DWS Top Dividende LD-Fonds: 11/2019-Bericht, Engagement in zyklischem Konsum und Industrie verringert - Fondsanalyse


09.01.20 09:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Im November habe der globale Aktienmarkt den positiven Trend des Jahres fortsetzen können, der MSCI World Index habe mit einem Plus von 4,00% geschlossen. Die Märkte hätten Hoffnung durch die Stabilisierung einiger Frühindikatoren und zaghafte Anzeichen für Fortschritte auf dem Weg zu einem "Phase 1"-Handelsabkommen zwischen den USA und China erhalten, auch wenn eine endgültige Einigung laut Präsident Trump nicht vor 2020 erwartet werden könne. Die USA seien im November die Region mit der stärksten Wertentwicklung gewesen, da der S&P 500 ein neues Allzeithoch erreicht habe (+4,85%).

Auch die Eurozone sei relativ stark gewesen, der EURO STOXX 50 habe in EUR um +2,81% zugelegt. Der deutsche DAX und der britische FTSE 100 hätten sich im Einklang mit der Eurozone mit +2,87% bzw. +2,98% in EUR positiv entwickelt. Der japanische Nikkei 225 habe sich unterdurchschnittlich entwickelt, da er nur um +1,46% habe zulegen können. Die schwächste Region in EUR seien die Schwellenländer gewesen, die nur +1,05% hätten zulegen können. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt.

Auf Sektorebene, mit Ausnahme des Gesundheitswesens, das ebenfalls den Markt übertroffen habe (+6,00%), hätten sich zyklischere Sektoren wie Informationstechnologie (+6,64%), Industrie (+4,41%) und Finanzwerte (+4,20%) überdurchschnittlich entwickelt. Versorger und Immobilien hätten auf relativer Basis die schlechteste Wertentwicklung im Monatsverlauf mit -0,69% bzw. -0,48% in EUR gezeigt. Der US-Dollar sei im November um +0,17% angezogen (gemessen am US-Dollar Index). Im Währungsbereich habe der Euro um -1,20% gegen den US-Dollar und um -1,13% gegen das Britische Pfund abgewertet, während er gegenüber dem Japanischen Yen um +0,10% aufgewertet habe. Der Ölpreis (WTI) habe sich leicht erholt und sei in Euro um +3,03% gestiegen. DWS Top Dividende sei im November um +2,29% gestiegen.

Die Experten hätten im November ihr Engagement in Gesundheitswesen und Finanzwerten erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie insbesondere ihr Engagement in zyklischem Konsum und Industrie verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich ihre Kasseposition leicht verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 10% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Untergewicht in zyklischem Konsum und dem Übergewicht in Gesundheitswesen gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Industrie und Energie habe einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl im Gesundheitswesen und im Finanzbereich und das Übergewicht in Versorgern habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von HP Inc. Wells Fargo & Co und Siemens AG erzielt werden können. UGI Corp., DNB ASA und WEC Energy Group Inc. hingegen hätten die Wertentwicklung belastet.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, welche die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle, der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und zukünftige Haushaltsdefizite in Italien die Stimmung belastet. Vor allem stark exportabhängige zyklische Branchen (z.B. der Automobilsektor) hätten ihre Aussichten bereits nach unten angepasst. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine überraschend lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Doch der Handelsstreit und vor allem der Kampf um die technologische Vorherrschaft würden die Märkte und Unternehmen wahrscheinlich noch länger in Sorge halten.

Darüber hinaus würden die Experten Aktien nach der bislang starken Rally in diesem Jahr insgesamt für fair bewertet halten und nur moderates Aufwärtspotenzial sehen. Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu einem Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte. Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen.

Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien die Experten immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. Daher würden die Experten für die globalen Aktienmärkte nur moderate Kurssteigerungen und damit voraussichtlich Renditen im unteren bis mittleren einstelligen Bereich sehen. (Stand vom 30.11.2019) (09.01.2020/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
117,25 € 115,51 € 1,74 € +1,51% 11.08./15:15
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009848119 984811 136,57 € 95,46 €