DWS Top Dividende LD-Fonds: 02/2020-Bericht, Engagement in Gesundheitswesen und Informationstechnologie erhöht


20.03.20 10:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Februar habe sich zu einem turbulenten Monat für die globalen Aktienmärkte entwickelt. Während er mit guten Wirtschaftsdaten und weitgehend soliden Quartalsergebnissen begonnen habe, habe sich die letzte Woche für viele Märkte als schlimmste seit der Finanzkrise erwiesen, als die Anleger erkannt hätten, dass das Coronavirus nicht innerhalb Chinas eingedämmt werden würde. Unternehmen aus verschiedenen Sektoren hätten bereits ihre Wachstumsaussichten für das erste Quartal verringert. Die Angst vor einer nachhaltigen Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums habe auch zu einem deutlichen Anstieg der Volatilität an den Aktienmärkten geführt.

Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen sei auf ein historisches Tief gefallen und habe zum Monatsende bei 1,15% gestanden. Der MSCI World Index habe mit -7,64% in EUR geschlossen. Dank Stabilisierung der Anzahl an Coronavirus-Fällen in China seien die Schwellenländer mit -4,55% in EUR die relativ stärkste Region gewesen. Der S&P 500 und der japanische Nikkei 225 hätten in EUR -7,55% bzw. -7,92% abgegeben. Da der Hauptanstieg der Fälle in Europa geschehen sei, sei die Eurozone stärker getroffen worden, wobei der deutsche DAX und der EURO STOXX 50 in EUR -8,41% bzw. -8,43% zurückgegangen seien. Der UK FTSE 100 sei im Februar die schwächste Region mit -11,31% in EUR gewesen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt.

Auf Sektorebene hätten Kommunikationsdienstleistungen im Februar mit -5,78% in EUR auf relativer Basis die beste Wertentwicklung geliefert. Grundstoffe und Energie hätten die schlechteste Wertentwicklung im Monatsverlauf mit -9,28% bzw. -13,21% in EUR gezeigt. Der US-Dollar sei im Februar um +0,76% gestiegen (gemessen am US-Dollar Index). Im Währungsbereich habe der Euro um -0,60% gegen den US-Dollar und um -0,98% gegen den Japanischen Yen abgewertet, während er ggü. dem Britischen Pfund um +2,41% gestiegen sei. Der Ölpreis (WTI) habe in EUR ein Minus von -12,54% verzeichnet, nachdem er bereits im Januar um -14,45% gesunken sei. DWS Top Dividende habe im Februar -7,45% eingebüßt.

Die Experten hätten im Februar ihr Engagement in Gesundheitswesen und Informationstechnologie erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement vor allem in Finanzwerten und im Industriesektor verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich die Kasseposition der Experten leicht erhöht. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 10% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Versorgern und dem Untergewicht in Industrie gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Energie und Finanzwerten habe einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl im Gesundheitswesen und in Kommunikationsdienstleistungen und das Übergewicht im Energiesektor hätten im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Bank of America, ING Group und Chunghwa Telecom erzielt werden können. Total SA, Royal Dutch Shell und BHP Group hingegen hätten die Wertentwicklung belastet.

Trotz gewisser Verunsicherungen über anstehende politische Ereignisse und die Konjunkturlage in vielen Ländern bleibe das Gesamtbild immer noch verhalten konstruktiv. In den Vereinigten Staaten sollten der stabile Arbeitsmarkt und die positive Konsumentenstimmung in Verbindung mit der Hoffnung auf eine konstruktive Lösung des Handelskonflikts genügend Unterstützung für ein weiterhin solides Wirtschaftswachstum bieten. Obwohl die wirtschaftliche Situation in Europa weiterhin zäh sei, gebe es in einigen Ländern erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die Sorge über einen Konjunktureinbruch, geringe Investitionen und schwache Zahlen beim Verarbeitenden Gewerbe, Brexit, die US-Wahlen und geopolitische Konflikte würden die Volatilität jedoch wahrscheinlich auch im Jahr 2020 hoch halten.

Angesichts dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Auf Unternehmensebene würden sie eine Stabilisierung des Wachstums im Jahr 2020 erwarten. Die Experten würden auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin ein Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwarten. Nach der starken Wertentwicklung im Jahr 2019 werde diese Bewegung von den Investoren jedoch wahrscheinlich bereits erwartet.

Dementsprechend seien die Experten angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt immer noch vorsichtig. Dennoch würden sie Aktien nach wie vor für eine attraktive Anlage halten, da Aktien aufgrund fehlender Alternativen in einem historisch niedrigen Zinsumfeld unverzichtbar bleiben würden. Dies sollte zumindest technisch die Aktienmärkte unterstützen. Entsprechend seien die Experten nach wie vor fest überzeugt, dass die Bedeutung der Dividenden in einem Umfeld weiterhin niedriger Zinsen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. Für die globalen Aktienmärkte würden die Experten nur moderate Kurssteigerungen erwarten. (Stand vom 28.02.2020) (20.03.2020/fc/a/f)






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