Deka-Nachhaltigkeit Renten-Fonds: 10/2017-Bericht, positive Entwicklung trotzt volatiler Zinsmärkte - Fondsanalyse


14.11.17 13:00
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des Sondervermögens Deka-Nachhaltigkeit Renten CF (A) (ISIN LU0703711035 / WKN DK1A48) ist es, durch die Nutzung von Chancen und die Vermeidung von Risiken, die sich aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklungen ergeben, ein mittel-bis langfristiges Kapitalwachstum für die Anleger zu erwirtschaften, so die Experten von Deka Investment.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Der Investmentfonds investiere nur in Wertpapiere, die nach Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt würden. Dazu würden die Emittenten weltweit nach Kriterien für Umweltmanagement (z.B. Klimaschutz, Umweltpolitik), soziale Verantwortung (z.B. Menschenrechte, Sozialstandards in der Lieferkette, Sicherheit und Gesundheit) und Unternehmensführung (z.B. Bestechung und Korruption, Transparenz und Berichterstattung) bewertet. Nicht investiert werden solle in Unternehmen mit Verstößen gegen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Kinderarbeit oder Korruption sowie in Branchen, die den Mindeststandards des Fonds nicht entsprechen würden. Durch die Nachhaltigkeitsanalyse würden die jeweils am nachhaltigsten agierenden Emittenten ausgewählt (Best-in-Class-Ansatz). In diesem Rahmen werde überwiegend in auf Euro lautende Staatsanleihen, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen und sonstige Anleihen von Emittenten mit weltweitem Sitz investiert.

Das Fondsmanagement des Deka-Nachhaltigkeit Renten werde durch einen für das Sondervermögen gebildeten Anlageausschuss beraten.

Der Fonds Deka-Nachhaltigkeit Renten habe im Oktober trotzt einiger Volatilität an den Zinsmärkten eine positive Wertentwicklung erzielt. Unterstützt worden sei dies durch eine vorteilhafte Einzeltitelselektion, eine relativ flexible Steuerung der Zinssensitivität (Duration) sowie selektive Zukäufe in Unternehmensanleihen aus Spanien und Italien, die wegen politischer Unsicherheiten zuvor Spreadausweitungen aufgewiesen hätten. Insgesamt hätten die Risikoaufschläge im Euroraum im Oktober überwiegend enger tendiert, was auch auf die EZB-Sitzung gegen Monatsende zurückzuführen gewesen sei.

Der Fonds habe sich im Monatsverlauf an Green Bond-Emissionen des italienischen Versorgers Iren, des US-Telekomkonzerns Verizon sowie der Bank Santander beteiligt. In nächster Zeit richte sich der Blick verstärkt auf die geplante Steuerreform in den USA und die Wachstumserwartungen für 2018. Daraus resultierende etwaige Marktschwächephasen könnte das Fondsmanagement nutzen, um Titel, die durch Umschuldung und verbesserte Corporate Governance-Aspekte Aufwärtspotenzial in Aussicht stellen würden, ins Portfolio aufzunehmen. Das Augenmerk habe sich weiterhin auf breite Diversifikation gerichtet, wobei nachhaltige Kriterien wie Führungsqualität, Transparenz sowie Umweltfreundlichkeit besondere Beachtung fänden.

Der synchrone globale Aufschwung stütze weiterhin die Entwicklung an den Finanzmärkten. So habe der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft im laufenden und kommenden Jahr um jeweils 0,1% auf 3,6% bzw. 3,7% angehoben. Auch das US-Bruttoinlandsprodukt habe im 3. Quartal mit einer im Vergleich zu den Daten aus der jüngsten Vergangenheit überdurchschnittlichen annualisierten Wachstumsrate von 3,0% überrascht. Die Stimmung in der europäischen Wirtschaft sei ebenfalls ungebrochen gut. Gemessen an einem von der Europäischen Kommission berechneten Index sei das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum auf den höchsten Stand seit Januar 2001 gestiegen.

Dagegen bleibe die Preisentwicklung gedämpft. Die Jahresveränderungsrate der US-Verbraucherpreise sei im September zwar von 1,9% auf 2,2% gestiegen. Klammere man jedoch die Energie- und Nahrungsmittelpreise aus, so habe die Jahresteuerung mit 1,7% auf dem Vormonatsniveau stagniert. Nach einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union sei die jährliche Inflation im Euroraum im Oktober von 1,5% im Vormonat auf 1,4% gesunken. In diesem Umfeld habe die EZB beschlossen, ihr Anleiheankaufprogramm um weitere neun Monate bis mindestens September 2018 zu verlängern. Ab Januar nächsten Jahres würden die monatlichen Anleihekäufe jedoch von derzeit 60 Milliarden Euro auf dann 30 Milliarden Euro reduziert.

Das Leitzinsniveau bleibe bis auf weiteres unverändert. Nach der EZB-Entscheidung habe die Gemeinschaftswährung kräftig nachgegeben. Zum Monatsultimo sei der Euro-Kurs um rund 2 Cent auf 1,16 US-Dollar gesunken. Die Renditen von Bundesanleihen seien im Monatsverlauf zurückgegangen. Die als sicher geltenden deutschen Staatspapiere seien infolge von Spannungen rund um die Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Region Katalonien verstärkt nachgefragt gewesen. Die US-Renditen seien wiederum leicht angestiegen. Die Hoffnungen auf Steuererleichterungen und die damit verbundenen Wachstumsimpulse hätten die US-Treasuries belastet. (Stand vom 13.11.2017) (14.11.2017/fc/a/f)





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LU0703711035 DK1A48 134,60 € 123,64 €