Deka-ConvergenceAktien-Fonds: 03/2019-Bericht, osteuropäische Börsen uneinheitlich - Fondsanalyse


17.04.19 10:00
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-ConvergenceAktien CF ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Sondervermögen enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Der Fonds lege mindestens 51% seines Wertes in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an.

Das Fondsmanagement verfolge die Strategie, überwiegend in Aktien von Unternehmen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt oder Sitz in einem Konvergenzstaat zu investieren. Konvergenzstaaten seien vor allem diejenigen Staaten Zentral- und Osteuropas, die durch die Übernahme und Realisierung wirtschaftlicher Reformen danach streben würden, den EU/EWU-Standard langfristig zu erreichen. Daneben könnten auch Anlagen in Mittelmeeranrainerstaaten getätigt werden.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Die osteuropäischen Börsen hätten sich im März relativ uneinheitlich präsentiert. Während die Aktienmärkte in Russland, Ungarn und Griechenland moderate Anstiege aufgewiesen hätten, seien der polnische und der tschechische Markt leicht zurückgekommen. Im Fokus hätten die Wahl in der Türkei und die Türkische Lira gestanden, die sich trotz geldpolitischer Stützungsmaßnahmen nicht habe halten können. Innerhalb von nur zwei Wochen seien über 6 Mrd. US-Dollar Währungsreserven abgeflossen und die Aktienmärkte hätten erhebliche Einbußen verzeichnet. Die Unsicherheit habe das Fondsmanagement des Deka-ConvergenceAktien veranlasst das Engagement in der Türkei zu reduzieren. Zwar sei der Markt bereits stark überverkauft und erscheine sehr günstig bewertet, andererseits könnte sich die Währung wie bereits in der Vergangenheit stark abschwächen.

Auch im März hätten die internationalen Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend weiter fortgesetzt. Während der im Monatsverlauf veröffentlichte Konjunkturdatenkranz eine weitere Eintrübung der Weltwirtschaft signalisiert habe und die ungelöste Brexit-Thematik belastet habe, hätten die führenden Zentralbanken mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen den drohenden Abschwung gesteuert. In Europa habe bspw. die Europäische Zentralbank EZB die Neuauflage von Langfristkrediten für Banken (TLTRO) verkündet und eine Zinserhöhung frühestens für das Jahr 2020 signalisiert. Auch die US-Notenbank FED sei von ihren Zinserhöhungsplänen im Jahr 2019 abgerückt und habe zudem angekündigt, die Bilanzreduzierung nach September 2019 bei dann knapp 3,5 Bio. US-Dollar zu stoppen. Die osteuropäischen Aktienmärkte hätten Kursgewinne von +0,2% verbucht (gemessen am MSCI EM EASTERN EUROPE INDEX in US-Dollar) und sich damit im Vergleich zum Gros der Schwellenländer-Börsen (gemessen am MSCI EMERGING MARKETS INDEX in US-Dollar: +0,9%) leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Auf Länderebene habe die Türkei abermals im Fokus gestanden. Kurz vor den Kommunalwahlen zum Monatsende sei es zu deutlichen Verwerfungen an den türkischen Devisen, Aktien- und Anleihemärkten gekommen. Aufgrund einer Verkaufsempfehlung der US-Investmentbank JP Morgan sei zunächst die Türkische Lira unter Druck geraten. Als Reaktion darauf habe die türkische Regierung die Geschäftsbanken angewiesen, keine Lira mehr an ausländische Investoren zu verleihen. Dies habe nicht nur zu einer erneuten Vertrauenskrise, sondern auch zu stark ansteigenden Geldmarktzinsen und Liquiditätsengpässen bei einigen Banken und Unternehmen geführt. In der Folge habe die Krise auch die türkischen Aktien- und Anleihemärkte erfasst, die aufgrund von Notverkäufen drastisch eingebrochen seien. Bei den anschließenden Wahlen am letzten März-Wochenende habe die Regierungspartei AKP zwar einige Abstimmungen in den Großstädten verloren, habe jedoch landesweit deutlich vor der Opposition gelegen. (17.04.2019/fc/a/f)





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