Deka-Deutschland Nebenwerte-Fonds: 05/2019-Bericht, Abbau von Industrie- und Technologieunternehmen - Fondsanalyse


13.06.19 13:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-Deutschland Nebenwerte CF ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Sondervermögen enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Der Fonds lege mindestens 51% seines Wertes in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an.

Zu diesem Zweck sei beabsichtigt, das Fondsvermögen nach dem Grundsatz der Risikostreuung überwiegend in Aktien deutscher Small- und Mid Caps (kleinere und mittelgroße Unternehmen) anzulegen.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Ein Vier-Jahrestief des ifo-Index, enttäuschende Konjunkturdaten aus China und den USA, politische Risiken hinsichtlich des Brexit und die Verschuldungssituation in Italien sowie die Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA hätten die Aktienmärkte im Mai belastet. Die Vertagung der US-Zölle auf europäische Autos, ein weiterhin robuster US-Arbeitsmarkt und ein eher europafreundlicher Ausgang der Europawahl hätten die Aktienmärkte nur kurzzeitig gestützt. Der Deka-Deutschland Nebenwerte habe auf das Marktumfeld mit dem Abbau von Industrie- und Technologieunternehmen reagiert. Einzeltitel aus den Bereichen Einzelhandel, Medien und Transport seien dagegen aufgebaut worden. Die größten positiven Performancebeiträge seien von Banken und Telekommunikationsunternehmen gekommen. Negativ habe sich dagegen die Allokation des Versicherungssektors und der Pharmaindustrie ausgewirkt.

Der Anstieg der internationalen Aktienmärkte habe im Mai ein abruptes Ende gefunden. Bereits zu Monatsbeginn hätten die USA informiert, dass eine Lösung im Handelskonflikt mit China nicht mehr in Reichweite sei. Gleichzeitig habe man die Zölle auf chinesische Güter im Wert von 200 Mrd. US-Dollar von 10 auf 25% erhöht. China habe seinerseits Gegenmaßnahmen angekündigt. Die Marktteilnehmer hätten enttäuscht reagiert und die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Da auch der konjunkturelle Datenkranz kaum Anlass für Optimismus gegeben habe, hätten insbesondere konjunktursensitive Titel deutliche Rückschläge hinnehmen müssen. Aus Sicht von Euro-Investoren habe sich der deutsche Leitindex DAX im Einklang mit den internationalen Aktienmärkten entwickelt (MSCI WORLD INDEX in Euro: -5,2%). Zum Monatsende habe der DAX Kursverluste von -5,0% ausgewiesen. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei im Berichtsmonat von 99,2 auf 97,9 Punkte gefallen und habe damit unter der durchschnittlichen Erwartung von Volkswirten gelegen (99,1).

Unternehmensseitig habe im Grundstoffsektor der deutsche Stahl- und Industriekonzern thyssenkrupp im Fokus der Investoren gestanden. Das in Essen ansässige Unternehmen habe im Berichtsmonat Pläne zur Neuausrichtung bekannt gegeben. Diese seien zwingend erforderlich gewesen, nachdem im Vorfeld die europäische Wettbewerbsbehörde die geplante Stahlfusion mit dem europäischen Teil von Tata Steel verweigert habe. Die einzelnen Sparten von thyssenkrupp sollten nun selbstständiger werden. Für das Geschäft mit Autokomponenten und dem Anlagenbau würden Partner gesucht, ein Börsengang der Aufzugsparte solle zudem Geld in die Kassen spülen. Im Zuge der geplanten Neuausrichtung setze der Konzern zudem auf ein Kosteneinsparprogramm und in diesem Zusammenhang auf den Abbau von 6.000 Arbeitsplätzen. (13.06.2019/fc/a/f)






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