Deka-Digitale Kommunikation TF-Fonds: 06/2020-Bericht, Engagement in Tencent positiv - Fondsanalyse


21.07.20 08:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-Digitale Kommunikation TF ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Fonds enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Dem Fonds liege ein aktiver Investmentansatz zugrunde. Mit diesem verfolge das Fondsmanagement die Strategie, das Anlageziel durch eine risikogestreute, weltweite Anlage hauptsächlich in Aktien von Unternehmen zu erreichen, die ihre Umsatzerlöse oder ihr Jahresergebnis überwiegend im Telekommunikations- und/ oder Medienbereich (einschließlich Internet) erzielen würden. Der Investmentprozess erfolge im Rahmen einer Gesamtunternehmenseinschätzung, wobei in erste Linie Bilanzdaten und betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie z.B. Eigenkapitalquote und Nettoverschuldung sowie qualitative Bewertungskriterien wie z.B. die Qualität der Produkte und des Geschäftsmodells des Unternehmens analysiert würden. Ergänzend werde die Markt- und Branchenattraktivität auf Basis volkswirtschaftlicher Daten bewertet. Um den Erfolg des Wertpapierauswahlprozesses zu bewerten sowie die an die Wertentwicklung gebundenen Gebühren zu berechnen, werde der Index 100% Deka Telemedia in EUR (cust. calculated by MSCI) verwendet. Die initiale und kontinuierliche Wertpapierauswahl erfolge im Rahmen des beschriebenen Investmentansatzes unabhängig von diesem Referenzwert und damit verbundenen quantitativen oder qualitativen Einschränkungen.

Der Fonds lege mindestens 51% des Aktivvermögens (Wert der Vermögensgegenstände ohne Berücksichtigung von Verbindlichkeiten) in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

In der sich weiter fortsetzenden Markterholung hätten im Juni viele Kapitalmaßnahmen erfolgreich stattgefunden. Das Fondsmanagement des Deka-Digitale Kommunikation habe am Börsengang von Warner Music partizipiert. Die Musikbranche werde weiterhin als attraktiv bewertet angesehen und der Fonds sei zudem mit Sony und Spotify in dem Segment engagiert. Mit dem Listing von Netease in Hongkong habe das Management die Position in dem chinesischen Game-Studio aus US ADR nach Hongkong verlagert. Schließlich habe Softbank Group zwei Drittel seines 24%-Anteils an T-Mobile US platziert. Dies sei genutzt worden, um die langfristige Position in T-Mobile US weiter aufzustocken. Neu im Portfolio sei der japanische eCommerce-Anbieter Z Holdings. Hierfür habe das aufgebaute Ecosystem bestehend aus eCommerce und Zahlungsdienstleister bei gleichzeitigem Zugang zur Kundenbasis von Softbank Corp gesprochen. Der Investitionsgrad des Fonds bewege sich bei ca. 98%.

Im Telekombereich würden das Management weiter auf die Monetarisierung des steigenden mobilen Datenkonsums setzen. In Europa seien Bouygues und Deutsche Telekom Profiteure, in den USA T-Mobile US, während in Japan auf KDDI und Softbank Corp. sowie in den Emerging Markets auf Bharti Airtel gesetzt werde. Im Festnetz seien gute Netze auch eine wichtige Grundlage, wobei vor allem darauf geachtet werde, ob in den jeweiligen Märkten alternative Infrastruktur entstehe. Attraktiv sei vor diesem Hintergrund Comcast, Charter Communications, KPN und Bell Canada erschienen. Im Internetsektor hätten Ländergewichte in USA und China dominiert. Während in China allerdings eCommerce mit Alibaba und JD überwiege, seien in den USA werbebasierte Geschäftsmodelle stärker akzentuiert wie etwa Alphabet. Im Medienbereich im weiteren Sinn hätten Relx, Ascential, Sony und Ströer herausgeragt.

Im Telekomsektor erachte das Fondsmanagement einige Titel, die sich allein auf Basis ihrer Dividende verteuert hätten, aber gleichzeitig vor operativen Herausforderungen stünden, als unattraktiv. Außerdem bestehe Vorsicht hinsichtlich der anstehenden 5G-Investitionen in den Emerging Markets, da sich die steigenden Datenvolumina für America Movil, Telkom Indonesia, Saudi Tel und China Mobile nicht einfach monetarisieren lassen würden. Dazu habe NTT Docomo signifikant geringe Berücksichtigung gefunden. Die geringen Akzentuierungen im Internetsektor seien teilweise zyklischen Herausforderungen geschuldet, wie etwa bei Booking.com oder bei Twitter. Eher strukturelle Herausforderungen seien bei Baidu gesehen worden. Zur positiven Wertentwicklung des Sondervermögens habe insbesondere das Engagement in Tencent sowie die geringe Positionierung in AT&T beigetragen. Dagegen hätten die wenig akzentuierten Engagements in Baidu und Vivendi belastet. (21.07.2020/fc/a/f)






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