DWS Multi Opportunities LD-Fonds: 10/2021-Bericht, Großteil der Verluste wettgemacht - Fondsanalyse


25.11.21 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds DWS Multi Opportunities LD strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so Henning Potstada, Fondsmanager bei DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 25% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Nach der kurzen Schwächephase im Vormonat hätten sich die globalen Aktienmärkte im Oktober kräftig erholt und neue Höchststände erreicht. Hinsichtlich der viel diskutierten Unsicherheitsfaktoren (z.B. Inflations- und Wachstumsentwicklung, Engpässe in den globalen Lieferketten) habe sich zwar keinerlei Entspannung abgezeichnet. Jedoch sei der Auftakt der Unternehmensberichtssaison positiver verlaufen als im Vorfeld befürchtet worden sei, was die Kauflaune und Risikoneigung vieler Investoren wieder habe steigen lassen. Staatsanleihen in den USA und Europa hätten ihren Renditeanstieg weiter fortgesetzt.

Rohstoffe wie Industriemetalle und Öl hätten deutlich zugelegt und auch auf der Aktienseite hätten zyklische Sektoren die Gewinnerliste angeführt. Defensive Werte hätten sich unterdurchschnittlich entwickelt (z.B. Basiskonsum, Gesundheit) oder sogar Verluste erlitten (Telekommunikation). Unter dem Strich habe der globale Aktienmarkt um 5,8% zugelegt (MSCI Welt Index in Euro).

Mit Blick auf die Ausgewogenheit des Aktienportfolios sei die defensive Säule zum Beispiel mit Zukäufen im Telekommunikationssektor und bei Versorgern gestärkt worden, während in einigen zyklischen Bereichen Gewinnmitnahmen erfolgt seien. Die festverzinsliche Allokation des Portfolios sei um 1,5% zurückgegangen und liege nun bei etwa 20%.

Die Kaufposition in Terminkontrakten auf US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten sei ebenfalls zunächst reduziert und im weiteren Verlauf um eine Verkaufsposition zur Absicherung gegen steigende 5-Jahres-Zinsen in den USA ergänzt worden. Die Duration des Portfolios liege nun bei 0,5 Jahren. Zum Monatsende sei die US-Dollar-Position in Erwartung einer strafferen Geldpolitik der FED und einer damit einhergehenden steigenden Renditedifferenz zum Euroraum von 18% auf über 22% erhöht worden. Unter den Safe-Haven-Anlagen sei die Position im Japanischen Yen im Monatsverlauf um etwa 3% reduziert worden.

DWS Multi Opportunities habe im Oktober erneut ein positives Ergebnis von +1,39% (FC-Anteilsklasse) verzeichnet und damit den Großteil der Verluste des Vormonats wettgemacht. Die Erholung der Aktienmärkte habe den Fonds besonders unterstützt, sodass Aktien mit rund +115 Basispunkten lokaler Währung am meisten zur positiven Wertentwicklung beigetragen hätten. Die Liste der besten Einzeltitel habe primär Wachstumstitel aus den Bereichen Software und Halbleiter umfasst.

Auch Positionen in Multi Asset Zielfonds hätten mit etwa +50 Basispunkten wieder einmal einen wertvollen Beitrag zur Wertentwicklung gehabt. Das Anleihensegment (inklusive Terminkontrakten) sei in diesem Monat hingegen leicht negativ gewesen (ca. -10 Basispunkte), da die Zinssätze am vorderen Ende der Zinskurven tendenziell gestiegen seien. Die Goldposition (+5 Basispunkte) habe erneut einen positiven Beitrag geleistet, wohingegen die Währungspositionen inkl. Absicherungen das Ergebnis mit etwa -15 Basispunkten belastet hätten.

Trotz der Erleichterung über den bislang positiven Verlauf der Unternehmensberichtssaison sollten Anleger die Risikofaktoren nicht aus dem Blick verlieren. Die anhaltenden Engpässe in den globalen Lieferketten sowie möglicherweise weiter anziehende Inflationsraten könnten in den nächsten Monaten für mehr Volatilität sorgen und die Rekordjagd an den Aktienmärkten zumindest temporär ins Stocken bringen. Angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus und die weiterhin zu erwartende Zurückhaltung der Notenbanken FED und EZB bezüglich geldpolitischer Straffungen bleibe es aber bei der klaren Präferenz für Aktien. (Stand vom 31.10.2021) (25.11.2021/fc/a/f)






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