Deka-Flex: Euro C-Fonds: 02/2020-Bericht, Flucht aus Aktien und Hochzinsanleihen - Fondsanalyse


24.03.20 10:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-Flex: Euro C ist kurz- bis mittelfristiger Kapitalzuwachs durch die Vereinnahmung laufender Zinserträge sowie durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Sondervermögen enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Das Fondsmanagement verfolge die Strategie, überwiegend in verzinsliche Wertpapiere mit einer Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren oder mit variabler Verzinsung und in Geldmarktinstrumente zu investieren. Dabei würden insbesondere Vermögensgegenstände staatlicher Aussteller, von Unternehmen sowie besicherte Wertpapiere (z.B. Pfandbriefe) erworben. Es würden überwiegend auf Euro lautende oder gegen Euro gesicherte Vermögensgegenstände erworben, die selbst oder deren Aussteller überwiegend eine gute bis sehr gute Schuldnerqualität (Investmentgrade-Rating) aufweisen würden. Ergänzend könnten Bankguthaben gehalten werden. Dem Fonds liege ein aktiver Investmentansatz zugrunde. Der fundamental orientierte Investmentansatz kombiniere gezielt "Top-Down" sowie "Bottom-Up"-Elemente. Die Basis stelle die Analyse makroökonomischer sowie (geo)politischer Parameter dar, ergänzt durch qualitative sowie quantitative fundamentale Bewertungen der einzelnen Vermögensgegenstände, z.B. Bonitätsanalyse der Emittenten, relativer Vergleich der Wertpapiere mit anderen korrespondierenden Ausstellern. Um den Erfolg des Wertpapierauswahlprozesseses zu bewerten, werde der Index 100% ICE BofAML Euro Cash Index in EUR (cust.) verwendet. Die initiale und kontinuierliche Wertpapierauswahl erfolge im Rahmen des beschriebenen Investmentansatzes unabhängig von diesem Referenzwert und damit verbundenen quantitativen oder qualitativen Einschränkungen.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Zu Beginn des Berichtsmonats hätten sich die Risikomärkte überwiegend positiv entwickelt. Die Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sei zunächst verhalten geblieben. Für Unterstützung hätten dagegen Konjunkturmeldungen gesorgt, die auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmendaten hingedeutet hätten. So habe der US-Arbeitsmarktbericht für Januar mit einem starken Beschäftigungsaufbau positiv überrascht. Der nationale Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei im ersten Monat des Jahres auf 50,9 Punkte und damit ebenfalls stärker als erwartet angestiegen. Auch auf globaler Ebene hätten Frühindikatoren eine spürbare Stimmungsaufhellung signalisiert, die nicht zuletzt der im Vormonat erzielten Teileinigung im Handelsstreit zwischen China und USA zu verdanken gewesen sei. Der vorläufige Wert für den Gesamteinkaufsmanagerindex für den Euroraum habe sich im Februar leicht auf einen Stand von 51,6 Punkten verbessert. Das ifo-Geschäftsklima habe um 0,1 Punkte zugelegt.

In der zweiten Monatshälfte habe die Verunsicherung über die konjunkturellen Folgen der Corona-Epidemie deutlich zugenommen. Berichte über Produktionsausfälle, gestörte Lieferketten und Einschränkungen im Konsum hätten die Ängste vor einem weltweiten Wachstumseinbruch geschürt. Die Folge sei eine ausgeprägte Flucht aus Aktien und Hochzinsanleihen in die als sicher geltenden Staatspapiere gewesen. In diesem Umfeld hätten die Dividendentitel weltweit einen drastischen Kurseinbruch erlebt und die Risikoprämien bei Unternehmens- und Schwellenländeranleihen seien stark angestiegen. Gleichzeitig seien die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries kräftig zurückgegangen, was auch die Kursrückgänge bei festverzinslichen Hartwährungsemissionen von Unternehmen und Schwellenländern etwas abgemildert habe. Die Aufwertung des US-Dollars sei nicht zuletzt durch die an den Geldmärkten verstärkt eingepreisten Zinssenkungserwartungen abgebremst worden, sodass die US-Währung zum Monatsultimo gegenüber dem Euro nur geringfügig höher notiert habe als im Vormonat. (24.03.2020/fc/a/f)





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