mit einer deutlich geringeren Volatilität von 10 Prozent. Fonds A habe demnach zwar die bessere absolute Rendite, aber Fonds B liefere mehr Rendite für das eingegangene Risiko.

Fachleute sprächen in diesem Zusammenhang von der risikoadjustierten Rendite. Um Anlegern eine möglichst attraktive risikoadjustierte Rendite zu bieten und den maximal möglichen Verlust in Grenzen zu halten, habe das Risikomanagement bei vielen Total-Return-Strategien daher einen besonders hohen Stellenwert.

Trotz des Risikomanagements unterlägen auch Total-Return-Fonds Schwankungen. Anleger sollten daher grundsätzlich einen eher langfristigen Anlagezeitraum verfolgen.

Ein Beispiel für einen modernen Total-Return-Fonds sei der Deutsche Concept Kaldemorgen. Hinter der Strategie des Fonds stehe mit Klaus Kaldemorgen einer der bekanntesten und profiliertesten Aktienfondsmanager Deutschlands. Seit 2011 verfolge der Fonds ein flexibles Anlagekonzept, das ihn nicht auf bestimmte Regionen oder Anlageklassen festlege. Der Fonds investiere flexibel in Aktien und Anleihen und setze zudem auch Währungs- und Absicherungsstrategien ein - mit dem Ziel, Jahr für Jahr eine absolut positive Wertentwicklung zu erreichen und langfristig die risikoadjustierte Rendite zu maximieren.

Kaldemorgen kombiniere dafür die flexible Total-Return-Strategie mit einem strengen zweidimensionalen Risikomanagement-Ansatz. Zum einen solle durch die laufende Überwachung der Anlageklassen und Einzeltitel die jährliche Schwankung (Volatilität) auf rund zehn Prozent beschränkt werden. Die zweite Stufe des Risikomanagements solle dazu beitragen, mittels kontinuierlicher Auswertung von Marktdaten und ausgefeilten Modellen, Marktrisiken frühzeitig zu identifizieren. Das Ziel dabei: Das Fondsmanagement solle so in die Lage versetzt werden, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls die Risikopositionen zu reduzieren.

Trotz der besonderen Bedeutung, die das Management von Risiken bei dem Fonds einnehme, seien Kapitalverluste möglich. Das liege unter anderem an den erhöhten Kursrisiken, die Anlagen im Aktien- Zins- und Währungsbereich mit sich bringen würden.

"Der DWS Concept Kaldemorgen soll dem Anleger einen risikokontrollierten Zugang zu den Aktienmärkten erschließen. Durch ein hohes Maß an Flexibilität und ein ausgefeiltes Risikomanagement möchte ich für den Anleger positive Erträge erwirtschaften, unter Beachtung seiner Risikokomfortzone", fasse Kaldemorgen sein Fondskonzept zusammen. (Ausgabe vom 29.05.2018) (11.06.2018/fc/a/f)






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