DWS Top Dividende LD-Fonds: 06/2019-Bericht, Engagement in Gesundheitswesen und Grundstoffen erhöht - Fondsanalyse


07.08.19 13:05
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Im Juni hätten die globalen Aktienmärkte einen Teil der Verluste aus dem Vormonat wieder wettmachen können, getragen durch stützende Aussagen zur Geldpolitik in den USA und Europa. Der MSCI World Index habe mit einem Plus von 4,30% in EUR geschlossen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats negative Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. Die Eurozone sei mit einem Anstieg des EURO STOXX 50 um +6,04% die stärkste Region gewesen, gefolgt vom deutschen DAX (+5,73%) und dem US-amerikanischen S&P 500 (+5,19%), jeweils in EUR. Die Schwellenländer hätten ebenfalls ein überdurchschnittliches Plus von 4,43% (in EUR) verzeichnet.

Die im Vergleich schwächsten regionalen Märkte seien Großbritannien und Japan mit einem Anstieg des FTSE 100 um +2,69% und des Nikkei 225 um +2,22% in EUR gewesen. Auf Sektorebene hätten im Juni alle Sektoren den Monat mit einem Plus abschließen können, wobei Grundstoffe (+8,80%) und Informationstechnologie (+6,79%) die beste Wertentwicklung gezeigt hätten. Auch Zyklischer Konsum und Industrie hätten mit +5,98% bzw. +5,53% in EUR relativ gesehen eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnet.

Der Immobiliensektor habe mit einem Plus von nur 0,26% in EUR am schlechtesten abgeschnitten. Telekommunikation (+2,18% in EUR) und Versorger (+2,01% in EUR) seien ebenfalls hinter dem allgemeinen Markt zurückgeblieben. Der US-Dollar habe im Juni 1,66% verloren (gemessen am US Dollar Index). Im Währungsbereich habe der Euro gegenüber dem US-Dollar um +1,83%, gegenüber dem Japanischen Yen um +1,41% und gegenüber dem Britischen Pfund um +1,32% aufgewertet. Im Juni sei der Ölpreis (WTI) nach einem starken Rückgang um +7,39% in Euro gestiegen. DWS Top Dividende sei im Juni um +2,09% gestiegen.

Die Experten hätten im Juni ihr Engagement in Gesundheitswesen und Grundstoffen erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement vor allem in Finanzwerten und defensivem Konsum verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich die Kasseposition der Experten verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 11% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Untergewicht in Immobilien und dem Übergewicht in Grundstoffen gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Finanzen und Grundstoffen habe einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Energie und Basiskonsumgütern habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von BHP Group, Total SA und HP Inc. erzielt werden können, während Unilever N.V., Imperial Brands und Enbridge Inc. die Wertentwicklung belastet hätten.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, welche die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle, der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und zukünftige Haushaltsdefizite in Italien die Stimmung belastet. Während der Technologiesektor unter schwächeren Smartphone-Märkten gelitten habe, hätten Lagerbestandsbereinigungen zu einer Verlangsamung der Nachfrage beigetragen, insbesondere bei Halbleitern. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine lockere Geldpolitik der Zentralbanken.

Sowohl die FED als auch die EZB hätten erklärt, dass sie bereit seien, die Zinsen zu senken und damit eine kurze Phase strafferer Geldpolitik zu beenden. Doch der Handelsstreit und vor allem der Kampf um die technologische Vorherrschaft würden die Märkte und Unternehmen wahrscheinlich noch länger in Sorge halten. Darüber hinaus würden die Experten Aktien nach der starken Rally im ersten Halbjahr insgesamt für fair bewertet halten und nur moderates Aufwärtspotenzial sehen. Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu einem Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte.

Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen. Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien sie immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. (Stand vom 30.06.2019) (07.08.2019/fc/a/f)






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