Deka-Technologie CF-Fonds: 09/2018-Bericht, Technologieaktien schlechter als der breite Markt - Fondsanalyse


01.11.18 09:00
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-Technologie CF ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Sondervermögen enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Dem Fonds liege ein aktiver Investmentansatz zugrunde. Mit diesem verfolge das Fondsmanagement die Strategie, das Anlageziel durch eine risikogestreute, weltweite Anlage hauptsächlich in Aktien von Unternehmen zu erreichen, die ihre Umsatzerlöse oder ihr Jahresergebnis überwiegend im Technologiesektor oder in technologienahen Bereichen erzielen würden. Um den Erfolg des Aktienauswahlprozesses zu bewerten, werde der Index Deka Technology capped Net Return in EUR (cust. calculated by MSCI) verwendet. Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden. Der Fonds lege mindestens 51% seines Wertes in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an.

Der Anteilwert des Deka-Technologie habe im September leicht zugelegt. Bei der jährlichen Produktvorstellung von Apple sei die Produktpalette im Smartphone-Bereich im Rahmen der Erwartungen erweitert worden. Die größte positive Überraschung bleibe die Preissetzungsmacht des US-amerikanischen Technologieunternehmens. In einem gesättigten Markt schaffe es Apple, die Durchschnittspreise pro Smartphone zu erhöhen und gleichzeitig mehr Abo-Dienste mit zu verkaufen.

Im Halbleitersektor habe sich nach etlichen starken Wachstumsjahren eine leichte Abschwächung angedeutet. Nachdem im ersten Halbjahr für z.B. DRAM-Speicherchips noch Knappheitspreise gezahlt worden seien, habe die Erwartung eines steigenden Angebots dazu geführt, dass die Preise gesunken seien.

Im Automobilsektor, der ebenfalls ein Abnahmemarkt für Computerchips darstelle, hätten sich die Anzeichen für eine Lagerbestandskorrektur gemehrt. Sowohl BMW als auch Continental hätten die Gewinnprognosen zurückgenommen. Die verringerte Produktion könnte schon bald zu schwächeren Geschäftszahlen der Elektronik- und Chip-Branche führen. Langfristig bleibe nach Einschätzung des Fondsmanagements jedoch der zunehmende Einsatz von Elektronik im Auto weiterhin ein Wachstumsthema.

Im Bereich der Zahlungsdienstleister sei der deutsche Anbieter Wirecard in den DAX 30 aufgenommen worden. Das Wachstum bei digitalen und mobilen Zahlungen halte weiter an. Das Fondsmanagement habe die gute Kursentwicklung im Zuge der Indexaufnahme zum Anlass für die Realisierung von Gewinnen genommen. Ende September sei der Technologiefonds zu 99% investiert gewesen. Auf Einzeltitelebene hätten Visa, Nokia, Mitsubishi Electric und Netflix die größten Positionen gebildet, während ABB, Samsung Electronics und Applied Materials eher geringe Berücksichtigung gefunden hätten.

Die internationalen Aktienmärkte hätten den Berichtsmonat mit leichten Kursgewinnen beendet. Wieder einmal habe der Handelskonflikt zwischen den USA und China im Fokus gestanden. US-Präsident Trump habe Mitte des Monats neue Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar verhängt. Chinas Regierung habe im Gegenzug neue Zölle auf amerikanische Waren mit einem Volumen von 60 Milliarden US-Dollar verkündet und außerdem die geplanten Handelsgespräche mit der US-Regierung in Washington abgesagt. Nachdem die Mehrheit der internationalen Leitbörsen bereits im Vorfeld deutliche Kursverluste erlitten hätten, habe die Bekanntgabe der Zoll-Entscheidung zu keiner weiteren Belastung geführt. Alleine das Ausbleiben weiterer negativer Nachrichten sowie die deutlich gesunkenen Bewertungsniveaus vieler zyklischer Titel hätten genügt, um in der Folge für steigende Notierungen an den Aktienmärkten zu sorgen.

Bei der Betrachtung des MSCI World Index hätten im Berichtsmonat sowohl USD-Investoren (+0,6%) als auch Euro-Investoren (+0,8%) einen Kursgewinn verbuchen können. Aufgrund des schwächeren Euro (-0,2% auf 1,1615 USD) sei dieser im Vergleich für Letztere höher ausgefallen. Im Detail hätten sich Technologieaktien - Referenz sei hier der MSCI World Information Technology Index in USD - mit -0,4% schlechter als der breite Markt entwickelt.

Auf Unternehmensebene habe Micron Technology, der führende US-Hersteller von Speicherchips, seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal bekannt gegeben. Mit einem Umsatzplus von 38% auf 8,44 Mrd. US-Dollar habe der Konzern die Analystenschätzungen von 8,25 Mrd. US-Dollar übertroffen. Allerdings habe die Umsatzprognose für das bis Ende November laufende Quartal mit 7,9 Mrd. bis 8,3 Mrd. US-Dollar unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 8,45 Mrd. US-Dollar gelegen. Aktien von Micron hätten auf Monatssicht 13 Prozent verloren. Auch Konkurrenten wie Western Digital sowie Zulieferer der Halbleiterbranche, namentlich Applied Materials und Lam Research, hätten sich der negativen Stimmung nicht entziehen können. (Stand vom 30.10.2018) (01.11.2018/fc/a/f)






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