DWS Multi Opportunities LD-Fonds: 08/2020-Bericht, Nettoaktienquote um fast 3% gestiegen - Fondsanalyse


01.10.20 11:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds DWS Multi Opportunities LD strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so Henning Potstada, Fondsmanager bei DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 51% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Der Monat August habe in diesem Jahr mit den höchsten Kursgewinnen seit 1984 schließen können. Vor allem der Anstieg der hochkapitalisierten Technologiewerte habe einen stark spekulativen Charakter gezeigt, was zum Teil auf Optionsgeschäfte auf Handelsplattformen wie Robinhood zurückzuführen sei. Der MSCI All Country World Index sei in USD um 6,2% und in Euro um 4,8% gestiegen. Der Euro habe gegen den US-Dollar um 1,3% zugelegt. Der NASDAQ Index schien von der Schwerkraft befreit und stieg um 9,6%, deutlich mehr als der breite S&P 500 mit 5,6%, so die Experten der DWS. Abgeschlagen sei Europa mit +2,7% geblieben, wobei der DAX im Vergleich mit 5,1% überdurchschnittlich gestiegen sei. Schwellenländer hätten das Schlusslicht mit +0,7% gebildet.

Branchenseitig seien die Gewinner die Sektoren zyklische Konsumgüter mit 10,6% (inkl. Amazon), Technologie mit 9,1% und Kommunikationsdienste mit 6,3% (inkl. Alphabet) gewesen. Verlierer seien hingegen Versorger mit -3,0%, Energie mit -0,5% und Gesundheit mit +0,6% gewesen. Gold habe sich in US-Dollar unverändert gezeigt, während Silber um 17,4% gestiegen sei. Industriemetalle hätten von relativ starken Wachstumszahlen in China profitiert und seien um 4% gestiegen. Öl habe stabil über USD 40/bl notiert. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen sei überraschend von 0,53% auf 0,71% gestiegen.

Im Hinblick auf die Positionierung des Portfolios habe es vor allem bei Aktien und Währungen Veränderungen gegeben. Während die Bruttoaktienquote leicht gesunken sei (jetzt etwa 48%), seien Absicherungen teilweise aufgelöst worden, sodass die Nettoaktienquote um fast 3% auf nun etwa 46% gestiegen sei. Der US-Dollar-Anteil sei hingegen über Absicherungen um fast 2 Prozentpunkte auf etwa 8% reduziert worden. Anlagen in "sicheren Häfen" seien im Verlauf des Augusts eher abgebaut worden, als diese Anzeichen von Schwäche gezeigt hätten. Die Goldposition sei hierbei von 12% auf 11% gesunken, der Japanische Yen von 6% auf 4%.

DWS Multi Opportunities habe im August mit einer Wertentwicklung von +1,75% (FC-Anteilsklasse) wie in den Vormonaten weiter zulegen können. Dies sei wiederum primär getrieben von den Aktienpositionen gewesen, die in lokaler Währung um 139 BP gewonnen hätten. Absicherungen hätten hingegen nur etwa 9 BP gekostet. Auch die als Kernbausteine verwendeten Multi Asset Total Return Fonds hätten mit etwa +69 BP einen erfreulich positiven Beitrag geliefert. Gold habe in diesem Monat vor allem in Euro nachgegeben und mit -15 BP zur Wertentwicklung beigetragen. Die Währungsseite habe lediglich mit -5 BP zu Buche geschlagen. Die Anleihen hätten auf Monatssicht kaum einen Einfluss auf die Wertentwicklung gehabt.

Aufgrund der Diskrepanz zwischen einer außergewöhnlichen Wertentwicklung der Aktienmärkte seit März und der nach wie vor schleppend verlaufenden realwirtschaftlichen Erholung bleibe das Portfolio weiterhin vorsichtig ausgerichtet. Sorgen bereitet uns vor allem die Konzentration des Marktes auf die Werte mit der höchsten Marktkapitalisierung, die hauptsächlich dem Thema Digitalisierung zuzurechnen sind, so die Experten der DWS. Daher setze der Fonds eher auf der Aktienseite auf einen ausgewogenen Ansatz bei der Auswahl der Titel. Hiermit werde eine Diversifizierung von Marktfaktoren angestrebt, auch wenn sich z.B. zyklische und defensive Werte in den letzten Monaten eher unterdurchschnittlich entwickelt hätten. Währungsrisiken seien weitgehend reduziert worden, da Chancen und Risiken sich nunmehr die Waage halten würden und die Absicherungskosten gering seien. (Stand vom 31.08.2020) (01.10.2020/fc/a/f)






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