DWS Top Dividende LD-Fonds: 04/2019-Bericht, Engagement in zyklischem Konsum und Immobilien erhöht - Fondsanalyse


05.06.19 09:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Im April hätten die Aktienmärkte den Monat im Plus beendet. Der MSCI World Index habe bei +3,74% in EUR gelegen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats nur marginale Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. Deutschland sei die relativ stärkste Region mit einem Anstieg des DAX um +7,10% in EUR gewesen. Auch der EURO STOXX 50 sei stark gewesen und habe um +5,47% zugelegt, gefolgt vom japanischen Nikkei 225 (+4,74%) und S&P 500 (+4,09%), jeweils in EUR. Auch der britische FTSE 100 habe in EUR um +2,70% zugelegt. Die schwächste Region seien die Schwellenländer gewesen, die in EUR nur +2,16% hätten zulegen können. Auf Sektorebene hätten Finanzwerte im April die beste Wertentwicklung (+7,28% in EUR) geliefert.

Informationstechnologie und Kommunikation hätten ebenfalls eine überdurchschnittliche Wertentwicklung mit +6,46% bzw. +5,64% in EUR verzeichnet. Schwächster Sektor sei das Gesundheitswesen mit einem Rückgang von -2,41% in EUR gewesen. Immobilien (-1,47%) und Versorger (-0,08%), beide in EUR, seien ebenfalls hinter dem allgemeinen Markt zurückgeblieben. Der US-Dollar sei im April um +0,20% angezogen (gemessen am US-Dollar Index). Im Währungsbereich habe der Euro gegenüber dem US-Dollar (-0,03%) und dem Britischen Pfund (-0,03%) leicht abgewertet, während er gegenüber dem Japanischen Yen um +0,54% zugelegt habe. Der Ölpreis (WTI) sei im April erneut um +6,31% in Euro gestiegen. DWS Top Dividende sei im April um +0,86% gestiegen.

Die Experten hätten im April ihr Engagement in zyklischem Konsum und Immobilien erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement in Informationstechnologie und defensivem Konsum verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich ihre Kasseposition leicht verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 10% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Sie würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Untergewicht in Immobilien und Gesundheitswesen gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Industrie und Energie habe einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Basiskonsumgütern und Kommunikationsdienstleistungen habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag gebracht. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, TransCanada Corp. und Gjensidige Forsikring ASA erzielt werden können. Merck & Co Inc., Pfizer Inc. und Imperial Brands plc hätten hingegen die Wertentwicklung belastet.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, die die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle, der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und zukünftige Haushaltsdefizite in Italien die Stimmung belastet. Die Experten würden erste greifbare Hinweise auf eine geringere Investitionsbereitschaft der Unternehmen und Konsumbereitschaft der Verbraucher sehen. Vor allem stark exportabhängige zyklische Branchen hätten ihre Aussichten bereits nach unten angepasst.

Während der Technologiesektor unter schwächeren Smartphone-Märkten gelitten habe, hätten Lagerbestandsbereinigungen zu einer Verlangsamung der Nachfrage beigetragen, insbesondere bei Halbleitern. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, jedoch schwächer als zuvor. Darüber hinaus würden sie Aktien nach der starken Rally zu Beginn des Jahres insgesamt für fair bewertet halten und nur ein bescheidenes Aufwärtspotenzial sehen.

Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte. Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen.

Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien die Experten immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien sie nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. Daher würden sie für die globalen Aktienmärkte nur moderate Kurssteigerungen und damit voraussichtlich Renditen im unteren bis mittleren einstelligen Bereich sehen. (Stand vom 30.04.2019) (05.06.2019/fc/a/f)






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