DWS Top Dividende LD-Fonds: 07/2019-Bericht, Engagement in Gesundheitswesen und Finanzwerten erhöht - Fondsanalyse


05.09.19 09:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Nach der starken Wertentwicklung im Juni hätten die Aktienmärkte weltweit im Juli eine etwas verhaltenere Wertentwicklung über die globalen Vermögenswerte hinweg verzeichnet, wobei die Mehrheit jedoch weiterhin eine positive Gesamtrendite erzielt habe. Für Pfund Sterling sei es in diesem Monat mit einem Rückgang um -4,23% gegenüber dem Dollar am schlechtesten gelaufen. Dies sei ein Spiegelbild der Märkte, die zunehmend die Risiken eines harten Brexit in den Kursen berücksichtigen würden, nachdem Premierminister Johnson in die 10 Downing Street eingezogen sei. Allerdings seien die Märkte noch durch starke Arbeitsmarktdaten aus den USA zu Beginn des Monats sowie unterstützende Aussagen zur Geldpolitik in den USA und Europa getragen worden.

Der MSCI World Index habe mit einem Plus von 2,79% in EUR geschlossen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats sehr positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. Am stärksten habe sich im Juli der US S&P500 mit einem Plus von 3,54% entwickelt, gefolgt vom japanischen Nikkei 225 (+2,59%) und den Schwellenländern (+0,90%), jeweils in EUR. Aufgrund der Sterling-Abwertung sei der FTSE 100 vergleichsweise schwach gewesen und lediglich um 0,40% in EUR gestiegen. In lokaler Währung habe er hingegen ein Plus von 2,23% verzeichnet. Die schwächste Region sei die Eurozone mit einem Rückgang des EURO STOXX 50 um -0,05% gewesen, angeführt vom deutschen DAX, der um -1,69% nachgegeben habe.

Auf Sektorebene habe Informationstechnologie im Juli die beste Wertentwicklung (+5,03%) geliefert. Telekommunikationsdienstleistung und defensiver Konsum hätten mit +4,92% bzw. +3,65% in EUR ebenfalls eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnet. Grundstoffe und Energie seien die einzigen beiden Sektoren im negativen Bereich gewesen und hätten im Monatsverlauf mit -0,01% bzw. -0,74% in EUR die schlechteste Wertentwicklung gezeigt. Der US-Dollar sei im Juli um +2,48% (gemessen am US-Dollar Index) gestiegen. Der Euro habe gegenüber dem US-Dollar (-2,61%) und dem Japanischen Yen (-1,79%) abgewertet, gegenüber dem Britischen Pfund hingegen um +1,70% zugelegt.

Die Experten hätten im Juli ihr Engagement in Gesundheitswesen und Finanzwerten erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement insbesondere in defensivem Konsum und Grundstoffen verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich ihre Kasseposition leicht verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 11% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Untergewicht in Industrie und dem Übergewicht in defensivem Konsum gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Informationstechnologie und Industrie habe positive Beiträge zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl im Finanzsektor und in Kommunikationsdienstleistungen habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Taiwan Semiconductor Manufacturing, Philip Morris International Inc. und Tokio Marine Holdings erzielt werden können. Total SA, Sampo und Pfizer Inc. hingegen hätten die Wertentwicklung belastet.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, welche die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle und der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU die Stimmung belastet. Vor allem stark exportabhängige zyklische Branchen (z. B. der Automobilsektor) hätten ihre Aussichten bereits nach unten angepasst. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine überraschend lockere Geldpolitik der Zentralbanken.

Sowohl die FED als auch die EZB hätten erklärt, dass sie bereit seien, die Zinsen zu senken. Die FED habe bereits gehandelt und die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt - und damit eine kurze Phase strafferer Geldpolitik beendet. Daraufhin seien die Märkte auf neue Höchststände angezogen. Doch der Handelsstreit und vor allem der Kampf um die technologische Vorherrschaft würden die Märkte und Unternehmen wahrscheinlich noch länger in Sorge halten.

Darüber hinaus würden die Experten Aktien nach der starken Rally im ersten Halbjahr insgesamt für fair bewertet halten und nur moderates Aufwärtspotenzial sehen. Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu einem Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte.

Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen. Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien sie immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Sie würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. (Stand vom 31.07.2019) (05.09.2019/fc/a/f)






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